Das Portfolio für Kita-Kinder


07.02.2018

Je mehr die Eltern über den Alltag und die Entwicklung ihres Kindes in der Einrichtung wissen, desto schneller kann ihr Vertrauen in die pädagogische Arbeit wachsen. Und desto besser werden sie Ihre Abläufe und pädagogischen Schwerpunkte verstehen. Dokumentieren Sie wichtige Entwicklungsschritte in einem Portfolio für Kita-Kinder.

„Welche Abenteuer erlebt mein Kind, welche Freundschaften sind ihm wichtig, welche Lernschritte prägen seine Entwicklung, was sind seine Interessen?“ Diese Fragen brennen den Eltern auf den Nägeln, wenn sie ihr Kind in Ihre Einrichtung geben und können mit Hilfe eines Portfolios beantwortet werden.

Ein Portfolio gibt Einblicke in die Welt des Kindes

Mit kaum einer anderen Methode können Sie die Entwicklung des Kindes so lebendig nachzeichnen wie mit einem Portfolio. Ihre Einrichtung zeigt damit nicht nur Transparenz, ein Portfolio birgt auch eine ganze Reihe von Chancen. Im Folgenden sehen Sie, welche Chancen solch ein Portfolio den Kindern, den Eltern und Ihnen als pädagogisches Personal bietet.

Die Portfolio-Methode: Die Vorteile für Kinder, Eltern und Erzieher

Das Kind

  • Das Kind kann seine eigenen Lernschritte nachvollziehen.
  • Es lernt sich mit seinen Fragen und Bedürfnissen immer besser kennen und nimmt seine Fähigkeiten und Talente wahr.

Das pädagogische Personal

  • Sie selbst stärken Ihre Beziehung zum Kind, indem Sie es genau und ressourcenorientiert beobachten.
  • Sie dokumentieren die Entwicklung der Kinder und kommen Ihrer Dokumentationspflicht nach.
  • Sie reflektieren Ihre Arbeit anhand Ihrer Aufzeichnungen.

Die Eltern

  • Die Eltern lernen ihr Kind in einem Umfeld außerhalb der Familie kennen.
  • Sie erfahren, was und wie ihr Kind lernt, wofür es sich in Ihrer Einrichtung interessiert. So erhalten Eltern Anregungen, wie sie es zu Hause weiter unterstützen und welches Material sie ihm anbieten können.
  • Den Eltern wird deutlich, mit welchem Blick Sie auf das Kind schauen und was Ihnen an der Entwicklung ihres Kindes wichtig erscheint.
  • Die Eltern erfahren, dass Sie ihr Kind wertschätzen und positiv im Blick haben.

So entsteht ein Portfolio

Ein Portfolio ist eine Art Entwicklungsbericht über das Kind. Verschiedenste Dokumentationen werden gesammelt und in einer Mappe dem Kind zugänglich gemacht. Folgende Inhalte werden im Portfolio z. B. gesammelt:

  • Arbeiten des Kindes: Zeichnungen, Gemälde oder Texte
  • Fotos vom Alltag des Kindes
  • Lerntagebücher, in denen das Kind beschreibt oder malt, was es besonders interessiert, was es tut und womit es sich gern beschäftigt
  • Entwicklungsberichte, z. B. in Form von Briefen, die Sie an das Kind schreiben, etwa zu besonderen Ereignissen

Legen Sie im Team gemeinsam die Struktur eines Portfolios fest. Gestalten Sie jedes Portfolio individuell. Lassen Sie sich von dem Kind und seiner Geschichte bei der Gestaltung inspirieren.

Das Kind bei der Gestaltung der Portfolios mit einbeziehen

Gemeinsam mit dem Kind finden Sie heraus, welche Formen der Dokumentation am besten zum Kind passen. Beziehen Sie die Kinder in die Gestaltung mit ein, indem Sie z. B. folgende Fragen stellen:

  • „Welche Bilder und Werke willst du in das Portfolio aufnehmen?“
  • „Soll ich etwas zur Erklärung dazuschreiben?“
  • „Welche Fotos möchtest du abheften? Was soll dazu notiert werden?“
  • „Was ist dir wichtig, was soll aufgeschrieben werden?“
  • „Wie willst du die Seiten und den Umschlag gestalten?“

Mit der Zeit wird das Kind sein Portfolio sehr bewusst gestalten, auf das es sicher sehr stolz ist. Während der Bring- und Abholzeit können sich die Eltern das Portfolio von ihrem Kind zeigen lassen.

Mit kaum einer anderen Methode können Sie den Eltern so realistische Einblicke in die Lebens- und Erfahrungswelt ihres Kindes in der Kita geben.


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