Tipps für eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier


17.11.2017
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Um eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier vorzubereiten, sollten Sie ein Konzept oder einen Zeitplan erarbeiten. Schreiben Sie auf, wo, wann und mit wem die Weihnachtsfeier gestaltet werden soll. Ich habe Ihnen einige Tips sowohl für kirchliche als auch für städtische und private Kindergärten zusammengestellt.

Konventionelle katholische Weihnachtsfeier

Ort: Kirche
Zeit: ca. 09:00 Uhr mit allen Kindern
Programm:

  1. Lied: Lasset uns gemeinsam singen.
  2. Weihnachtsspiel mit Kerzen, Rhythmische Litanei. Alle: Komm, Jesus, komm Vorbeter: Jesus, du unser Vater im Himmel Jesus, du helles Licht Jesus, du Tür zum Himmel Jesus, du starker Held Jesus, du unser Freund Jesus, wir warten auf dich.
  3. Lied: Ich zünde eine Kerze an.
  4. Gedicht: Weihnachten (Ihre Mitarbeiterin liest vor): Ein Kind wurde geboren Im Stall in dunkler Nacht. Es hat das helle Licht uns In unsre Welt gebracht. Ein Kind wurde geboren,da strahlt ein heller Stern. Und viele Leute kamen Und suchten nach dem Herrn. Ein Kind wurde geboren, den Namen wißt Ihr schon. Das Kind heißt Jesus Christus. Das Kind ist Gottes Sohn.
  5. Dias anschauen.
  6. Lied: Der kleine Jesus (Mary’s Boy Child).
  7. Wir bringen dem Christkind Geschenke. Mitarbeiterin: Vater im Himmel, du hast den Menschen das Jesuskind als Geschenk gebracht. Wir freuen uns sehr darüber. Auch wir wollen dem Christkind eine Freude machen. (Einige zuvor ausgewählte Kinder bringen dem Christkind Spielsachen wie Teddybär, Auto, Kuscheldecke, Kuschelkissen).
  8. Flötenspiel von zwei Mitarbeiterinnen.
  9. Segen oder Kreuzzeichen.
  10. Lied: Alle Jahre wieder.

Christliches Weihnachtsspiel mit Kerzen

Mitwirkende: 5 Kinder, 1 Erwachsener, 2 Verkäufer, Junge und Mädchen.
Szene: Abgedunkelte Bühne. in die Dunkelheit hinein spricht das erste Kind: „Wir wollen ein Licht anzünden.“

Erwachsener: „Ich zünde dir deine Kerze an!“ (Er zündet die erste Kerze an.)
Alle: „Wir zünden eine Kerze an, damit es jeder sehen kann: In unserem Dunkeln scheint das Licht. Wir wissen: Gott vergisst uns nicht. Oh, leuchte, kleines Licht. Leuchte, doch verlösche nicht!“
1. Kind: „Sehr ihr mein Licht? Es leuchtet hell. Es ist nicht mehr dunkel. Ich freue mich, dass bald Weihnachten ist.“
2. Kind: „Wir wollen noch ein Licht anzünden.“
Erwachsener: „Ich zünde dir deine Kerze an.“ (Er zündet die zweite Kerze an.)
Alle: „Wir zünden eine Kerze an. (wie oben).“
2. Kind: „Seht ihr das Licht! Es leuchtet hell. Es ist nicht mehr dunkel. Ich freue mich, dass bald Weihnachten ist.“
3. Kind: „Wir wollen noch ein Licht anzünden.“
Erwachsener: „Ich zünde dir eine Kerze an.“
Alle: „Wir zünden eine Kerze an. (wie oben).“
4. Kind: „In den Geschäften werden die Schaufenster hell. Überall liegen Geschenke für Weihnachten.“
Junge kommt mit einer Eisenbahn: „Ich wünsche mir eine Eisenbahn, damit ich damit fahren kann.“
Mädchen kommt mit einer Puppe: „Diese Puppe, schaut doch, hier! Diese Puppe wünsch‘ ich mir!“
3. Kind: „Seht ihr das Licht, es leuchtet hell. Es ist nicht mehr Es ist nicht mehr dunkel. Ich freue mich, dass  bald Weihnachten ist.“
4. Kind: „Wir wollen noch ein Licht anzünden.“
Erwachsener: „Ich zünde dir deine Kerze an.“ (Er zündet die vierte Kerze an.)
Alle: „Wir zünden eine Kerze an. (wie oben).“
4. Kind: „Auf den Straßen wird es hell. Überall leuchten bunte Lichter. Laßt uns durch die
Straßen gehen! Laßt uns all das Schöne sehn!“
1. Verkäufer: „Kauft, ihr Leute, kauft! Hier gibt es alles, was ihr braucht. Weihnachten ist nur einmal im Jahr! Alles ist so billig. Kauft, ihr Leute, kauft!“
2. Verkäufer: „Kommt zu mir, ihr Leute, kauft! Hier gibt es alles, was ihr euch wünscht. Weihnachten ist nur einmal im Jahr. Alles ist so billig! Kauft, ihr Leute, kauft.“
5. Kind: „Es ist so laut. Überall ist Licht. Überall sind Leute. Unsere Kerzen sieht man fast nicht mehr. Wollen wir noch eine Kerze anzünden?“
Erwachsener: „Nein, wir blasen alle Kerzen aus.“ (Alle Kerzen werden ausgeblasen.)
1. Kind: „Es war so schön, als meine Kerze brannte.“
2. Kind: „Es war so schön, als zwei Kerzen brannten.“
3. Kind: „Es wurde so hell!“
4. Kind: „Es ist doch bald Weihnachten!“
5. Kind: „Meine Kerze durfte nicht brennen.“
Erwachsener: „Es war dunkel, als Jesus geboren wurde. Er wurde im Stall geboren. Wir wollen seinen Geburtstag feiern. Er hat das Licht in unsere Welt gebracht. Wir wollen dein Licht anzünden.“ (Der Erwachsene zündet das Licht des 5. Kindes an und geht mit ihm in die Mitte des Halbkreises.)
Alle: „Wir zünden eine Kerze an. (wie oben).“
5.Kind: „Seht ihr mein Licht, es leuchtet hell. Es ist nicht mehr dunkel. Alles ist still.“
Erwachsener: „Nehmt Eure Kerzen. Wir zünden sie an. Wir gehen durch die Stadt. Wir tragen das Licht nach Hause.“ (Er zündet alle Kerzen an. Wenn alle brennen, verlassen alle Mitspieler bis auf den Erwachsenen hintereinander langsam die Bühne.)
Erwachsener: „Die Kerze leuchtet in der Dunkelheit. Sie gibt uns die Hoffnung: Jesus wurde für uns geboren.“
Alle: „Wir zünden eine Kerze an. (wie oben.)“

Das Spiel bedeutet Kritik. Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern, welches Ziel die Geschichte hat.

Gedichte zur Weihnachtszeit

Ein Gedicht zu lernen trainiert das Merkvermögen, macht Eltern stolz und Kindern Spaß, wenn sie es vortragen dürfen. Damit Kindergartenkinder keine Schwierigkeiten mit dem Auswendiglernen haben, sollte es sich reimen, eine leichte Versform besitzen und auch inhaltlich nachvollziehbar sein. Ich habe Ihnen einige Gedichte herausgesucht, die geeignet sind, bei Advents- oder Weihnachtsfeiern von Kindern vorgetragen zu werden. Bauen Sie das Gedicht in ein kleines Theaterstück ein, bei dem gesungen wird und der Nikolaus die Bühne betreten kann.

Gedicht: Ach du lieber Nikolaus, komm doch einmal in mein Haus. Hab‘ so lang an dich gedacht, hast mir auch was mitgebracht?

Nikolaus: Sicher hab‘ ich etwas mitgebracht. Doch jetzt gebt noch einmal acht. Ein Lied zu singen, fällt euch sicher nicht schwer.

Lied: Alle Jahre wieder.

Nikolaus: „Ein schönes Lied, das muß ich sagen. Es paßt gut zu diesen Tagen. Du (Nicole) scheinst sehr gescheit. Auf viele Fragen hast du eine Antwort bereit. Mach weiter so, denn sicherlich wird vieles leichter so für dich. (Simone) und (Anja), mir wurde gesagt, mit Freude in der Puppenecke seid ihr ohne Ärger und ohne Streit. Doch das Aufräumen klappt nicht immer. Man sieht oft Unordnung im Zimmer, Ihr müßt sehr vieles tun. Erst aufräumen, dann ausruh’n! (Thorsten, Roman, Mark und Franz) kennen ein Gedicht vom Wald. Dort kommt ja der Winter bald.”

Das Gedicht wird von den vier Kindern abwechselnd vorgetragen:

1. Kind: Wenn die ersten Fröste knistern in dem Wald bei Bayrisch Moos, geht ein Wispern und ein Flüstern in den Tannenbäumen los. Ein Gekicher und Gesumm ringsherum.
2. Kind: Eine Tanne lernt Gedichte, eine Lärche hört ihr zu. Eine dicke, alte Fichte sagt verdrießlich, gebt doch Ruh! Kerzenlicht und Weihnachtszeit sind noch weit!
3. Kind: Vierundzwanzig lange Tage wird gekräuselt und gestutzt. Und das Wäldchen ohne Frage wunderhübsch herausgeputzt. Wer noch fragt: Wieso, warum? Der ist dumm.
4. Kind: Was das Flüstern hier bedeutet, weiß man selbst im Spatzennest. Jeder Tannenbaum bereitet sich nun vor auf’s Weihnachtsfest. Denn ein Weihnachtsbaum zu sein, das ist fein!

Nikolaus: Ja, ein Weihnachtsbaum hat’s gut. Ein jeder ihn bewundern tut. In meinem Buch steht von euch vieren, daß ihr viel zusammen seid. Jetzt sind (Tanja) und (Maria) dran. Nun fangt mit eurem Verschen an.

Gedicht: Bimmelt was die Straß‘ entlang, kling und klang und kling und klang. Hält ein Schlitten vor dem Tor und ein Schimmel schnauft davor. Aus dem Schlitten vor dem Haus steigt der Nikolaus heraus. Durch den Schnee stapft er daher und trägt einen Sack gar schwer.

Nikolaus: Auch (Maria) ist schon tüchtig. Sie gibt sich Müh‘ und das ist richtig. Sie schaut sich oftmals Bücher an, weil man sehr viel lernen kann.

Zum Schluss kommen drei Kinder und sagen gemeinsam ein Gedicht auf: Alle Kinder warten in der Weihnachtszeit, Nikolaus ist da, Christkind nicht mehr weit. Alle Kinder warten im Advent, Bis die vierte Kerze brennt. Gott selber wird kommen,er zögert nicht. Er öffnet die Herzen. Es werde Licht!

Tannenzweig und grüne Tücher

Bereiten Sie große grüne Tücher (entsprechend der Kinderzahl), Tannenzweige, Naturmaterialien vor. Lassen Sie eine Kassette mit meditativer Musik im Hintergrund laufen. Die Kinder sollen einen Stuhlkreis bilden. Fordern Sie sie dann auf, ein grünes Tuch zu nehmen und damit im Kreis herumzugehen. Die Kinder können es tragen, über den Kopf legen, es fliegen lassen usw. Es sollte dabei nicht geredet werden. Nachdem die Kinder ihr Tuch „kennengelernt“ haben, laden Sie sie dazu ein, die Innenfläche des Stuhlkreises mit den Tüchern in aller Ruhe auszulegen.

Fragen Sie jetzt: „Was denkt ihr, wenn ihr die vielen grünen Tücher seht?“ Die Kinder werden spontan ihre Erfahrungen und Erlebnisse erzählen. Bitten Sie dann die Kinder, ihre Augen zu schließen, bis ein Glöckchen ertönt. Legen Sie einen großen Tannenzweig in die Mitte. Wenn die Kinder das Glöckchen hören, können sie die Augen wieder öffnen. Während die Kinder erzählen, was sie sehen, streicheln Sie oder eine Mitarbeiterin den Zweig und ermuntern die Kinder (mit Handzeichen), dies ebenfalls zu tun.

Brechen Sie von dem großen Zweig einen kleinen Zweig ab, und reichen Sie ihn einem Kind, das den Zweig riechen, befühlen und dann an das nächste Kind weitergeben kann. Lassen Sie jetzt die Kinder zu dem Tannenzweig sprechen. Beispiel: „Tannenzweig, du kommst aus dem Wald …“

Aber auch der Tannenzweig soll zu Wort kommen. Antworten Sie als Tannenzweig. Beispiel: „Ich werde bald geschmückt …“ Im Anschluss daran spielen die Kinder mit Ihren Mitarbeiterinnen Tannenzweig. Sie verzweigen ihre Hände oder Arme miteinander. Zum Abschluss binden die Kinder ihre Tücher zu einem Kranz zusammen und legen ihn auf eine tragbare Unterlage.

Mit Tannenzweigen und Naturmaterialien kann der Kranz geschmückt werden. Die Naturmaterialien können Sie vor Beginn der Adventstage mit den Kindern gemeinsam sammeln. Schmücken Sie das Foyer der Kirche oder einen Kindergartenraum mit dem Kranz, und erzählen Sie der Gemeinde und den Eltern, wie er entstanden ist.

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