Elternabend zum Thema „Sprache – Der Schlüssel für eine gute Entwicklung“


21.10.2016
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Eltern sind häufig unsicher, ob ihre Kinder sprachlich altersgemäß entwickelt sind. Im Rahmen eines Elternabends zum Thema „Sprache – Schlüssel für eine gute Entwicklung“ können Sie

  • den Eltern die einzelnen Entwicklungsstufen des Sprechvermögens erläutern,
  • auf Sprach- und Sprechstörungen eingehen und den Eltern Tipps geben, wie sie die Sprache ihrer Kinder fördern können.

1. Schritt: Begrüßen Sie die Eltern zum „Sprach-Elternabend“

Heißen Sie alle Eltern willkommen. Falls Sie bei dem Elternabend von einer Logopädin / einem Logopäden unterstützt werden, stellen Sie diese Person den Eltern vor. Informieren Sie alle Anwesenden über den Ablauf des Elternabends.

 

 

 

2. Schritt: Erläutern Sie die Entwicklung der Sprache

Erläutern Sie den Eltern, wie weit die Sprache ihrer Kinder in den jeweiligen Altersstufen entwickelt sein sollte. In unserem Gratis Bereich finden Sie eine Tabelle über die Sprachentwicklung, die Ihnen dabei hilft. Verdeutlichen Sie die einzelnen Entwicklungsstufen mit Beispielen. Weisen Sie die Eltern darauf hin, dass die Altersangaben nicht absolut zu sehen sind.

 

3. Schritt: Gehen Sie auf Sprachauffälligkeiten der Kinder ein

Die 3 häufigsten Sprachauffälligkeiten von Kindergartenkindern sind Stottern, Poltern und Stammeln / Lispeln. Meist
handelt es sich dabei lediglich um Auffälligkeiten und noch keineswegs um Störungen. Bei Kindern bis zum Alter von 5 Jahren sind diese Auffälligkeiten zunächst noch kein Grund zur Sorge. Doch bis zum Eintritt in die Schule sollten diese Auffälligkeiten überwunden sein. Ist dies nicht der Fall, sollten die Eltern eine Logopädin / einen Logopäden zu Rate ziehen.

 

Das Stottern
Stottern ist ein gehemmter Redefluss. Bisher ist nicht eindeutig erforscht, woher das Stottern kommt und wodurch es ausgelöst wird. Sicher ist, dass das Stottern meist abhängig ist vom Gesprächspartner sowie von Stresssituationen. Nahezu alle Kinder durchlaufen eine Phase des Stotterns. Dies bezeichnet man als Entwicklungsstottern. Es verschwindet meist genauso plötzlich, wie es aufgetreten ist.

 

Das Poltern
Poltern ist ein hastiger, etwas zu schneller Sprachfluss, bei dem Silben, Wörter und Satzteile weggelassen oder zusammengezogen werden. Auch das Poltern ist eine normale Erscheinung der Sprachentwicklung und verschwindet in der Regel mit 5 bis 6 Jahren wieder.

 

Das Stammeln und Lispeln
Wenn einzelne Laute nicht richtig ausgesprochen werden, spricht man von Stammeln. Eine harmlose Form davon ist das Lispeln. Auch hier gilt, dass die Auffälligkeit bis zum Ende der Kindergartenzeit überwunden sein sollte.

 

4. Schritt: Tipps und Anregungen für Eltern zur Sprachentwicklung

Wie für alle Bereiche der Entwicklung ist es auch für die Sprachentwicklung wichtig, dass das Kind sich geliebt und angenommen fühlt. Es muss ein Urvertrauen entwickelt haben, das die Basis für die Kommunikation mit seiner Umwelt bildet. Erläutern Sie den Eltern die „Regeln für Gespräche mit Kindern“ sowie die „Regeln für den Umgang mit Kinderfragen“ aus dem Artikel „Die wichtigsten Regeln für Gespräche mit Kindern“.

 

Spielmaterialien, die die Sprachentwicklung unterstützen

Tiere, Bilderbücher, Bauklötze, Memory – es gibt vieles, was Kinder interessiert und zum Sprechen veranlasst. Dazu müssen die Eltern nicht immer Spielsachen kaufen. Gebrauchsgegenstände aus dem Alltag motivieren genauso zum

Spielen und Sprechen: Kaufhauskataloge, Knöpfe, Kochgeschirr, Schachteln, Steine. Das Wichtigste ist nicht das Spielmaterial, sondern der Spielpartner, mit dem das Kind reden kann. Das Material ist nur der Anreiz zum Spenden. Eltern, die mit ihren Kindern spielen und dabei reden, sind die besten „Sprachförderer“.

 

Der Einsatz von speziellen „Sprechspielen“

Manchmal wollen Eltern die Sprache ihrer Kinder durch spezielle „Sprechspiele“ trainieren. Raten Sie den Eltern von solchen Spielen ab. Die Kinder geraten schnell unter Leistungsdruck. Die Folgen sind, dass die Sprechfreude der Kinder immer geringer wird und die Angst wächst, beim Sprechen Fehler zu machen.

Wann die Sprache des Kindes überprüft werden sollte Das Kind sollte ca. 1 Jahr vor der Einschulung einem HNO-Arzt bzw. einer pädaudiologischen Beratungsstelle vorgestellt werden, wenn

  •  Sie unsicher sind, ob das Kind sprachlich altersgemäß entwickelt ist,
  • das Kind öfter über Ohrenschmerzen klagt oder Sie das Gefühl haben, dass es schlecht hört,
  • wenn das Kind schon besser gesprochen hat und plötzlich schlechter spricht.

5. Schritt: Beenden des Elternabends

Lassen Sie die Eltern zu Wort kommen, falls sie noch weitere Fragen haben. Klären Sie die Fragen zusammen mit der Logopädin / dem Logopäden. Bieten Sie den Eltern zum Schluss des Elternabends an, dass Sie ihnen in einem Elterngespräch gerne Auskunft über die Sprachentwicklung ihres Kindes geben. Bedanken Sie sich bei den Eltern für ihre Aufmerksamkeit und beenden Sie den Abend.

 

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