Inklusion in der Elternarbeit – Jeder ist willkommen!


02.02.2015
Alle reden von Inklusion, aber was bedeutet das eigentlich für die Elternarbeit? Lesen sie hier, was sich mit dem Anspruch an inklusive pädagogische Arbeit in der Kita verändert und was das für die Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder bedeutet.

 

Gleiche Chancen für alle

Inklusion bedeutet frei formuliert so viel wie alles einschließend, nichts ausgrenzend. Inklusive Pädagogik ermöglicht allen Kindern von Anfang an gemeinsam gleiche Chancen auf Bildung und Teilhabe. Sondereinrichtungen zur separaten Betreuung und Förderung von Kindern mit besonderem Bedarf sind somit überflüssig. Alle Kinder lernen und spielen zusammen, und jedes bringt seine Stärken, Schwächen und Eigenheiten mit ein. Dadurch entwickeln sich soziale Lern- und Entwicklungsprozesse.

 

Inklusiv ist auch, dass die Einrichtungen an die speziellen Bedürfnisse der Menschen angepasst werden und nicht andersherum. In anderen Ländern wie Skandinavien oder Italien ist das längst gängige Praxis. Leider sind wir aber in Deutschland noch nicht so weit, sondern stehen erst am Anfang. Hier hat sich in den letzten Jahren mit der Integration ein verzweigtes Netz an heilpädagogischen und therapeutischen Hilfen und Einrichtungen entwickelt. In den meisten Fällen wurden die Kinder mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen nicht selbstverständlich in ihrem sozialen Umfeld, also in der Nähe ihrer Wohnumgebung, betreut. Sie wurden separat in speziellen Einrichtungen betreut und gefördert. Das soll sich mit dem Inklusionsanspruch nun ändern.

 

Inklusive Zusammenarbeit mit den Eltern

 

Auch die Elternarbeit wird sich mit der Umsetzung des Grundgedankens der Inklusion wandeln. Die Inklusion begrüßt ausdrücklich die Vielfalt und die besondere Einzigartigkeit des Einzelnen. Keine Randgruppen werden abgelehnt oder ausgegrenzt. Es wird wertgeschätzt, dass wir Menschen alle verschieden sind. Diese Unterschiedlichkeit ergibt eine bunte Vielfalt, die eine unerschöpfliche Quelle für das gegenseitige Lernen und die Entwicklung darstellt. Voraussetzung dafür ist, dass allen eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht wird. Dabei soll jeder dazugehören und genau das bekommen, was er für seine Bedürfnisbefriedigung und seine Entwicklung benötigt.

 

Der Inklusionsbegriff manifestiert eine wertschätzende Grundhaltung und ein besonderes Menschenbild. Dieses ist geprägt von Akzeptanz, Interesse, Toleranz, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Mit den Eltern neue Wege gehen Eltern sind für Sie wichtige Ansprechpartner und Entwicklungsbegleiter des Kindes. Deshalb ist eine ineinandergreifende Zusammenarbeit der Fachkräfte mit den Eltern eine Grundvoraussetzung für die gute und unterstützende Entwicklung des Kindes. Aber sehen Sie auch die Persönlichkeiten der Mütter und Väter. Wenn Sie diese 11 Punkte für eine gute inklusive Elternarbeit beherzigen, dann werden die Mütter und Väter gerne mit Ihnen zusammenar beiten. Das macht es Ihnen leicht, die Familien zum Wohle des Kindes zu unterstützen und einen vertrauensvollen Austausch zu gewährleisten.


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