Die perfekte Raumgestaltung für eine optimale kindliche Entwicklung


02.11.2016
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Aktivität – Kommunikation – Erfolg – Geborgenheit – Bewegung – Zuwendung: All das sind Begriffe, die ein Freispiel prägen sollten und den Bedürfnissen der Kinder nach freier Entfaltung entsprechen. Sie als Erzieherin ermöglichen durch die Gestaltung des Raumes und der Freispielzeit ein solches für Ihre Kinder.

Damit dies gelingt, gilt es, einige Punkte zu beachten. Nachfolgend lesen Sie, was Sie bei der Auswahl Ihrer Spielmaterialien und der Raumgestaltung beachten sollten.

 

Beachten Sie bei der Raumgestaltung auch die Materialauswahl

Die Kindergartenkataloge bieten Materialien in Hülle und Fülle an. Vieles davon zeichnet sich durch einfach zu übernehmende Spielideen mit ausgeklügelten Bildungsimpulsen aus. Doch wozu all diese vielen vorgefertigten Ideen? Es ist erwiesen, dass Kinder dann am besten lernen, wenn sie es nach eigenen Ideen und freier Materialwahl tun. Besonders im Freispiel sollten Sie dieser Erkenntnis Rechnung tragen, indem Sie

  • viele „unfertige“ Materialien anbieten (z. B. „wertloses“ Material wie Pappen, Röhren, Kartons, verschiedenste Bastelmaterialien wie unterschiedlichste Papiere, Tapetenbücher, Scheren mit verschiedenen Klingen, Bau- und Gestaltungsmaterial ohne Vorgabe sowie Naturmaterialien wie Steine, Stöcke, Kastanien, Zapfen),
  • die Spielbereiche recht offen gestalten, so dass neben den klassischen Rollenspielen (z. B. Vater-Mutter- Kind) auch weitere Rollenspielideen dort verwirklicht werden können. Dies erreichen Sie ebenfalls durch wenig vorgegebenes Spielmaterial. Konkret bedeutet das z. B.: Die bisherige
    Puppenecke mit Küchenmöbeln, Geschirr und Co. wird durch Verkleidungsstücke, Tücher, Naturmaterialien u. Ä. ergänzt,
  • das Repertoire an Materialien regelmäßig austauschen. Einige Spielsachen wandern für einige Zeit in den Keller, andere werden dafür wieder herausgeholt und angeboten.

Wie sieht Ihre Raumgestaltung aus?

So flexibel wie Ihr Spielmaterial sollte auch Ihre Raumgestaltung sein. Dazu gehören genügend Rückzugsmöglichkeiten, die Rollos und Vorhänge enthalten, um den Raum bei Bedarf abdunkeln zu können. Von den Kindern frei gestaltete und entworfene (Bastel-)Werke komplettieren die Wanddekoration. All das macht den Gruppenraum für Kinder zu einem Erlebnisraum: Hier werden Rollenspiele noch spannender und lebendiger und die Kreativität der Kinder beim Gestalten angeregt.

 

Wie viel Mitspracherecht haben Ihre Kita-Kinder?

Der Gruppenraum sollte der Raum der Kinder sein. Unterstützen Sie die Kinder bei der Überlegung nach ihren Wünschen zum Raum und dessen Gestaltung: Was benötigen die Kinder für ihr Spiel, welche Raumaufteilung gefällt ihnen? Zudem sollte es Kindern möglich und gestattet sein, dass ein Teil des Raumes während des Freispiels für ihre Spielideen und Zwecke umgestaltet bzw. umgeräumt werden darf. In einem Selbsttest, den wir Ihnen in unserem Gratis Bereich zur Verfügung stellen, erfahren Sie, wie viele dieser Punkte Sie bereits umsetzen und wo Sie eventuell noch etwas optimieren können.

 

 

 

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