7 Tipps, mit denen Sie Kleinkinder gegen Stress wappnen


13.10.2017
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Besonders in der Eingewöhnungsphase erleben Sie, dass bereits Kleinkinder erste Stresssymptome aufweisen. Manche Kinder reagieren besonders aggressiv, andere verhalten sich auffallend ruhig. Die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol ist in der Eingewöhnungsphase erwiesenermaßen erhöht. Dies wiederum kann sich in letzter Konsequenz negativ auf das Herz-Kreislauf-System und die Psyche der Kinder auswirken. Aus diesem Grund ist es besonders hilfreich, Entspannungsübungen in Ihren Krippenalltag zu integrieren.

Tipp 1: Nehmen Sie sich immer wieder Zeit für das einzelne Kind

Indem Sie jedem Kind regelmäßige 1:1-Situationen mit einer Erzieherin ermöglichen, senken Sie das Risiko des Kindes, Stress zu entwickeln. Denn mit Ihnen als Bezugsperson kann sich das Kind am allerbesten entspannen. Es fühlt sich sicher und geborgen. Auch wenn es die Personalsituation in Ihrer Kita nicht leichtmacht: Versuchen Sie, so viel Zeit wie möglich, in Kleingruppen oder in 1:1-Situationen mit den Kindern zu gestalten.

Tipp 2: Durch den Wechsel zwischen Aktivitäts- und Ruhephasen entspannen die Kleinkinder

Gehen Sie mindestens 2-mal täglich mit den Kindern in den Garten, in die Turnhalle oder veranstalten Sie bewegungsintensive Spiele in Ihrem Gruppenraum. Im Anschluss an diese Bewegungseinheiten bieten Sie beispielsweise eine Kuschelzeit oder eine Vorleserunde an, in der die Kinder sich entspannen können.

 

Tipp 3: Mit diesem Ruheritual finden die Kleinkinder entspannt in den Mittagsschlaf

Der Mittagsschlaf findet in der Regel im Anschluss an das Mittagessen statt. Um die Kinder vor dem Einschlafen zur Ruhe kommen zu lassen, versammeln Sie sich für ca. 5 Minuten im Schlafraum. Die Kinder machen es sich sitzend oder liegend auf Kuschelkissen oder in Ihrem Arm bequem. Bei gedämpftem Licht flüstern Sie den oben aufgeführten Text und führen die angegebenen Bewegungen dazu aus.

Text zum Ruheritual:

Liebe Kinder, es ist Zeit, (Sie deuten auf eine Uhr.)

für die Kita-Schlaf- und -Ruhezeit. (Sie legen die Hände gegeneinander unter Ihr Kinn.)

Nach all dem Laufen, Raufen, Spielen, Lachen und Verrückte-Sachen-Machen, (Sie machen „wilde Armebewegungen“ und lachen dabei.)

ruhen wir uns alle aus – Du und Du und Du – jede kleine Maus. (Sie legen Ihre Arme um Ihre angewinkelten Knie.)

Bevor es losgeht, streckt mal eure Glieder aus (Alle Kinder strecken ihre Arme und/oder Beine von sich weg.)

und schüttelt sie so richtig aus. (Alle Kinder schütteln ihren Körper.)

Arme auf und nieder (Alle Kinder bewegen ihre Arme auf und ab.)

Köpfchen hin und her (Alle Kinder drehen ihren Kopf hin und her.)

Das könnt ihr – und noch viel mehr. (Sie spreizen die Hände neben dem Körper ab. Die Kinder schauen Ihnen dabei zu.)

Doch jetzt ruhen wir uns aus und legt euch dann aufs Bettchen drauf. (Alle Kinder gehen auf ihre Matratze.)

Ich komme zu jedem, decke alle zu (Sie decken alle Kinder zu.)

und wünsche euch eine angenehme Ruh! (Sie sagen jedem Kind: „Schlaf gut, …“ oder „Ruh dich aus, …“)

Tipp 4: Mit kreativem Schaukeln beruhigen Sie die Kinder

Sanftes Schaukeln, Wippen und Wiegen sind Bewegungen, die Kleinkinder von Natur aus entspannen. Die Kinder fühlen sich dann geborgen und können sich schneller beruhigen.

Tipp 5: Entwickeln Sie gemeinsam mit den Kindern Entspannungsrituale

Bei der alltäglichen Interaktion mit den Kleinkindern ergeben sich von selbst viele Spielideen und Rituale, die für Ruhe und Entspannung sorgen. Diese integrieren Sie dann als feste Rituale in Ihren Gruppenalltag, wie z. B. eine Ballmassage, eine Traumreise oder das gemeinsames Hören von Entspannungsmusik.

Tipp 6: Gestalten Sie eine kuschelige Ruheecke mit Lichtspielen

Nachtlichter, Lichtschläuche oder Lichtsäulen wirken faszinierend und beruhigend zugleich auf Kleinkinder. Auf einer weichen Matratze bestückt mit vielen Kissen fühlen sich die Kinder pudelwohl und können sich entspannen und zur Ruhe kommen. Achtung! Sorgen Sie dafür, dass es für die Kleinen insgesamt nicht zu dunkel ist.

Tipp 7: Beruhigungsritual: Wohin ist der Ton verschwunden?

Wenn es in Ihrer Gruppe mal wieder richtig hektisch zugeht, nutzen Sie diesen „Beruhigungstrick“: Sie stellen sich in die Raummitte, schlagen eine Triangel und sagen: „Wohin ist denn nur der Ton?“ Dabei legen Sie Ihren Zeigefinger kurz auf die Lippen, um den Kindern zu signalisieren, dass sie zuhören sollen. Dann legen Sie Ihre Hand als Muschel an Ihr Ohr, damit die Kinder dem Ton nachhören. Wiederholen Sie das Anschlagen der Triangel, damit alle Kinder „mithören“ können, wie der Ton verklingt. Schon entspannt sich die Atmosphäre in Ihrer Gruppe.

Tipp: Fertigen Sie sich einen kleinen Notizzettel an, auf den Sie sich stichpunktartig die verschiedenen Ruherituale notieren. Hängen Sie den Zettel so auf, dass Sie immer eine beruhigende Idee parat haben.

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