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Wie Sie richtiges Feedback geben und gezielt einsetzen

Als Vorgesetzte sollten Sie Anerkennung bewusst und deutlich ausdrücken, wenn Sie eine Leistung Ihrer Mitarbeiterin als besonders lobenswert empfinden. Sie ist Ausdruck Ihres Empfindens und signalisiert der Mitarbeiterin, dass Sie in Ihrer Führungsposition ihre Arbeit bewusst wahrnehmen. Anerkennung muss nicht immer spontan sein!

Feedback ist für die langfristige und anhaltende Motivation der Mitarbeiterin sehr wichtig und sollte deshalb auch gezielt eingesetzt werden. Anerkennung muss genauso wie Kritik für die Mitarbeiterin nachvollziehbar sein. Sie muss wissen, für welche Leistung sie Anerkennung erfährt. Sonst kann sie zum Ritual werden. Damit verliert sie ihre Motivation. Anerkennung erfolgt über einen Vergleich der Leistung mit den vereinbarten Zielen. Deshalb ist die Zielvereinbarung ebenfalls wichtig.

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Richtiges Feedback geben

Durch Feedback haben Sie die Möglichkeit, bei der Arbeit Ihrer Mitarbeiterin Rückmeldungen zu geben. Oftmals mangelt es daran in unserem täglichen Zusammenarbeiten. Wir nehmen an, wir wüssten, was der andere denkt, fühlt und wünscht. Feedback bietet die Möglichkeit, sich mit der Mitarbeiterin darüber auszutauschen. Deshalb empfehlen sich regelmäßige Zielvereinbarungsgespräche und einmal jährlich ein persönliches Gespräch mit jeder Mitarbeiterin. Feedback macht auf konstruktive Weise auf unbewusste oder unangebrachte Verhaltensweisen aufmerksam. Es bietet Hilfe und Unterstützung, um neue Verhaltensweisen zu erlernen. Feedback ist somit eine hervorragende Möglichkeit, miteinander zu lernen.

Durch Feedback wird Ihre Mitarbeiterin darüber informiert, wie ihre Kolleginnen ihre Verhaltensweisen wahrnehmen, verstehen und erleben. Das mögliche Maß und die Wirksamkeit des Feedbacks wird weitgehend bestimmt vom Maß des Vertauens innerhalb des Teams und zwischen Ihnen und Ihrer Mitarbeiterin. Feedback macht auf Verhaltensweisen aufmerksam, die positiv, aber auch negativ auf die Beteiligten wirken. Es zeigt auch solche Verhaltensweisen auf, die dem Betreffenden und dem Team nicht weiterhelfen. Nach Erhalten von Feedback ist die Betreffende in der Lage, darüber nachzudenken, wie sie ihr Verhalten verändern kann.

Wichtig! Nur Ihre Mitarbeiterin entscheidet über Verhaltensänderungen, niemals Sie als Feedback-Geber. Wenn alle Teammitglieder zunehmend bereit sind, sich gegenseitig Feedback zu geben, so wachsen die Möglichkeiten des Voneinander-Lernens in erheblichem Maße. Menschen lernen nämlich besonders gut, wenn sie die Ergebnisse ihrer Handlungen erfahren. Die Folgen / Wirkungen / Konsequenzen ihres Verhaltens werden für alle Beteiligten transparent.

  • Feedback stützt und fördert positive Verhaltensweisen.

  • Feedback korrigiert Verhaltensweisen, die dem Betreffenden und dem Team nicht weiterhelfen oder die den eigentlichen Bestrebungen nicht genügend angepasst oder konform sind. Alle Teammitglieder müssen bereit sein, sich gegenseitig Hilfen zu geben. Nur auf diesem Wege ist es möglich, die Fremdwahrnehmung mit der Selbstwahrnehmung systematisch zu vergleichen.

8 Regeln, um richtiges Feedback zu geben

Um Feedback möglichst effizient einzusetzen, müssen bestimmte Feedbackregeln beachtet werden, die vor Beginn eines Feedbacks von Ihnen und Ihrer Mitarbeiterin akzeptiert werden müssen. Effizienz bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Ihre Mitarbeiterin die Rückmeldungen annehmen kann, ohne verletzt zu werden.

1. Feedback-Regel: "Ich bin o.k. - Du bist o.k."

Feedback über persönliches Verhalten ist ein Angebot, mehr darüber zu erfahren, wie andere einen wahrnehmen. Im Feedback gegebene Rückmeldungen sind keine objektive Wahrheiten, keine Werturteile, sondern subjektive Wahrnehmungen. Sie betreffen nicht die Persönlichkeit, sondern das Verhalten einer Person. Gegenseitige Wertschätzung ist Grundvoraussetzung für effizientes Feedback.

Beispiel: Lassen sie jede Mitarbeiterin ein Beispiel nennen, dass sie an der Kollegin X besonders schätzt. Das baut Ängste ab und verhindert Nörgeleien von Anfang an.

2. Feedback-Regel: Beim Feedback Beschreiben - nicht bewerten

Wer Feedback gibt, beschreibt seine Wahrnehmungen und Beobachtungen und das, was diese in ihm auslösen: Gefühle, Empfindungen, Fragen, Überlegungen. Er fällt keine Werturteile, macht keine Vorwürfe und moralisiert nicht.

3. Feedback-Regel: Positives und kritisches Feedback

Zum Feedback gehören positive und kritische Rückmeldungen. Einseitigkeit führt zu Verzerrungen.

4. Feedback-Regel: Möglichst konkretes Feedback geben

Mit Allgemeinheiten kann die Mitarbeiterin nichts anfangen. Feedback muss konkret, möglichst an einem bestimmten Beispiel gegeben werden.

5. Feedback-Regel: Beim Feedback spricht jeder für sich selbst

Jeder spricht per "ich" und nicht per "man". Feedback wird möglichst durch so genannte Ich-Botschaften gegeben.

6. Feedback-Regel: Bei Störungen Signal geben

Wer sich verletzt fühlt oder sich durch die aktuelle Situation verunsichert fühlt, teilt dies beim Feedback dem anderen mit.

7. Feedback-Regel: Jeder ist für sich selbst verantwortlich

Feedback ist kein Befehl oder Anweisung für Verhaltensänderungen, sondern ein Angebot zur Selbstüberprüfung. Die Mitarbeiterin entscheidet selbst, ob und gegebenenfalls was und wie sie etwas verändern möchte.

8. Feedback-Regel: Strikte Vertraulichkeit beim Feedback

Alles, was im Rahmen von individuellem Feedback gesprochen wird, bleibt ausschließlich im Kreis der Anwesenden und wird nicht nach außen weitergetragen.

Mehr Informationen über Feedbackregeln in 'Kindergarten & Hort aktuell'

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