Motoriktest – diese Fähigkeiten sollte ein schulfähiges Kind beherrschen


28.06.2017
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Für einen Schulerfolg ist eine gute Feinmotorik wichtig. Sie erleichtert den Kindern das Lernen. Denn ein Kind, das seinen Stift nicht flüssig und exakt führen kann, wird Schwierigkeiten beim Schreiben haben. Es wird die Buchstaben und Zahlen nicht exakt schreiben können. Außerdem braucht ein Kind mit schlecht ausgeprägter Feinmotorik meistens länger für die Tätigkeiten und muss mehr Anstrengung aufbringen. Das nagt oftmals auch am Selbstbewusstsein der Kinder. Mit dem nachfolgenden Test können Sie ganz leicht überprüfen, ob die angehenden Schulkinder über die grundlegenden feinmotorischen Fähigkeiten verfügen. So werden Sie frühzeitig auf mögliche Defizite aufmerksam und können gemeinsam mit dem Kind an einer Verbesserung arbeiten.

 

Test: Wie ist die Feinmotorik des Kindes entwickelt?

  • Kann das Kind sich selbstständig an- und ausziehen?
  • Hält es den Stift beim Malen in der richtigen Schreibhaltung?
  • Malt das Kind Figuren weitgehend sauber aus, d. h. ohne über die Begrenzung zu malen?
  • Malt es Bilder mit feinen Verzierungen oder Details?
  • Kann es flüssige Vorschreibbewegungen gut ausführen (Schleifen, Wellen, Zick-Zack-Linien)?
  • Kann es gut erkennbare Formen zeichnen (Kreis, Dreieck, Viereck)?
  • Schneidet es mit der Schere weitgehend exakt aus?
  • Schafft es das Kind, beim Mikadospielen die Bewegungen exakt zu steuern?
  • Kann das Kind beim Kneten auch feine Dinge plastisieren, z. B. Barthaare bei einem Kaninchen oder Tierohren?

So setzen Sie den Test ein

In Ihrer täglichen Arbeit leisten Sie gute Vorarbeit, damit das Kind die feinmotorischen Herausforderungen im Schulalltag meistert. Überprüfen Sie trotzdem unbedingt die feinmotorischen Fähigkeiten jedes Kindes. Denn gerade Kinder, die eine Schwäche haben, haben viele Strategien entwickelt, um diese Schwäche zu verbergen. So kann es schnell vorkommen, dass im Alltag etwas unbeobachtet bleibt. Gerade Kinder, die Situationen meiden, die eine gewisse Feinmotorik erfordern, sollten Sie genau beobachten.

So führen Sie den Test durch

Drucken Sie den Test oben für jedes angehende Schulkind einmal aus. Tragen Sie den Namen, das Datum der Beobachtung und den Namen der Kollegin ein, die den Test durchgeführt hat. Dann beobachten Sie die Fähigkeiten des Kindes im Alltag. Immer wenn Sie sehen, dass ein Kind eine Fähigkeit beherrscht, schreiben Sie hinter die Frage „ja“. Beherrscht es diese nicht, schreiben Sie „nein“. Wenn ein Kind noch Unsicherheiten zeigt, schreiben Sie „manchmal“ hinter die Frage. Wenn Sie alle Fragen beantwortet haben, zählen Sie die Antworten zusammen.

Auswertung und Interpretation des Tests

Betrachten Sie das Ergebnis des Tests. Haben Sie 1- bis 2-mal „nein“ geschrieben, ist das noch nicht weiter bedenklich. Kein Kind ist in allen Bereichen perfekt. Denn besonders das Malen kann natürlich von unterschiedlicher Qualität sein, da nicht jedes Kind gern malt. Achten Sie in solch einem Fall darauf, wie seine Feinmotorik z. B. beim Nagelspiel, Perlenauffädeln oder Handwerken entwickelt ist.

Haben Sie mehr als 3-mal „nein“ oder „manchmal“ aufgeschrieben, müssen Sie unbedingt handeln. Sprechen Sie mit den Eltern über die Feinmotorik des Kindes. Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie das Kind fördern können. Viele feinmotorischen Fähigkeiten können ganz simpel im Alltag geschult werden oder wenn das Kind den Eltern beim Kochen, Obst- und Gemüseschneiden oder Putzen hilft. Bieten Sie dem Kind im Kita-Alltag verschiedenste Anregungen, um seine Feinmotorik zu trainieren. Das muss nicht nur Malen sein. Gerade bei Jungen ist Werken sehr beliebt.

Wichtig bei Linkshändern

Für Kinder, die Linkshänder sind, stellen einige Dinge manchmal eine besondere Herausforderung dar. Zum einem sind die meisten Menschen Rechtshänder und machen so den Linkshändern alles spiegelbildlich vor. Zum anderen sind viele Alltagsgegenstände für Rechtshänder konzipiert, z. B. Suppenkellen, Sparschäler etc.

Daher ist eine Handhabung dieser Dinge schon schwieriger und sieht schnell ungeschickt aus.

Um Linkshändern Tätigkeiten wie Schleife binden, Schneiden, die richtige Stifthaltung etc. beizubringen, ist es einfacher, wenn eine linkshändige Kollegin dieses dem Kind vormacht oder mit ihm übt.

Fazit

Mit diesem Test werden Sie die Feinmotorik der angehenden Schulanfänger nicht aus dem Blick verlieren. Noch ist genügend Zeit, um Schwächen auszugleichen und den Kindern Anregungen für die Feinmotorik zu bieten.

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