Bewegung ist Bildung!


24.09.2014
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Bewegung ist Bildung! – So bauen Sie es in den Tagesablauf ein

Robben, rollen, kriechen, kugeln, hüpfen, rennen – was in der Arbeit mit Schulkindern häufig mühsam ist, ist für die Kinder Ihrer Krippe mit Sicherheit ein Vergnügen. Kleinkinder leben tagtäglich ihren Bewegungsdrang aus und tun damit gleichzeitig einiges für ihre geistige Entwicklung und für ihr Selbstbewusstsein.

Nutzen Sie die natürliche Bewegungsfreude der Kinder unter 3 Jahren aus, um sie durch verschiedene Spiel- und Sportaktionen noch gezielter zu fördern.

Der Stand der motorischen Entwicklung von Kleinkindern geht oft weit auseinander: Während manche Kinder bereits mit 9 Monaten relativ gut und sicher laufen, lernen dies andere erst mit 19 Monaten. Grundlegend ist dabei, dass Sie jedes Kind individuell fördern und ihm die Anregungen geben, die seiner eigenen Entwicklung entsprechen.

Bewegung fördert den Geist
R. H. Largo, Professor für Kinderheilkunde, weist darauf hin, dass Bewegung nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Entwicklung eines Kindes fördert. Vor allem Schaukel-, Fall- und Drehbewegungen wirken sich positiv auf die geistige und emotionale Entwicklung von Kleinkindern aus. Fehlt Kindern in den 1. Lebensjahren die motorische Erfahrung, treten später Bewegungsunsicherheiten oder -auffälligkeiten auf.

So bauen Sie Spiel- und Sportaktionen für Kleinkinder auf
Richten Sie einen Raum oder einen Bereich in Ihrer Gruppe so ein, dass die Kinder sich ohne Verletzungsgefahr frei bewegen können. Räumen Sie Tische und Stühle weg, und legen Sie einige Matten auf den Boden, sodass diejenigen Kinder, die noch nicht laufen können, dort krabbeln oder umherrollen können.

Das Einstiegsritual gibt Sicherheit
Ein strukturierter Ablauf mit wiederkehrenden Spiel- und Sportaktionen ist wichtig für die Kinder, denn eine solche Struktur gibt ihnen Orientierung und Sicherheit. Wählen Sie eine gemeinsame Eröffnung, die bei jeder Spiel- und Sportstunde wiederkehrt. Als Einstiegsritual eignet sich ein Lied, das alle anwesenden Kinder beim Namen nennt und begrüßt.

Kinder brauchen ansprechende Materialien
Im „Hauptteil“ sollten alle Kinder sich nach ihren individuellen Fähigkeiten und Interessen konzentriert mit einem Material beschäftigen können. Nach einer Phase des freien Ausprobierens können Sie dazu übergehen, den Kindern verschiedene Bewegungsvorschläge zu machen, die sie imitieren und trainieren können. Als Material, das Kleinkinder zu Bewegung motiviert, eignen sich:

  • Luftballons,
  • Leere Toilettenpapierrollen aus Karton,
  • Zeitungen,
  • Kartons in verschiedenen Größen,
  • Tennisbälle,
  • Wasserbälle,
  • Seile,
  • Kriechtunnel,
  • Schwimmnudeln,
  • Große Weichbodenmatten,
  • Fallschirm in Kombination mit Luftballons oder Bällen.

 

Am Schluss der Spiel- und Sporteinheit stehen das gemeinsame Aufräumen und ein wiederkehrendes ruhiges Spiel, die den Kindern das nahende Ende vermitteln. Bewegung und Sport machen schlau – und das ist kein Wunder, wenn Sie ein abwechslungsreiches Bewegungsangebot mit unterschiedlichen Materialien für die Kleinkinder bereithalten.

 

 

Hier ein Beispiel dazu:
Bewegungsspiel: „Turnen mit Luftballons“ für U3-Kinder

Ritualisierter Einstieg
Lied: „Hallo! Hallo! Schön, dass du da bist!“

Hauptteil
Turnen mit Luftballons

1. Freies Ausprobieren
Jedes Kind erhält einen nicht zu stark aufgeblasenen Luftballon. Alle dürfen ausprobieren, was sie mit einem Luftballon so alles anfangen und tun können.

2. Anregungen der Erzieherin
Luftballon rollen
Luftballon mit beiden Händen und ausgestreckten Armen durch den Raum tragen, ohne dass er herunterfällt
Luftballon hochwerfen
Luftballon fangen
Luftballon in Bauchlage wegpusten
Luftballon schießen
Luftballon unter einer Decke verstecken
Luftballon unter der Decke suchen
Luftballon auf der Hand balancieren
Luftballon „krabbelnd“ mit der Nase anstupsen und sich so fortbewegen

Schluss
1. Aufräumen
2. Lied: „Puff, puff, puff, die Eisenbahn“

 

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