Kinder aus armen Familien – so fördern Sie ihre Gesundheit


14.11.2016
Laut dem Robert-Koch-Institut sind rund 11 % der Kinder mit niedrigem Sozialstatus in einem insgesamt schlechten Gesundheitszustand. Die Kinder sind finanziell benachteiligt. Dies wirkt sich häufig negativ auf deren Ernährung und somit auf die Gesundheit aus. Viele Kinder sind schon in frühen Jahren übergewichtig und haben Zahnprobleme. Hinzu kommt, dass sie oftmals nicht über wettergerechte Kleidung verfügen. Erfahren Sie nachfolgend, was Sie in Ihrer Kita ohne großen Aufwand tun können, um die Gesundheit benachteiligter Kinder und auch die Elternkompetenz zu stärken.
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Fördern Sie die Gesundheit der Kinder mit einem gesunden Speiseplan

  • Bieten Sie jeden Tag ein „gesundes Frühstück/gesundes Mittagessen“ für die Kinder an.
  • Stellen Sie immer eine Schale mit frischem Obst im Gruppenraum bereit.
  • Bitten Sie die Eltern darum, im Wechsel mit Ihnen und den Kindern gemeinsam Lebensmittel für die Kita einkaufen zu gehen, um gesunde und günstige Lebensmittel kennenzulernen.
  • Bitten Sie die Eltern, bei der Zubereitung der Speisen zu helfen. So sammeln die Eltern Rezepte für gesunde Gerichte.
  • Gestalten Sie verschiedene Feste, und beziehen Sie die Eltern bei der Zubereitung der „gesunden“ Speisen mit ein.
  • Erstellen Sie einen Aushang , der gesunde Lebensmittel zu günstigen Preisen enthält.
  • Gestalten Sie kleine Projekte, bei spielsweise „Gesundheitstage“ oder „Gesundheitswochen“, in die Sie die Eltern miteinbeziehen. Schreiben Sie einen wöchentlichen Aushang, indem Sie über die Zubereitung und notwendigen Lebensmittel für „das Rezept der Woche“ informieren. So setzen Sie einen Impuls und die Eltern können etwas gesundes zu Hause nach kochen.

 

Nach dem Essen – das Zähneputzen nicht vergessen!

  • Gehen Sie regelmäßig mit den Kindern Zähne putzen.
  • Laden Sie den Zahnarzt zur Prophylaxe-Untersuchung in die Kita ein.
  • Gestalten Sie einen Elternabend zum Thema „Richtig Zähne putzen mit den Jüngsten“. Fragen Sie bei Zahnbürstenherstellern und Zahnärzten nach kostenlosen Produktspenden für Ihre Kita. So können Sie kostenlos und regelmäßig die zerkauten Zahnbürsten der Jüngsten austauschen.

„Meins gegen Deins“ – Kleiderbasar in Ihrer Kita

Bieten Sie ¼-jährlich einen Kleider basar in Ihrer Einrichtung an. Dort können die Eltern für alle 4 Jahreszeiten die Kleider ihrer Kinder untereinander austauschen oder zu Schnäppchenpreisen verkaufen.
 
Tipp für Ihre Praxis: Damit ausreichend Kleidung zur Verfügung steht, laden Sie die benachbarte Kita dazu ein, und machen Sie Werbung im Stadtteil. Fragen Sie auch beim „Roten Kreuz“ oder ähnlichen Einrichtungen nach Kleiderspenden.

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Achten Sie auf Bewegungs­möglichkeiten für die Kita-Kinder

  • Gehen Sie regelmäßig mit den Kindern nach draußen.
  • Bieten Sie regelmäßig Bewegungsangebote im Bewegungsraum an, die die Kinder herausfordern.
Achten Sie darauf, dass in Ihrem Gruppenraum ausreichend Bewegungsfreiheit in den unterschiedlichen Spielbereichen vorhanden ist.
  • Bauen Sie auch in Ihre Sitzkreise Bewegungseinheiten ein.
  • Machen Sie kleine Erkundungsausflüge in die nähere Umgebung.
  • Bieten Sie regelmäßig kostengünstige Eltern-Kind-Ausflüge an, z. B. in den Wald oder zu einer Sehenswürdigkeit in der Umgebung.
  • Erstellen Sie ein Info- Plakat für die Eltern, auf dem Sie Spielplätze und Parks (kostenlos) in der näheren Um gebung auflisten.
Tipp für Ihre Praxis: Achten Sie jedoch immer darauf, dass sich Eltern, die sich viel einbringen und mitmachen, nicht ausgenutzt fühlen. Trotz aller Hilfsmaßnahmen darf bei den Eltern nicht das Gefühl entstehen, dass sie keine Verantwortung mehr tragen.
In Ihrer Arbeit mit den jungen Kindern ist Ihre Chance, Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zu nehmen, besonders groß. Dreh- und Angelpunkt ist dafür ein positives und konstruktives Verhältnis mit den Eltern der Kinder. Je wohler die Eltern sich in Ihrer Einrichtung fühlen, desto leichter werden Sie Ihre Hilfe und Unterstützung annehmen. Im besten Fall sind Eltern und auch Kinder dankbar für Ihre Angebote. So tragen Sie einen wichtigen Teil zu einer gesunden Entwicklung der Kinder vor allem aus benachteiligten Familien bei.

Das sagen unsere Leser

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