Schnell umzusetzende Sandspiele für Kleinkinder


03.08.2018

Sand ist und war schon immer für alle Altersklassen interessant. Die Kinder, egal, welchen Alters, lieben ihn und auch wir Erwachsenen ertappen uns manchmal, wie wir genießerisch unsere Hände oder Füße in den Sand stecken und ihn hindurchrieseln lassen.

Sand bietet viele taktile Erlebnisse: All diese Erfahrungen erleben kleine Kinder zum 1. Mal und es fasziniert sie. Bieten Sie den Kindern solche Erfahrungen, um die Welt zu begreifen und zu lernen. Dabei fördern Sie gleichzeitig die Sinne der Kinder.

Wie Sie den Kindern viele solche Anregungen im Sandkasten oder auch im Gruppenraum bieten, erfahren Sie nachfolgend.

Richten Sie eine Sandwanne ein

Richten Sie auch in Ihrem Gruppenraum eine Sandwanne ein, in der die Kinder mit Sand experimentieren können. Dies ermöglicht Erfahrungen mit Sand bei jedem Wetter. Hierfür eignet sich ein einfaches verschließbares Plastikplanschbecken. Ziehen Sie die Kinder so weit wie möglich, mit Ausnahme der Windel, aus. Dann kann’s losgehen mit dem herrlich leichten Rieselspaß.

Sand füllen und schütten

Geben Sie den Kindern Schüsseln, Eimer, Plastikkannen, Becher, Kellen und andere Behälter mit abgerundeten Kanten zum Umschütten, Einfüllen und Ausschütten. Diese Tätigkeit lieben Kinder.

Sand auf Sand

Nehmen Sie Sand in die geschlossene Faust. Dann lassen Sie diesen langsam auf Körperpartien des Kindes rieseln. Wenn der Sand über das Kind rieselt, benennen Sie den entsprechenden Körperteil.

Spurensuche

Die Kinder schütten Wasser in die Sandwanne oder in den Sandkasten. Sie können dieses Spiel auch nach einem Regenguss spielen. Vermischen Sie das Wasser und den Sand zu einem schönen Matsch. Zeichnen Sie mit den Fingern Spuren im Sand. Regen Sie die Kinder an, dieses nachzumachen.

Auch mit den Händen und Füßen können die Kinder Abdrücke hinterlassen. Betrachten Sie gemeinsam diese Spuren und regen Sie die Kinder an, fremden Spuren zu folgen.

Gestalten Sie Sandmänner

Nutzen Sie den feuchten Sand, um mit den Kindern Sandmänner zu bauen. Dieses sind Schneemänner aus Sand. Verzieren Sie diese mit Steinen und Stöcken.

Sandbausteine

Stecken Sie 2 Gefrierbeutel ineinander und in einen Waschlappen. Füllen Sie trockenen Sand in die Gefrierbeutel und verschließen Sie die Beutel gut. Nähen Sie die Waschlappen zu. Schon sind die Sandbausteine fertig. Alternativ eignen sich hierzu auch Sandsäckchen.

Alle Kinder bauen aus den Sandbausteinen einen großen Turm oder einen langen Weg. Über diesen Weg können die Kinder laufen. So fördern Sie zugleich den Gleichgewichtssinn der Kinder und die taktile Wahrnehmung der Füße. Ganz neue Erfahrungen machen die Kinder, wenn Sie die Sandbausteine im Kühlschrank kühlen oder in der Sonne erwärmen.

Bergeinsturz

Die Kinder bauen gemeinsam einen hohen Berg aus Sand. Anschließend gießen sie abwechselnd Wasser darauf und beobachten, was passiert. Bauen Sie gemeinsam auch lange Kanäle und Seen, in die die Kinder das Wasser gießen können. So sorgen Sie für viel Spielspaß.

Softe Bälle

Hierzu befüllen Sie mit einem Trichter Luftballons mit trockenem Sand. Verknoten Sie die Ballons gut, und geben Sie sie dann den Kindern. Diese können ihre Handmuskulatur damit schulen. Außerdem können die Kinder sie mit den Fingern „kneten“ und mit ihnen lustige Formen zaubern.

Stellen Sie den Kindern die Bälle immer wieder zur Verfügung. Kontrollieren Sie regelmäßig die Ballons auf Risse.

Verschollen im Sandmeer

Vergraben Sie vorab in der Sandwanne oder im Sandkasten ein paar Gegenstände.

Verwenden Sie für die Sandwanne kleine, flache Gegenstände, die nicht verschluckt werden können wie beispielsweise das Besteck aus der Puppenecke.

Nehmen Sie für den Sandkasten eher größere Dinge, die Sie auch schneller wiederfinden, damit diese nicht dauerhaft verloren gehen. Hierzu eignen sich beispielsweise Tennisbälle. Die Kinder haben die Aufgabe, diese verlorenen Gegenstände zu suchen.

Mein Fazit

Spiele mit Sand und Wasser faszinieren nicht nur die Kinder, sie sind auch wichtig für eine gesunde Entwicklung. Lassen Sie die Kinder die Sandkörner erfühlen und die kleinen Steinchen im Sand ertasten. Die Kinder erfahren auf diese Weise: Der Sand ist so weich und zart und kann doch zugleich auch ganz schön kratzen.

Er rieselt durch die Finger und Zehen, gräbt die Hände und Füße ein. Er kann kalt und feucht und angenehm warm sein. Er kann auch richtig heiß werden. Und wenn die Kinder oder der Regen ihn mit Wasser vermischen, wird er in einem Bruchteil von Sekunden zu einer nasskühlen Matscherei, mit der sich riesige Sandburgen bauen lassen.

Bieten Sie den Kindern möglichst viele solche Möglichkeiten. Regen Sie sie immer wieder an, mit dem Sand zu spielen und zu experimentieren. Egal, ob im Garten oder in der Kita.


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