Übergänge gestalten – reduzieren Sie den Stress für die Kinder


27.09.2017

Im Leben jedes Kindes gibt es zahlreiche Übergänge, die es durchlaufen und überstehen muss. In Ihrer Kita können Sie die Kinder dabei unterstützen, indem Sie ihnen zur Seite stehen und die Bewältigung der Übergänge begleiten.

Typische Übergänge einer Kita

In jeder Kita gibt es zahlreiche Übergänge und Veränderungen, mit denen die Kinder konfrontiert werden. Jeder Übergang bedeutet für das einzelne Kind, dass es vertraute Beziehungen aufgeben
muss und von sicheren Strukturen und Abläufen getrennt wird. Neue Eindrücke strömen auf das Kind ein. Es muss mit bis dato unbekannten Kindern und Erziehern vertraut werden. Dies kann ein Kind ängstigen und enormen Stress auslösen.

Typische Übergänge in der Kita sind z. B.:

  • die Anpassungsleistung von Kindern beim Wechsel von der Familie in die Kinderkrippe
  • die Eingewöhnung in die Kinderkrippe
  • der Abschied und Übergang aus der Kinderkrippe in den Kindergarten
  • die Eingewöhnung in den Kindergarten
  • der Wechsel vom Kindergartenkind beim Übertritt in die Schule
  • die Eingewöhnung in die Schule
  • die Eingewöhnung in den Kinderhort
  • der Abschied aus dem Kinderhort und aus der Grundschule
  • der Übergang an eine weiterführende Schule

Wie Kinder auf Übergänge reagieren

Jedes Kind reagiert auf die Anforderungen ganz unterschiedlich, die solche Übergangsphasen an seine Person stellen. Manchen Kindern gelingt es, sich leicht und unproblematisch anzupassen, andere wiederum können sich nur schwer auf die neuen Situationen einlassen. Wissenschaftlich ist jedoch erforscht, dass die Bewältigung von Übergängen für zahlreiche Kinder einen Stressfaktor darstellt. Infektionen nehmen nach durchlaufenen Übergängen bei den Kindern nachweisbar deutlich zu.

Reduzieren Sie den Stress in Übergangssituationen für die Kinder

Sammeln Sie einrichtungsintern gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern alle Situationen und Gegebenheiten, bei denen die Kinder in Ihrer Kita Übergänge bewältigen müssen. Kommen Sie über jeden dieser Übergänge ins Gespräch und legen Sie fest, wie Sie den Kindern die Übergänge erleichtern und was Sie diesbezüglich in Ihrer pädagogischen Arbeit für die Kinder optimieren können.

Mein Fazit

Übergänge sind Situationen, die Kinder stark herausfordern. Lassen Sie die Kinder in solchen Situationen nicht allein. Unterstützen Sie die Kinder und versuchen Sie, ihnen
durch intensive Begleitung die Angst vor der neuen Situation zu nehmen.

Tipp für Ihre Praxis:
Sprechen Sie bei den Kindern gezielt Ängste und Unsicherheiten an, etwa so: „Bist du schon sehr aufgeregt, weil du bald in die Schule kommst?“ Kinder müssen erleben, dass solche Gefühle ganz normal sind.


Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Passen Sie Ihre Aushänge den veränderten Lesegewohnheiten der Eltern an

17. November 2017

Uninformierte Eltern sorgen oftmals für unnötige Arbeit und mehr Erklärungsbedarf. Teilweise torpedieren sie sogar unfreiwillig Ihre Bemühungen, weil wichtiges Material fehlt oder Kinder nicht rechtzeitig gebracht werden....

So reagieren Sie, wenn Aushänge erneut nicht gelesen wurden

So setzen Sie Medien sinnvoll in Ihrer Krippe ein

27. November 2017

Medien und Kleinkinder – diese Kombination ist immer noch ein pädagogisches Reizthema. Sicherlich gehen auch in Ihrem Team die Meinungen zur Mediennutzung der Kleinen weit auseinander. Fest steht: Die Kleinkinder können nicht...

So nutzen Sie die neuen Medien in der Krippe

Aufsicht bei Kita-Ausflügen – wann haften Sie bei Unfällen?

2. April 2018

Praxisbeispiel: Die Kinder der eingruppigen Kita „Frosch & Kröte“ machen einen Ausflug in den nahegelegenen Streichel- zoo. Die Kinder haben schon seit Tagen trockenes Brot für die Tiere gesammelt. Während die...

Lesen Sie hier, was Sie zur Planung für Kita-Ausflüge beachten müssen.



© 2017 PRO Verlag, Bonn