So bekommen Sie Ihr Personal in den Griff


14.01.2015
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Schwierige Mitarbeiterinnen auch in Ihrer Einrichtung? Verändern Sie Ihren Blickwinkel und bekommen Sie Ihr Personal in den Griff

 

Sicher stimmen Sie mir zu: Es sind nicht immer die „schlechten“ oder „negativ auffallenden“ Mitarbeiterinnen, die wir als „schwierig“ bezeichnen. Meist vereint eine schwierige Mitarbeiterin sowohl positive als auch negative Eigenschaften in sich. Vielleicht ist auch in Ihrem Team eine sehr kreative Kollegin, die nur so vor Ideen sprüht, die aber gleichzeitig große Probleme hat, Terminarbeiten einzuhalten und strukturiert zu arbeiten.

Durch eine konsequente Führung, die Sie als Leiterin individuell auf die schwierige Mitarbeiterin abstimmen, bekommen Sie Ihr gesamtes Personal ganz sicher und routiniert in den Griff. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Ihnen genau, wie dies geht. Die Checkliste auf dieser Seite unterstützt Sie im Umgang mit schwierigen Mitarbeiterinnen.

1. Schritt: Ändern Sie Ihre Einstellung

Suchen Sie die guten Seiten der schwierigen Mitarbeiterin. Ihre Aufgabe als Leiterin und Führungskraft ist es, die Stärken und die Schwächen Ihres Personals zu kennen und damit umgehen zu lernen. Auch schwierige Mitarbeiterinnen haben vielfach gute Seiten, die richtig eingesetzt wertvoll für Ihr Team und für Ihre Einrichtung sein können, z. B. fallen Mitarbeiterinnen mit chaotischem Arbeitsstil häufig durch ein enormes kreatives Potenzial auf.

Tipp für Ihre Praxis

Schreiben Sie auf ein weißes Blatt Papier möglichst viele positive Eigenschaften, die zu einer bestimmten Mitarbeiterin gehören. Fragen Sie sich dann, wie diese Fähigkeit dem ganzen Team zugutekommen könnte. So könnte eine kreative Mitarbeiterin mit Talenten im Bereich der EDV die Homepage Ihrer Einrichtung pflegen und immer wieder aktualisieren.

2. Schritt: Räumen Sie Chancen ein

Mitarbeiterinnen erscheinen häufig deshalb als schwierig, weil sie anders „funktionieren“, als Sie es erwarten. Manche Mitarbeiterinnen rebellieren gegen bestehende Regeln, andere wollen durch ihr Verhalten auf Probleme hinweisen, die vielleicht in einem ganz anderen Bereich liegen. Bleiben Sie wachsam für solche Hilferufe, und verurteilen Sie eine Mitarbeiterin nicht allein deshalb, weil sie sich anders verhält als die Kolleginnen.

Nutzen Sie das Verhalten der schwierigen Mitarbeiterin, um Ihre Fähigkeiten als Leiterin zu trainieren. Gehen Sie auf die Mitarbeiterin zu, und räumen Sie ihr eine Chance ein, indem Sie ihr z. B. sagen, dass Sie die Festvorbereitungen, die ihr offensichtlich nicht leichtfallen, das nächste Mal gemeinsam angehen werden. Sicher tut es der Kollegin gut, wenn sie merkt, dass Sie sich dafür interessieren, warum sie so handelt.

 

 

3. Schritt: Geben Sie Orientierung

Für Sie als Leiterin ist es wichtig, schwierigen Mitarbeiterinnen Halt und Orientierung zu geben. Nur wenn Ihrem Personal die Regeln bekannt sind, können sich Ihre Mitarbeiterinnen auch daran halten. Schaffen Sie klare Regeln und Maßstäbe, denn so können Sie auch auf die Einhaltung der Regeln pochen und eventuelle Sanktionen eintreten lassen.

Auf Verstöße gegen bestehende Regeln sollten Sie allerdings sofort reagieren: Ihre Rückmeldung sollte direkt und unmissverständlich erfolgen. Fragen Sie die schwierige Mitarbeiterin nach dem Grund ihres Verhaltens, und erklären Sie ihr, warum eine Verhaltensänderung von ihrer Seite ganz wichtig ist. Überlegen Sie gemeinsam, wie sie solche Situationen in Zukunft vermeiden kann und wie Sie ihr eventuell helfen können.

Tipp für Ihre Praxis

Mit Mitarbeiterinnen, denen es schwer fällt, zugesagte Vorbereitungen termingerecht zu erledigen, könnten Sie eine Art „Zwischenprüfung“ vereinbaren. In dieser legt sie Ihnen die bisherigen Vorbereitungen vor. Außerdem machen Sie den Mitarbeiterinnen unmissverständlich klar, dass Sie eine Verhaltensänderung von ihr erwarten und ein Verhalten, das sich gegen die Ziele der Einrichtung wendet, zukünftig nicht tolerieren werden.

Schwierige Mitarbeiterinnen müssen nicht sein – vielleicht gelingt es Ihnen in Zukunft besser, diese „besonderen“ Kolleginnen aus einem veränderten Blickwinkel zu betrachten.

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