Komm pack‘ mit an! Aufgabenverteilung und Zuständigkeiten in der Kita-Gruppe


14.11.2017

Kinder brauchen das Gefühl, wichtig zu sein! Geben Sie Kindern die Möglichkeit, einen Beitrag zum sozialen Gefüge ihrer Gruppe zu leisten. Das gelingt Ihnen, indem Sie Aufgaben im Gruppenalltag an bestimmte Kinder verteilen. Die Arbeiten, die von Kindern übernommen werden, sind wertvoll und hilfreich für die gesamte Gruppe, weil Kinder dadurch ihren Beitrag leisten, dass der Alltag funktioniert. Sie fördern durch die Einbeziehung der Kinder in die täglichen Aufgaben vielfältige soziale und lebenspraktische Fertigkeiten, z. B.:

  • Kinder bekommen einen Einblick in notwendige Tätigkeiten des Alltags.
  • Kinder lernen, dem abstrakten Wort „Hilfsbereitschaft“ eine praktische Bedeutung zu geben.
  • Kinder erfahren, dass es ein schönes Gefühl ist, etwas für die Gemeinschaft zu tun, der sie angehören. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Gruppenmitglieder.
  • Kinder übernehmen Verantwortung und lernen, sich in andere Kinder und Situationen einzufühlen.

Durch gezielte Aufgabenverteilung unterstützen Sie Kinder also dabei, soziale Verhaltensweisen zu erlernen, die sie stark machen für den Umgang mit anderen und für das Leben in Gemeinschaft.

Schritt für Schritt Mithilfe lernen

Gehen Sie bewusst und gut vorbereitet vor, wenn Sie die Beteiligung der Kinder bei alltäglichen Tätigkeiten planen. Denken Sie daran: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Damit ein gutes Miteinander entstehen kann, brauchen die Kinder Ihre Anleitung und Unterstützung. So können Sie Kinder an ihre Helferrolle heranführen:

  • Seien Sie sich bewusst, dass Sie den Kindern ein Vorbild sind. Kinder beobachten Sie genau. Was Sie im Kitaalltag alles erledigen und wie das geht, schauen sich die Kinder immer wieder von Ihnen ab. Überlegen Sie sich, bei welchen Aufgaben Sie die Kinder mit einbeziehen können. Besonders gut geeignet sind Aufgaben, die im Alltag regelmäßig auftauchen und nicht gefährlich sind. Beispielsweise können Kinder sich um die Pflanzen im Zimmer kümmern, das Frühstücksgeschirr abspülen oder Briefe für die Eltern an alle Kinder verteilen. Gehen Sie den Tagesablauf Ihrer Gruppe in Gedanken durch. Sicherlich werden Sie weitere Aufgaben finden, die Sie an Kinder delegieren können.
  • Beziehen Sie die Kinder bei der Aufteilung einzelner Aufgaben mit ein. Wenn Kinder ein Mitspracherecht haben, fühlen sie sich ernst genommen. Für die Einteilung der Arbeiten können Sie eine Besprechung im Gruppenrat nutzen.
  • Machen Sie den Kindern ihre Zuständigkeiten deutlich. Dazu können Sie einen Plan erstellen, auf dem jedes Kind selbstständig nachsehen kann, für welche Aufgabe es eingeteilt ist.

Tipp: Meistens schaffen es Kinder im Vorschulalter, ihren geschriebenen Namen zu finden und zu erkennen. Zur Verdeutlichung und für jüngere Kinder ist es sinnvoll, neben den Namen des Kindes noch ein kleines Foto zu kleben. Wenn Sie das Bild laminieren und mit einem doppelseitigen Klebeband auf der Rückseite versehen, können Sie die Fotos immer wieder auswechseln.

  • Zeigen Sie den Kindern die Tätigkeiten. Dazu sollten Sie sich genügend Zeit nehmen. Fragen Sie erst bei den Kindern nach, was sie schon alles über die Aufgabe, z. B. das Blumengießen, wissen. Wie oft muss man das machen? Wie viel Wasser braucht man? Machen Sie die entsprechende Arbeit erst langsam vor. Schließlich kann jedes Kind einmal ausprobieren, wie es geht.
  • Wechseln Sie alle 2 bis 4 Wochen die Zuständigkeiten der Kinder. Damit ermöglichen Sie den Kindern, viele anfallende Aufgaben des Alltags kennen zu lernen. Außerdem wird es den Kindern so nicht langweilig, wenn durch den Wechsel eine neue positive Herausforderung für sie entsteht.
  • Nehmen Sie sich täglich Zeit nachzusehen, ob und wie gut die Aufgaben von den Kindern erledigt wurden. Besonders pflichtbewusste Kinder sollten Sie für ihr Verhalten loben, so erhalten Kinder eine Bestätigung für ihre Arbeit. Wenn Sie merken, dass ein Kind seine Aufgabe nicht oder nicht ausreichend erledigt, bieten Sie Ihre Unterstützung an. Sie sollten dem Kind z. B. die Aufgabe noch einmal erklären oder ein anderes Kind bitten, für einige Tage bei der Aufgabe als Unterstützer mitzuhelfen.

Nun steht einer guten Kooperation aller Gruppenmitglieder nichts mehr im Wege!

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