Gemeinsam sind wir stark – So fördern Sie die Teamfähigkeit der Kita-Kinder


26.08.2015
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Die Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten, ist eine positive soziale Eigenschaft. Von vielen Wissenschaftlern wird sie sogar als DIE wichtigste Eigenschaft unseres Jahrhunderts bezeichnet. Noch vor ein paar Jahrzehnten war es selbstverständlicher, dass alle aneinander dachten. In einer Großfamilie mit mehreren Generationen unter einem Dach mussten persönliche Bedürfnisse oft zurückgestellt werden. Die Gemeinschaftstand im Vordergrund. Jeder hatte dort seinen festen Platz und seine eigenen Aufgaben. Heute wachsen viele Kinder als Einzelkinder auf. Sie sind es gewohnt, dass ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Um die Teamfähigkeit zu fördern, sind Gruppenerfahrungen extrem wichtig.

 

Tipp 1: Beziehen Sie die Eltern mit ein

Die Teamfähigkeit entwickelt sich nicht nur in der Gemeinschaft der Kita-Gruppe. Das Elternhaus ist der erste und einer der wichtigsten Lernorte für Kinder. In manchen Familien ist es normal geworden, dass ein Elternteil etwas mit einem Kind unternimmt, während das andere Kind fremdbetreut wird. Das ist sicherlich hin und wieder notwendig. Um die Teamfähigkeit zu fördern, sind Familienaktionen ebenso wichtig. Dabei trainieren die Kinder Beziehungs- und Kommunikationsverhalten. Sie übernehmen Verantwortung und üben sich in Kompromissbereitschaft. Solche Gemeinschaftsaktivitäten lassen sich ganz einfach in den Alltag einbinden. Wenn die Familie zusammen kocht, kann jeder mithelfen und eine Aufgabe übernehmen. Wenn alle miteinander kooperieren, können die Eltern und Kinder den Erfolg am schön gedeckten Tisch genießen. Die Kinder fühlen sich in der Familie sicher und geborgen. Sie lernen, sich gegenseitig zu unterstützen sowie Aufgaben und Arbeitsschritte miteinander abzusprechen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Von diesen Erfahrungen werden sie ihr gesamtes Leben profitieren. Denn Einzelkämpfer haben es schwerer im Leben. Die Kinder sollen auch außerhalb der Kita oft mit anderen Kindern spielen.
Das müssen keine großen und geplanten Aktionen sein. Viel wichtiger ist es, dass sich die Eltern zurücknehmen.
Nur so können die Kinder ganz nebenbei ein soziales Miteinander üben. Sie lernen, selber Regeln aufzustellen, ggf.abzuändern, zu befolgen und miteinan der zu kooperieren.

 

 

Tipp 2: Vermitteln Sie den Eltern die Bedeutung von Teamfähigkeit

Sicherlich haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass bei manchen Eltern zunehmend eine „Ich will aber“-Haltung im Mittelpunkt steht. Ihnen ist es ganz egal, wie die Gruppensituation aussieht. Sie wollen ihr persönliches Anliegen um jeden Preis durchsetzen. Die Werte, die Eltern ihren Kindern vorleben, prägen die Kinder nachhaltig. Viele Eltern verwechseln Teamfähigkeit aber mit Unterordnung. Teamfähig zu sein heißt nicht, die eigenen Bedürfnisse vollständig zurückzustellen sowie die eigene Identität und Persönlichkeit aufzugeben. Teamfähig zu sein heißt, sich gegenseitig zu unterstützen, um ein Ziel zu erreichen. Teamfähigkeit ist im Beruf, für den Sport, in der Beziehung zu Freunden, in der Kita, in der Schule, einfach für das gesamte Leben wichtig.
Kinder mit einer hohen Teamfähigkeit können sich gut in die Gemeinschaft einfügen und sind oft sehr beliebt. Sie sind offen und kommunikativ. Sie können:
  • auf andere Menschen eingehen.
  • die Gefühle anderer respektieren.
  • sich in eine Gruppe einordnen, ohne ihre eigene Individualität aufzugeben.
  • den eigenen Standpunkt vertreten und die Meinung von anderen akzeptieren.
  • œfair, solidarisch und gerecht handeln.
  • gut teilen.
  • sich über die Erfolge von anderen freuen.
  • um Hilfe bitten und hilfsbereit sein.
  • produktiv mit anderen zusammenarbeiten.
  • mit Kritik umgehen und selbstkritisch sein.
  • Konflikte gemeinsam lösen.
  • Verantwortung übernehmen.
  • gut organisieren.

Menschen, die es gelernt haben, sich schnell auf andere einzustellen und gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten, haben ein besseres Leben und sind in der Regel beruflich erfolgreicher.

 

Tipp 3: Bieten Sie Spiele ohne Sieger und Verlierer an

Sicherlich sind Sie genauso gespannt, wenn Kinder beim Sport oder bei einem Gesellschaftsspiel wetteifern. Wer wird gewinnen? Alle rufen laut und feuern ihren Favoriten an. Die Kinder testen ihre Grenzen aus und messen sich mit anderen. Das Gefühl zu gewinnen, aber auch einen Verlust zu ertragen: Das sind wichtige Lernerfahrungen. Spiele ohne Sieger und Verlierer vermitteln den Kindern Spaß am gemeinsamen Tun. Jedes Kind bringt sich und seine Fähigkeiten optimal in die Gruppe ein. Wenn sie ein gemeinsames Ziel verfolgen, erleben sie ein Gemeinschaftsgefühl. Niemand fühlt sich ausgegrenzt, weil er verloren hat.

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