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Neue Wege zur Ideenfindung in der Teambesprechung
„Welch geniale Idee!“ haben Sie sicher schon öfter gedacht, wenn Sie etwas gesehen oder gehört haben, was Sie beeindruckt hat. Kennen Sie auch den Zusatz: „Warum ist mir das nicht eingefallen?“ Dann wird es Zeit, das zu ändern. Denn unsere Gedanken nehmen meist „ausgetretene Pfade“ in unserem Gehirn, auch im Kita-Team bewegen Sie sich bei der Ideenfindung in der Teambesprechung meist auf bekannten Wegen. Ihr gesamtes kreatives Potenzial können Sie jedoch nur ausschöpfen, wenn Sie „neu“ denken.
Die folgenden Methoden zur Ideenfindung geben Ihnen Anregungen, die bekannten Wege zu verlassen – denn nur so finden Sie heraus, wie ideenreich und innovativ Sie wirklich sind! 5 Bausteine helfen Ihnen, in der nächsten Teambesprechung Ihr ganzes kreatives Potenzial zu nutzen. Laden Sie Ihre Kolleginnen ein, ebenso fantasievoll mitzudenken.
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1. Baustein zur Ideenfindung in der Teambesprechung: Alles ist möglich
Sie suchen einen Namen für Ihre Gruppe, der ungewöhnlich ist und alles Wichtige über Ihre Arbeit aussagt? Sie brauchen endlich ein richtig gutes Logo für Ihre Kita? Ihr „Benimm-Projekt“ soll einen ansprechenderen Titel bekommen? Dann ist es zunächst wichtig, in der Teambesprechung mit einem Brainstorming zu beginnen. Lassen Sie dabei Ihre Gedanken im wahrsten Sinne des Wortes stürmen und nennen Sie alle Ihre Einfälle laut. Eine Kollegin schreibt alles auf ein großes Papier. Die wichtigste Regel beim Brainstorming lautet: Nichts wird kommentiert, weder mit „Das hört sich gut an!“ noch mit „So ein Blödsinn!“. Denn die Ideen und Gedanken dürfen nicht beeinflusst werden. Es gilt der Grundsatz: „Alles ist möglich!“
Wichtiger Hinweis: Nach einigen Minuten tritt meist Stille ein, denn alle naheliegenden Gedanken sind ausgesprochen. Halten Sie diese Stille aus, denn anschließend werden die wirklich neuen und innovativen Vorschläge genannt.
Das Brainstorming hilft nicht weiter? Dann nutzen Sie den Zufall kreativ. Denn viele geniale Erfindungen gingen aus einer zufälligen Entdeckung hervor. Mit dem Zufall können Sie natürlich nicht absichtlich eine bestimmte Lösung erzielen. In jedem Falle ermöglichen Sie jedoch mit Absicht zufällige Lösungen.
Den Zufall können Sie nutzen, indem Sie
- sich ein Lexikon zur Hand nehmen, es auf einer beliebigen Seite aufschlagen und mit dem Finger wahllos auf ein Wort deuten,
- durch den Raum gehen oder aus dem Fenster schauen.
Nun versuchen Sie, einen Zusammenhang zwischen Ihrer Fragestellung – z. B. „Wie soll unsere Einrichtung in Zukunft heißen?“ und dem zufälligen Wort oder dem gesehenen Gegenstand herzustellen. Anschließend nennen Sie jeweils Ihre Gedanken und überlegen, welche Ideen für Ihre Fragestellung von Bedeutung sein könnten. Mit dieser Methode der Ideenfindung üben Sie sich darin, völlig neu zu denken.
2. Baustein zur Ideenfindung in der Teambesprechung: Die Umkehrfrage
Ihre Kollegin hat folgenden Vorschlag in der Teambesprechung eingebracht: „Wir könnten statt unserer üblichen Übernachtung mit den Vorschulkindern im Freien schlafen!“ Sofort formiert sich der Widerstand im Team: „Das geht doch gar nicht!“, „Das kann ich mir nicht vorstellen!“ oder „Das ist bestimmt verboten!“ Alle Bedenken werden jetzt in eine Frage umgekehrt:
- „Warum geht das nicht?“
- „Warum kannst du dir das nicht vorstellen?“
- „Warum ist das verboten?“
So wird die „Widerstandsmauer“ durchbrochen und möglicherweise wichtige und richtige Teilaspekte zutage gefördert, die in die weitere Planung einfließen können.
3. Baustein zur Ideenfindung in der Teambesprechung: Die Katastrophen-Fantasie
Eine innovative Idee steht im Raum: „Die Eltern sollen beim Elternabend Improvisations-Theater spielen.“ Die Idee klingt reizvoll, ungewöhnlich, vielleicht sogar verrückt. Können Sie es wagen, die Idee umzusetzen? Das Risiko können Sie abschätzen, indem Sie sich innerhalb der Teambespreung eine Katastrophe ausmalen: Sie fragen sich: „Was könnte denn schlimmstenfalls dabei passieren?“ Die Antworten helfen Ihnen, das vermeintliche Risiko ungewöhnlicher Ideen genauer zu klären, einen Irrtum möglichst zu vermeiden und somit eine Entscheidung zu ermöglichen. Sie werden überrascht sein: Die Katastrophe ist meist erheblich kleiner als zunächst angenommen.
4. Baustein zur Ideenfindung in der Teambesprechung: Die Reifezeit
Guter Wein oder guter Käse haben eine lange Reifezeit hinter sich. Gönnen Sie diese Zeit auch Ihren Gedanken, damit sie zu ihrer vollen Qualität heranreifen können. Sicher kennen Sie das Phänomen, dass Ihnen die besten Einfälle dann kommen, wenn Sie über das Problem gar nicht nachgedacht haben. Denn Ihr Gehirn hat dann Zeit, „spazieren“ zu gehen. Brechen Sie deshalb zähe Überlegungen ab und akzeptieren Sie, dass Sie momentan einer Lösung nicht näherkommen. Nehmen Sie sich Zeit nachzudenken, z. B.
- über Nacht,
- bis zur nächsten Teambesprechung oder
- bis das Problem wieder auftaucht.
Wichtig ist, dass Sie sich nicht frustrieren oder unter Druck setzen lassen!
5. Baustein zur Ideenfindung in der Teambesprechung: Der Kopfstand
Wann haben Sie Ihren letzten Kopfstand gemacht? Alles sieht verwandelt aus, wenn man den Blickwinkel ändert. Doch Sie müssen sich nicht wirklich selbst auf den Kopf stellen, sondern Ihre Gedanken. Suchen Sie genau das Gegenteil, indem Sie die Fragestellung umkehren, z. B.: „Über welches Geschenk würden sich die Vorschulkinder am meisten ärgern?“ oder „Wie soll unser Logo keinesfalls aussehen?“ Daran schließt sich ein Brainstorming an. Kehren Sie jetzt die gewonnenen Ideen wieder ins Gegenteil und Sie haben die Lösung ein ganzes Stück weiter eingegrenzt.
Interessant ist dabei, dass das Gegenteil einer gesuchten Lösung oftmals inhaltlich einer Lösung sehr viel näher liegt als alle Kompromisse dazwischen.
So können Sie eine Frage auf den Kopf stellen:
- Wie sieht das Gegenteil aus?
- Was soll auf keinen Fall dabei herauskommen?
- Können Ursache und Wirkung umgekehrt werden?
- Was käme heraus, wenn ich am Ende anfange?
Der „Kopfstand“ eignet sich immer dann, wenn Sie sich gedanklich festgefahren haben oder frustriert sind, weil keine Lösung in Sicht ist. Natürlich sollte beim „Kopfstand“ auch herzlich gelacht werden – das befreit von Blockaden und die Gedanken können wieder „fließen“!
„Weck, was in dir steckt!“, indem Sie jeden der 5 Bausteine – wann immer er Ihnen passend erscheint – ausprobieren. Mit ein wenig Übung werden Sie selbst überrascht sein, wie innovativ Sie wirklich sind!
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