So gewinnen Sie Stärke im Umgang mit ADS-Kindern


26.10.2016
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Kinder mit ADS fordern Sie täglich aufs Neue heraus. Damit diese Herausforderung Sie nicht schon in den ersten Monaten des neuen Kita-Jahres an Ihre Grenzen bringt, sollten Sie im Umgang mit ADS-Kindern Stärke gewinnen und sich über Besonderheiten des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms informieren. Lesen Sie hier, wie Sie Sicherheit im Umgang mit den betroffenen Kindern gewinnen. Dies hilft auch den ADS-Kindern selbst.

 

Praxisbeispiel: Alle pädagogischen Mitarbeiter der Kita „Pusteblume“ überlegen in einer Teambesprechung gemeinsam, welche Situationen im Umgang mit ADS-Kindern in ihrem Kita-Alltag besonders schwer zu handhaben sind. In Kleingruppen erarbeiten die Erzieher Möglichkeiten, wie diese Situationen in der Kita besser zu meistern sind. Diese Situationen werden protokolliert und später als Handout an alle Erzieher verteilt.

 

 

Regeln für den Umgang mit ADS-Kindern

Besprechen Sie gemeinsam die Fallbeispiele. Stellen Sie anschließend gemeinsam mit Ihren Kollegen Regeln auf, die den Umgang mit den ADS-Kindern in Ihrer Kita erleichtern. So gewinnen Sie und alle Kollegen Sicherheit und Souveränität im Umgang mit betroffenen Kindern. Die folgenden Regeln unterstützen Sie als Erzieher ganz persönlich.

 

1. Regel: Positiv an das Kind herangehen

Über Kinder mit ADS wird von Erzieherseite viel geklagt. Die betroffenen Kinder werden als sehr anstrengend erlebt und damit beginnt ein Teufelskreis: Die Kinder brauchen deutlich mehr Aufmerksamkeit und auch Lob als andere Kinder. Auch eine wertschätzende Betrachtung kleinster Erfolge hilft den Kindern. Unterbleibt dies, so werden sie immer frustrierter. Sie zeigen ein Verhalten, das die Erzieher als immer anstrengend erleben, und schließlich fallen nur noch die negativen Verhaltensweisen auf. Um diese Sichtweise zu durchbrechen, sollten Sie versuchen, jedes ADS-Kind positiv zu betrachten.

 

Tipp für Ihre Praxis: Fällt es Ihnen schwer, die positiven Seiten des Kindes zu sehen, so sollten Sie damit beginnen, die guten Seiten des Kindes zu notieren. Das Muster zeigt Ihnen, wie Sie mit einer Positivliste die guten Seiten jedes Kindes wieder aufdecken können. In die letzten Spalten können Sie Ihre eigenen Beispiele eintragen und die Positivbetrachtung einüben. Auch mit Ihrer Kollegin in der Gruppe ist es bereichernd, gemeinsam diese Positivliste auszufüllen.

 

Muster: Einüben einer positiven Sichtweise auf das ADS-Kind

Richtiger Umgang mit ADS-Kindern in Kita und Kindergarten

 

2. Regel: Beschreibend mit dem Kind sprechen

ADS-Kinder brauchen Erklärungen, die ihnen genau beschreiben, was Sie als Erzieher von ihnen konkret erwarten. Sie können weniger aus Zusammenhängen schließen als andere Kinder. Deshalb ist es für Sie als Erzieher wichtig, die richtige Kommunikation mit ADS-Kindern zu üben.
Kommunizieren Sie mit dem ADS-Kind in einem Dreierschritt:

1. Formulieren Sie kurz und knapp, was Sie vom Kind erwarten.
2. Beschreiben Sie dem Kind danach, was es genau tun soll.
3. Bitten Sie das Kind, noch einmal mit eigenen Worten zu wiederholen, was es tun soll.

 

Fazit: ADS-Kinder profitieren von Ihnen als Erzieher, wenn Sie ihre Verhaltensweisen und ihre Probleme verstehen. Wenden Sie deshalb die 2 Regeln an und üben Sie eine positive Sichtweise zu jedem ADS-Kind ein. So gewinnen Sie ganz persönlich Sicherheit im Umgang mit den betroffenen Kindern.

 

Weiteres zu diesem Thema: Wie Sie Kinder mit ADS in Ihrer Kita integrieren

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