Elternabend: Montessori macht‘s – praktische Ansätze für zu Hause


27.12.2017

Die Montessori-Pädagogik bietet auch für Krippenkinder interessante Ansätze. Ein Grundpfeiler dieser Pädagogik sind z. B. die sogenannten „Übungen des täglichen Lebens“. Dieser Ansatz ist für die Eltern auch in Bezug auf das Leben in der Familie interessant. Mit diesem Elternabend geben Sie den Eltern neue Impulse mit nach Hause und zeigen auf, welche Bedeutungen alltägliche Handlungen für die Entwicklung der Kleinkinder haben.

Auf dieser Seite erläutern wir Ihnen, wie Sie die „Übungen des täglichen Lebens“ aus der Montessori-Pädagogik auf einem Elternabend praxisnah vorstellen.

 

Schritt 1: Erstellen Sie eine Präsentation am Laptop

Bereiten Sie zunächst eine PowerPoint-Präsentation auf Ihrem Laptop vor. Tippen Sie auf die erste Folie den folgenden Text: „Herzlich willkommen zu unserem Elternabend – Übungen des täglichen Lebens nach Maria Montessori“. Im nächsten Schritt kopieren Sie die Übersicht in Ihre Präsentation.

5 Lernziele und Praxisbeispiele für die „Übungen des täglichen Lebens“ nach Montessori

  • Die Übungen zur Pflege der eigenen Person

Die Kinder lernen, ihren Körper zu pflegen und gesund zu essen, und sammeln dadurch wichtige Erkenntnisse über ihre Gesundheit.

Praxisbeispiel: Wir geben den Kindern angepasst an ihre Entwicklung ausreichend Zeit, sich möglichst selbstständig anzuziehen. Wir zeigen ihnen, wie sie richtig ihre Zähne putzen und ihre Hände gründlich waschen.

Beispielfoto: Das Foto zeigt Kinder, die gerade dabei sind, in ihre Gummistiefel zu steigen und ihre Mützen aufzusetzen. Sie oder Ihre Kollegin sind auch zu sehen, wie Sie die Kinder dabei beobachten, um ggf. zu helfen.

  • Die Übungen zur Pflege der Umgebung

Die Kinder erfahren, wie wichtig es ist, ihre Umgebung zu pflegen, um sie zu erhalten.

Praxisbeispiel: Die Kinder haben die Möglichkeit, mit einem Staubtuch Staub zu wischen. Mithilfe einer Erzieherin gießen sie die Blumen und helfen beim Abwasch. Auf dem Außengelände fegen die Kleinkinder das Laub auf.

Beispielfoto: Das Foto zeigt eine Kindergruppe, die das Laub auf der Terrasse zusammenfegt. Danach füllen die Kinder das Laub mit Schaufeln in kleine Schubkarren.

  • Die Übungen der sozialen Beziehungen

Die Kinder lernen allgemeine Umgangsformen kennen.

Praxisbeispiel: In Rollenspielen lernen die Kinder Höflichkeitsformen, wie beispielsweise „bitte“, „danke“ oder den Gruß „guten Morgen“ kennen.

Beispielfoto: Das Foto zeigt ein Kind, das vor einer Kasse steht, und ein weiteres Kind mit einem Einkaufskorb. Die beiden Kinder winken sich zu/grüßen sich.

  • Übungen zur Bewegung

Die Kinder lernen ihren Körper, seine Bewegungsmöglichkeiten und Grenzen kennen.

Praxisbeispiel: Täglich besuchen die Kleinkinder den Bewegungsraum und das Außengelände zum freien Spiel oder zu angeleiteten Angeboten.

Beispielfoto: Das Foto zeigt eine Kindergruppe, die versucht, über ein ausgebreitetes Seil im Bewegungsraum zu balancieren und dann durch einen Tunnel zu kriechen.

  • Übungen zur Stille

Die Übungen helfen den Kindern, sich selbst besser wahrzunehmen.

Praxisbeispiel: Im Morgenkreis entzünden wir eine Kerze und/oder reichen einen Stein ohne Worte von Hand zu Hand.

Beispielfoto: Sie zeigen eine Kleingruppe, die sich im Sitzkreis um eine brennende Kerze versammelt hat.

Setzen Sie dabei immer 3 nebeneinanderliegende Spalten aus der Tabelle (Lernziel, Praxisbeispiel, Beispielfoto) auf eine gemeinsame Folie. So können Sie den Eltern die 5 Lernziele nacheinander vorstellen.

Den jeweiligen Text aus der 3. Spalte (Beispielfoto) löschen Sie und setzen dort ein passendes Foto aus Ihrem Praxisalltag ein. Auf eine weitere Folie schreiben Sie: „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Abend.“ Insgesamt arbeiten Sie nun mit 7 Folien. Dann verbinden Sie Ihren Laptop mit einem Beamer und positionieren ihn vor einer freien Wand im Gruppenraum.

Schritt 2: Begrüßen Sie die Eltern persönlich

Begrüßen Sie jeden Elternteil beim Betreten des Gruppenraums persönlich. Anschließend bitten Sie die Eltern, sich auf einen Stuhl im Halbkreis zu setzen.

Schritt 3: So beginnen Sie

2 Übungen des täglichen Lebens, die auch Ihre Kinder aus unserem Krippenalltag kennen, haben Sie gerade schon erlebt. Wir haben uns entsprechend den hier üblichen Höflichkeitsformen begrüßt. Das sind die sogenannten ‚Übungen der sozialen Beziehungen’. Während Sie auf Ihren Stühlen gewartet haben, haben Sie die sogenannte ‚Übung der Stille’ kennengelernt. In der folgenden PowerPoint-Präsentation stellen wir Ihnen 5 Lernziele nach Montessori vor und zeigen Ihnen dazu Umsetzungsbeispiele aus unserem Gruppenalltag.“

Schritt 4: Schließen Sie den Abend mit einer Gesprächsrunde

Im Anschluss an Ihre Präsentation fragen Sie die Eltern, ob ihnen diese Übungen auch zu Hause gelingen. Dann haben die Eltern die Möglichkeit, Verständnisfragen zu stellen oder sich offen darüber auszutauschen, wie sie die lebenspraktischen Übungen mit den Kindern zu Hause umsetzen. Lassen Sie den Eltern abschließend noch mindestens 20 Minuten Zeit, um sich mit den anderen Eltern bei einem Glas Tee oder Wasser auszutauschen.

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