Das perfekte Setting für ein Elterngespräch


31.03.2017

Ein Tisch und 3 Stühle – das Elterngespräch zwischen einem Ihrer Mitarbeiter und einem Elternpaar steht an. Theoretisch ist damit alles vorbereitet, abgesehen von den notwendigen Unterlagen und Dokumentationen. Um das Beste aus einem Elterngespräch herauszuholen, gibt es aber noch ein paar zusätzliche Punkte, die beachtet werden sollten. Dazu gehören beispielsweise Gesprächshinweise, die Sitzposition u. v. m. Lesen Sie jetzt weiter und erfahren Sie, was neben Stühlen und einem Tisch noch wertvoll für ein gelingendes Elterngespräch sein kann.

 

 

Das macht ein gutes Gespräch aus

Ein gutes Gespräch wird durch einige deutliche Punkte gekennzeichnet. Dazu gehört:

  • Niemand hat Angst vor dem Gespräch oder im Gespräch.
  • Jeder Beteiligte kann zu Wort kommen.
  • Es gibt zu Beginn Gesprächsregeln, die kommuniziert werden und die für alle gelten.
  • Jeder weiß, warum das Gespräch stattfindet.
  • Es gibt ein klares Ziel für das Gespräch.
  • Jeder Beteiligte wird geachtet und geschätzt und das Gespräch findet auf Augenhöhe statt.
  • Es gibt keine Beleidigungen.
  • Am Ende des Gespräches kommt etwas Gutes heraus, sei es eine Lösung, eine Einigung, eine Idee oder auch die Lösung eines Konfliktes.

Sie und Ihr Team sind professionell ausgebildet, auch in der Gesprächsführung. Trotzdem werden oft ein paar Punkte vergessen oder übergangen, damit aus einem Elterngespräch auch ein gutes Elterngespräch wird.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht mit einigen zentralen Hinweisen, die Sie und Ihr Team für die kommenden Elterngespräche nutzen und anwenden sollten. Sie tragen damit zu einem gelingenden Gespräch bei. Verwenden Sie aus diesem Grund die Übersicht und besprechen Sie diese mit dem Team.

Übersicht: Das gehört zum Setting eines guten Elterngespräches

  • Sitzform so wählen, dass sich jeder wohlfühlen kann. Ideal ist eine Kreisform. Begründung: Ein zu nahes Beieinandersitzen erzeugt Unwohlsein. Ebenso kann das direkte Gegenübersitzen als unangenehm empfunden werden, da man gezwungen ist, seinem Gegenüber genau in die Augen zu sehen.
  • Bei der Begrüßung den Ablauf vorstellen. Begründung: Das gibt Sicherheit, entspannt alle Teilnehmer und nimmt die Angst vor möglichen unbekannten Inhalten.
  • Den Eltern wird kein Verhalten vorgegeben. Begründung: Eltern haben die elterliche Sorge und sind per se immer die ersten Verantwortlichen.
  • Achten Sie auf eine gleiche Anzahl Personen am Tisch. Begründung: 2 Erzieher und 1 Elternteil bilden ein Übergewicht. Das macht Angst und übt Druck aus. Führen Sie das Gespräch immer nur mit gleich vielen Personen auf beiden Seiten.
  • Bleiben Sie immer wertfrei. Begründung: Bewerten Sie das Verhalten der Eltern nicht und lassen Sie sich umgekehrt auch nicht bewerten. Ein neutrales Hinsehen und Schildern ist wichtig, damit sich alle Beteiligten offen äußern.
  • Spielen Sie nichts vor. Begründung: Achten Sie darauf, wirklich offen in das Gespräch zu gehen. Ein Gespräch darf nie abgekartet oder vorgegeben verlaufen. Sie müssen bis zum Schluss offen sein für die Eltern und deren Anliegen, ein vorgefertigtes Schriftstück, das den Eltern am Ende des Gespräches zur Unterschrift vorgelegt wird, macht das Vertrauensverhältnis zunichte.
  • Sitzen Sie nicht zu weit auseinander oder am Kopfende eines Tisches. Begründung: Je weiter der Abstand zwischen Ihnen und den Eltern ist, desto weniger Beziehung kann stattfinden. Zudem demonstrieren Sie mit dem Sitzen am Kopfende Macht und Hierarchie, die nie gut ist.
  • Nutzen Sie Türöffner im Gespräch. Das bedeutet, Sie aktivieren die Eltern, z. B.: „Ihre Erfahrungen sind sehr wertvoll für uns.“ Begründung: Sie zeigen dadurch eine positive und wertschätzende Haltung. Sie machen dadurch außerdem deutlich, dass Sie die Eltern in ihrer Funktion achten und sie als Experte für das eigene Kind annehmen.

Fazit

Neben einem Raum mit einer Sitzgelegenheit und den persönlichen Gesprächsunterlagen gehört viel mehr dazu, wenn ein Elterngespräch professionell gelingen soll.

Die Übersicht unterstützt Sie und Ihr Team dabei, in einem vollen Kita-Tag den Blick für die Dinge nicht zu verlieren, die über das Gelingen eines Elterngespräches entscheiden können.


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