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Projekt: Gehen Sie mit den Kindern in den Wald

Die Gesellschaft für Natur- und Umwelterziehung hat schon mehrere Projekte mit verhaltensauffälligen Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter durchgeführt und mit dem folgenden Aufbau ihrer Waldtage sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Mehr zur Durchführung eines Waldtages

Beginnen Sie den Waldtag gemeinsam

  • Rucksack, Verpflegung und Ersatzkleider herrichten
  • Regeln für den Weg zum Wald besprechen (Verhalten im Verkehr, Gruppe bleibt zusammen usw.)
  • Begrüßung der Natur
  • Kurze Phase der Stille: Die Kinder hören auf die Geräusche im Wald, hören Vogelstimmen, Blätterrascheln usw.
  • Die Kinder werden an die wichtigsten Regeln erinnert: Wir sind alle Gäste bei den Tieren, Pflanzen und Elementen des Waldes und gehen achtsam damit um.

Freies Spiel der Kinder beim Waldtag

Das freie Spiel beim Waldtag findet in der unmittelbaren Umgebung eines festen Treffpunktes statt.

Beispiele von Tätigkeiten der Kinder während eines Naturtages im Wald

  • Höhlen bauen mit Ästen,
  • Sammeln von Moos, Rinde und Zapfen,
  • mit Stöcken in der Erde graben und stochern,
  • morsche Baumstämme mit Stöcken zerschlagen,
  • in Pfützen springen und sich nass spritzen,
  • kleine Tiere beobachten und vieles mehr.

Gemeinsame Vesperpause im Wald

Die Kinder packen ihre mitgebrachte Verpflegung aus und genießen das gemeinsame Essen. Danach schnitzen die Kinder beispielsweise mit Unterstützung der Erzieherinnen einen Spazierstock.

Abschluss des Waldtags und Heimweg

  • Abschlussgespräch: Kinder erzählen zum Beispiel, was ihnen heute besonders gut gefallen hat oder was sie Neues im Wald entdeckt haben.
  • Die Regeln für den Rückweg vom Wald zum Kindergarten werden erinnert.
  • Kinder und Erzieherinnen verabschieden sich vom Wald.
  • Kurze Phase der Stille: Lauschen auf die Geräusche im Wald.
  • Heimweg: Die Kinder achten dabei auf den Weg und vor allem auf die wichtigen (Verkehrs-) Regeln.

Hinweis für die Praxis: Werden die Wald- bzw Naturtage bewusst in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern im Kindergarten eingesetzt, ist es notwendig, dass die betreuenden Erzieherinnen diese Tage und die damit verbundenen Erlebnisse und Beobachtungen ausführlich besprechen und reflektieren. Nur dann lassen sich etwaige Veränderungen erkennen, und auch Schwierigkeiten können unmittelbar aufgegriffen und geeignete Maßnahmen gesucht und ergriffen werden.

Weitere Informationen:

Gesellschaft für Natur- und Umwelterziehung (GNU)
Rudolf Hettich
Fichtenstr. 12
73350 Wißgoldingen

BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland)
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Tel.: 0 30/2 75 86-0
Fax: 0 30/2 75 86-4 40

Kinderwald & Wiese
Martin Karsten
Bürgermeister-Schöne-Str. 16
38213 Bremen

 

Mehr Informationen über die Naturerziehung in 'Kindergarten & Hort aktuell'

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