Mathe im Kindergarten: Mit Kindern die Zahlen erforschen


06.07.2016
Wenn Sie Kindern einen Stapel mit 10 einzelnen Cent-Münzen und eine 10-Cent-Münze anbieten, ist klar, wofür sie sich entscheiden: Sie werden den Stapel einzelner Münzen nehmen. Die Menge erscheint ihnen mehr als der Geldwert. Und Geld übt generell eine große Anziehungskraft auf Kinder aus. Stolz tragen sie ihren ersten Geldbeutel mit einigen Cent-Münzen „echtes Geld“ mit sich herum.
Mit den folgenden selbst gestalteten Mathe-Spielen üben die Kinder
  • das Zählen bis 10,
  • erste Additionen und
  • die Zahlbilder als Würfelbilder zu erkennen.
Indem die Cent-Münzen unterschiedlich auf Karten geklebt werden, erkennen die Kinder zudem, dass es für die Anzahlbestimmung egal ist, wie die Münzen angeordnet sind.

Mathe im Kindergarten: Mit Zahlen und Münzen experimentieren

ab 4 Jahren

Vor Beginn des Mathe-Spiels erforschen die Kinder selbstständig die Münzen und Zahlen. Dazu richten Sie eine Forscherecke mit verschiedenen Utensilien ein – Ihre Kita-Bank!

Das wird gebraucht:

  • 30 1-Cent-Münzen
  • 20 2-Cent-Münzen
  • 10 5-Cent-Münzen
  • 10 10-Cent-Münzen
  • verschiedene leere Geldbeutel
  • mehrere Boxen, Schalen oder Dosen
  • Stifte
  • Malpapier
  • einige Lupen
So wird’s gemacht:
Bieten Sie den Kindern in einer ruhigen Ecke die Materialien an. Schnell werden sie beginnen, das Material genauer zu betrachten und damit zu experimentieren: Die Kinder sortieren, vergleichen die Zahlen, betrachten mit den Lupen die Münzen genau oder malen die Zahlen oder Münzen nach. Beobachten Sie die Kinder beim Experimentieren, so werden Sie schnell feststellen, welche mathemaischen Erfahrungen die einzelnen Kinder bereits besitzen.

 

 

Wir stellen ein Mathe-Memory im Kindergarten her

ab 4 Jahren

 

Nachdem die Kinder sich mit den Münzen vertraut gemacht haben, stellen Sie gemeinsam ein eigenes Spiel her.
Das wird gebraucht:
  • 12 leere Memorykarten, ca. 10 x 10 cm, aus Pappkarton oder Sperrholz
  • Bastelkleber
  • 42 1-Cent-Münzen
  • Würfel
So wird’s gemacht:
Die Kinder betrachten die Würfelaugen und kleben auf 6 Kärtchen die Cent- Münzen in der gleichen Anordnung auf. Die anderen 6 Karten werden in beliebiger Anordnung aufgeklebt. Jetzt hat jede Anzahl an Cent-Münzen eine passende Karte – allerdings in unterschiedlicher Anordnung.

Alle Karten werden umgedreht, gemischt und auf dem Tisch ausgelegt. Das Spiel wird wie das bekannte Memoryspiel gespielt. Die Kartenpaare werden in der Mitte gesammelt. So entsteht weniger Wettkampf und die Kinder kommen untereinander über die Karten ins Gespräch, vergleichen und helfen einander.

Geldmemory für fortgeschrittene Kita-Kinder

ab 5 Jahren

 

Nun wird das Memoryspiel erweitert und die Geldfüchse probieren sich in kleinen Additionen.

 

Das wird gebraucht:

  • 12 leere Memorykarten, ca. 10 x 10 cm, aus farbigem Pappkarton oder Sperrholz mit einer Markierung auf der Rückseite
  • Bastelkleber
  • 12 1-Cent-Münzen
  • 10 2-Cent-Münzen
  • 2 5-Cent-Münzen

 

So wird’s gemacht:

Die Erweiterung des vorherigen Spiels sollte für die Kinder von den anderen Karten zu unterscheiden sein. Verwenden Sie deshalb entweder Karton in einer anderen Farbe oder markieren Sie die Karten auf der Rückseite. Auf die neuen Karten werden die Werte gebündelt angeordnet, also

1. 1-Cent-Münze und 1-Cent-Münze
2. 2 1-Cent-Münzen und 2-Cent-Münze
3. 1-Cent-Münze, 2-Cent-Münze und 3 1-Cent-Münzen
4. 2 2-Cent-Münzen und 2-Cent-Münze, 2 1-Cent-Münzen
5. 2 2-Cent-Münzen, 1-Cent-Münze und 5-Cent-Münze
6. 3 2-Cent-Münzen und 5-Cent-Münze, 1-Cent-Münze

Jetzt sind 12 Karten in unterschiedlicher Anordnung mit dem Wert von 1 bis 6 Cent beklebt. Nun werden alle 24 Karten gemischt und umgedreht. Von hinten ist ersichtlich, welche Karte einzelne Cent-Münzen und welche die gebündelten Werte enthalten. Nun decken die Kinder jeweils eine gekennzeichnete und eine nicht gekennzeichnete Karte auf: Stimmt der Wert überein? Dann wird das Kartenpaar in die Mitte gelegt. Stimmen die Karten nicht überein, werden sie wieder umgedreht. Hier werden sicher alle mitspielenden Kinder zusammen helfen, um die kleinen Additionsaufgaben zu lösen.

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Die knappe Personalsituation ist schon erdrückend. Dazu kommt auch noch, dass die Ausbildung heutzutage viel zu lange dauert. Und genormt ist sie auch nicht. Jedes Bundesland macht das doch für sich. Da weiß keiner genau Bescheid was läuft. „Kita-Leitung in der Praxis“ hilft uns da schon in vielen Situationen weiter. Gerne nutze ich die pädagogischen Tipps. Auch meine Kolleginnen freuen sich immer über die Ratschläge von Frau Lachnit.

Anja Schmidt, Hennef


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