Erklären Sie Eltern die Bedeutung von Büchern für Kleinkinder


22.11.2017
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Jedes Kind sollte Zugang zu Büchern haben. Mit diesem Musterelternbrief informieren Sie Eltern, wie wichtig es ist, Kleinkinder an Bücher heranzuführen. Denn Vorlesen fördert die Kreativität, das Sprachverständnis, die sozialen Kompetenzen und die Eltern-Kind-Bindung. Wann Eltern am besten vorlesen, erfahren Eltern in diesem Brief. Er greift typische Fragen auf und gibt ihnen leicht verständliche Antworten und praktische Anregungen. Drucken Sie den Brief für jede Familie aus oder hängen Sie ihn an der Eltern-Infowand aus.

Tipp für Ihre Praxis: Organisieren und gestalten Sie gleichzeitig einen Bücherbasar in Ihrer Kita. Sprechen Sie in diesem Zusammenhang auch mit einem ortsansässigen Buchhändler und bitten Sie ihn um geeignete Bücher.

 

 

Diese Bedeutung haben Bücher für Ihr Kind

Liebe Eltern,

das gemeinsame Anschauen von Bilderbüchern und das Vorlesen sind sehr wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes: Sie vermitteln Ihrem Kleinkind dadurch Geborgenheit und geben ihm viele Entwicklungsanregungen. Mit einem guten Kinderbuch bieten Sie Ihren Kleinkindern viel wertvollere Anregungen als Fernsehen, Tablet-Spiele und Smartphone-Apps. In den innigen Momenten, in denen Sie mit Ihrem Kind ein Buch betrachten, geben Sie Ihrem Kind viele Lernimpulse.

Bücher sind Inspirationsquelle und Bildungsmittel

Durch Kinderbücher – egal, welcher Art – wecken Sie generell das Interesse Ihres Kleinkindes an Büchern und Sprache. Damit legen Sie eine wichtige Grundlage, damit Ihr Kind in der Schule gut Lesen und Schreiben lernt.

In vielen Untersuchungen hat die Leseforschung festgestellt, dass das spätere Leseverhalten im frühkindlichen Stadium entscheidend geprägt wird. Schon lange bevor Kinder lesen und schreiben können, entwickeln sie bei der Bilderbuchbetrachtung und dem Vorlesen entscheidende Lese- und Sprachkompetenzen.

Zudem lernen die Kinder, Bücher als wichtiges Mittel zur Bildung zu schätzen und zu nutzen. Beginnen Sie daher schon sehr früh damit, mit Ihrem Kleinkind Bilderbücher zu betrachten. Dies ist schon ab einem Alter von 6 Monaten möglich.

Gemeinsames Bücheranschauen stärkt die Eltern-Kind-Beziehung

Betrachten Sie Bücher in innigen und kuscheligen Situationen auf dem Sofa oder im Bett. Beim gemeinsamen Bücheranschauen und -vorlesen, bei dem Sie eng beieinandersitzen, erlebt Ihr Kind viel Nähe, Vertrauen und Geborgenheit. Das Kind spürt die sichere Atmosphäre. Das ist ein zentraler Faktor, den Sie keinesfalls unterschätzen sollten. Denn eine so heimelige Atmosphäre stärkt Ihre Beziehung zu Ihrem Kind. So entwickelt Ihr Kind schon in jungen Jahren eine positive emotionale Beziehung zu Büchern, die meist lebenslang erhalten bleibt. Das ist die beste Grundlage für eine gute Bildung.

Bücher fördern die Sprachentwicklung

Durch das gemeinsame Betrachten von Bilderbüchern und das Vorlesen lernen die Kinder neue Wörter. Das Hamburger-Kinder-Leseprojekt hat festgestellt, dass 2-jährige Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, doppelt so viele Wörter sprechen wie gleichaltrige Kinder, die nicht in diesen Genuss kommen.

Förderung der kognitiven Fähigkeiten

Durch das Vorlesen und Betrachten von Büchern fördern Sie bei Ihrem Kind die Ausdauer, das Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit. Das wirkt sich sehr positiv auf die kognitive Entwicklung Ihres Kindes aus.

Etablieren Sie ein abendliches Ritual

Am besten machen Sie die Bücherrunde zu einem gemeinsamen festen Ritual. Hierzu bietet sich eine feste Uhrzeit am Abend an. So können Sie gemeinsam den Alltag ausklingen lassen. Ihr Kleinkind kommt in gemütlicher Atmosphäre zur Ruhe, erfährt nochmals eine extra Portion Geborgenheit, um so später auch gut einschlafen zu können. Kuscheln Sie sich auf das Sofa oder in ein Bett. Dann kann die Leserunde beginnen.

Schenken Sie Ihrem Kind während dieser Zeit Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Lassen Sie sich nicht vom Telefon oder von Smart- phone-Nachrichten ablenken. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und die notwendige Ruhe. Denn es geht nicht darum, dass Sie Ihrem Kind die Geschichte möglichst schnell und komplett vorlesen. Das gemeinsame Erleben einer Geschichte und der Bilder steht im Vordergrund.

Je lebendiger Sie vorlesen, umso faszinierter und gebannter wird Ihr Kind dem Inhalt lauschen. Regen Sie Ihr Kind durch Fragen zum Betrachten der Bilder an. Kinder sind dankbare Zuhörer und Bildbetrachter. Ihr Kind wird Ihre volle Aufmerksamkeit schätzen und die gemeinsame Bücherrunde bald bei Ihnen einfordern. Eine bessere Förderung und Stärkung der Eltern-Kind-Bindung können Sie Ihrem Kind nicht zukommen lassen.

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