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Wie Sie den eigenen Fortbildungsbedarf ermitteln
Fortbildungen sind unabdingbare Voraussetzung für Ihre berufliche Weiterentwicklung als Erzieherin. Wie jedoch finden Sie im breitgefächerten Themenangebot die richtige Fortbildung für Sie? Lesen Sie hier, wie Sie den eigenen Fortbildungsbedarf ermitteln und so die passende Fortbildung finden.
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Ermitteln sie Ihren Fortbildungsbedarf in 3 Schritten
Um den eigenen Fortbildungsbedarf zu ermitteln, sollten Sie in 3 Schritten vorgehen:
1. Schritt: Listen Sie auf, welche Kompetenzen für die Arbeit in Ihrer Einrichtung erforderlich sind. Hierzu gehören sowohl Fachwissen, pädagogische und psychologische Kompetenzen als auch Fähigkeiten, welche die Organisation und Verwaltung der Einrichtung betreffen. Klären Sie insbesondere folgende Fragen zum Fortbildungsbedarf:
- Was sind mittel- und langfristig angestrebte Leistungen und Ziele Ihrer Arbeit in der Einrichtung?
- Was ist entscheidend, um diese Leistungen und Ziele zu erreichen?
- Welche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten benötigen Sie, um die genannten Aufgaben zu bewältigen? Welche davon sind besonders wichtig, welche sind weniger wichtig?
2. Schritt: Notieren Sie sich, über welche Kompetenzen und Fachwissen Sie bereits verfügen und auch welche Fortbildungen schon besucht worden sind. In diesen Bereichen werden Fortbildungen nicht erforderlich sein. Seien Sie aber kritisch mit sich selbst: Eine unehrliche Einschätzung wird Ihnen längerfristig nur schaden.
3. Schritt: Sie sollten dann klären, in welchen Bereichen Ihnen Fortbildungen oder andere Fähigkeiten fehlen. Sind vielleicht Lücken entstanden, weil Sie zwar über Fachwissen verfügen, dieses aber nicht dem zeitgemäßen Stand entspricht? So könnte beispielsweise eine Fortbildung für Computer notwendig werden, wenn Ihnen Kenntnisse über die Anwendung der neuen Textverarbeitungsprogramme fehlen.
Decken Sie Ihre Lücken und Ihren Fortbildungsbedarf auf
Die Beantwortung folgender Fragen wird Ihnen helfen, Ihren Fortbildungsbedarf aufzudecken:
- Haben Sie vielleicht von speziellen Methoden oder Techniken gehört, über die Sie sich informieren oder die Sie erlernen möchten?
- Wie schätzen Sie Ihre Kompetenzen im persönlichen Umgang mit den Kindern ein?
- Fehlen Ihnen bestimmte Kenntnisse, wie beispielsweise solche über den Umgang mit hyperaktiven Kindern?
- Sind Sie im Umgang mit den Kolleginnen konfliktstark?
- Können Sie Aufgaben gut und sinnvoll delegieren?
Identifizieren Sie dringende Fortbildungsmaßnahmen
Kritische Felder in Ihrer Arbeit können Sie identifizieren, wenn Sie sich Situationen und Ereignisse in Erinnerung rufen, in denen Sie hilflos oder überfordert waren. Vielleicht hatten Sie Schwierigkeiten, ein Gespräch mit den Eltern eines Kindes zu führen? Oder sind Sie mit der Arbeitsleistung einer Mitarbeiterin nicht ganz zufrieden, wissen aber nicht, wie Sie an die Kollegin herantreten sollen? In den Situationen, in denen Sie sich unsicher fühlten, besteht Fortbildungsbedarf.
Stellen Sie eine Rangfolge der Fortbildungsmaßnahmen auf
Als Leiterin eines Kindergartens haben Sie nie ausgelernt. Sie werden im Rahmen einer Auseinandersetzung mit sich selbst eine ganze Reihe von Themen und Aspekten finden, in denen Sie Ihre Kompetenzen gut und gerne erweitern können und entdecken Bereiche, in denen Sie einen Fortbildungsbedarf feststellen. Doch selbstverständlich ist es weder möglich noch notwendig, dass Sie alles wissen und alles können. Stellen Sie deshalb eine Rangfolge der Bereiche auf, für die Sie Fortbildungsbedarf erkannt haben. Dies tun Sie, indem Sie sich folgende Fragen ehrlich beantworten:
- Wo besteht der dringendste Fortbildungsbedarf?
- Mit welchen Fortbildungen können Sie eventuell gleich mehrere Bereiche abdecken?
- In welchem Bereich sehen Sie die größten Erfolgsaussichten?
- Gibt es Bereiche, die Sie sich - realistischerweise in Eigeninitiative erarbeiten können? Dann können Sie sich im Rahmen von Fortbildungen auf einen anderen Bereich konzentrieren.
Finden Sie die richtigen Fortbildungen
Fortbildungen gibt es sehr viele. Daher ist es nicht einfach, den richtigen Kurs zu finden. Wenn Sie eine Fortbildungsmaßnahme gefunden haben, die Ihnen geeignet erscheint, sollten Sie genau überprüfen, ob der Kurs auch tatsächlich Ihren Fortbildungsbedarf deckt. Nur so können Sie vermeiden, dass Sie für viel Geld eine Fortbildungsmaßnahme in Anspruch nehmen, die Ihnen eigentlich nicht weiterhilft. Überlegen Sie sich deshalb genau:
- Stimmt das Ziel des Seminars mit Ihrem Fortbildungsbedarf überein?
- Ist das Seminar konkret und praxisorientiert?
- Wurden die Qualifikationen des Referenten angegeben?
- Passen Ihnen die Termine?
- Sind die Gebühren der Fortbildungen angemessen?
Sie sollten auch auf die Teilnehmerzahl achten. Gerade praxisorientierte Fortbildungen sind erfahrungsgemäß nur dann wirklich sinnvoll, wenn die Teilnehmerzahl maximal 15 Personen beträgt. Nur so kann der Dozent in den praktischen Übungen allen Teilnehmern seine volle Aufmerksamkeit gewährleisten. Ein ausführliches Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen kann Ihnen helfen, die richtigen Fortbildungen zu finden. Vielleicht hat jemand in Ihrem Umfeld bereits einen ähnlichen Kurs belegt und kann Ihnen konkret Fortbildungen oder einen Dozenten empfehlen.
Tipp für die Praxis: Sie sollten sich nur dann für eine Fortbildungsmaßnahme entscheiden, wenn Sie wirklich alle Termine wahrnehmen können. Einige Fortbildungsmaßnahmen bauen Stunde für Stunde aufeinander auf. Wenn Sie einen Termin ausfallen lassen, fehlen Ihnen wertvolle Hintergrundinformationen und Sie kommen nicht mehr richtig mit. Sie verlieren dann die Motivation und nehmen auch die folgenden Termine nicht mehr wahr.
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