So kommen Informationen über niederschwellige Angebote bei allen Eltern an


06.12.2017
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Die Elternschaft in Kitas ist heutzutage sehr bunt und vielfältig: Akademiker, Arbeitslose, alteingesessene Familien aus dem Stadtviertel, neu hinzugezogene junge Familien, Familien mit Migrationshintergrund. Sie können bestimmt noch etliche weitere Varianten hinzufügen. Im Grunde macht diese Vielfalt Ihre Zusammenarbeit mit den Eltern so spannend, abwechslungsreich und lebendig. Aber auch anstrengend und aufwendig. Schließlich müssen Sie einen Weg finden, wie Sie und Ihr Team auch die Eltern erreichen, mit denen die Kontaktaufnahme schwierig ist.

 

Warum gibt es niederschwellige Angebote?

Sie als Kita haben mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft abgeschlossen. Gleichberechtigt kümmern Sie sich um die Belange, die Begleitung und Förderung des jeweiligen Kindes. Damit das wirklich im Alltag so gelebt werden kann, braucht es Absprachen und Kommunikation. Viele Familien melden sich für die Elternsprechstunde an, kommen zum Elternabend oder besuchen den Fachvortrag über Kindergesundheit. Mit diesen Angeboten erreichen Sie aber nur einen Teil Ihrer Elternschaft. Für alle anderen brauchen Sie besondere Angebote.

So gelingen niederschwellige Angebote

Die folgenden 5 Maßnahmen haben sich in der langjährigen Berufspraxis bewährt. Sie basieren auf Erkenntnissen der Fachliteratur, kombiniert mit meinen eigenen Erfahrungen.

5 Maßnahmen, wie niederschwellige Angebote besser angenommen werden

1. Kostenfreie Teilnahme: Ermöglichen Sie den Eltern eine kostenfreie Teilnahme an Ihren Angeboten. Sprechen Sie mit dem Träger, ob er dafür eine bestimmte Geldsumme zur Verfügung stellt. Auch über Spenden oder nicht zweckgebundene Gelder könnten Sie Referenten, Ausflüge und Sonstiges finanzieren. So gelingt die Umsetzung: Achten Sie auf eine generelle Kostenfreiheit bei Angeboten, damit sich niemand besonders bedürftig vorkommt. Werben Sie auf Plakaten für die Aktionen und Angebote und schreiben Sie extra groß dazu, dass es kostenfrei ist.

2. Teilnahme ohne Anmeldung: Wenn sich Familien für Ausflüge, Aktionen, Besuche erst anmelden müssen, ist das für viele ein Grund, darauf zu verzichten. Lassen Sie zu, dass Eltern spontan und flexibel zu Aktionen dazustoßen können. Lehnen Sie die Eltern nicht ab und verlangen Sie keine schriftliche Anmeldung. So gelingt die Umsetzung: Postieren Sie eine Mitarbeiterin oder Mutter im Eingangsbereich der Kita, kurz vor der Aktion oder am Tag der Aktion. Diese Person kann Eltern ansprechen und im persönlichen Gespräch gut erklären, um was es geht.

3. Verschiedene Angebotszeiten: Testen Sie möglichst viele verschiedene Zeiten für Aktionen und legen Sie sich dann auf die Zeit fest, zu der Sie die meisten Familien erreichen. So gelingt die Umsetzung: Fragen Sie die teilnehmenden Eltern ganz direkt und persönlich, welche Tageszeit für sie ideal wäre. Im persönlichen Gespräch können Sie zur Not auch mit dem Zeigen auf die Uhr erklären, was Sie wissen möchten.

4. Atmosphäre schaffen: Kochen Sie gemeinsam, machen Sie einen Waldspaziergang, etwa um Holz für ein Feuer zu holen. Damit erreichen Sie oft mehr Menschen, als wenn Sie einen Vortrag über gesunde Ernährung halten. So gelingt die Umsetzung: Laden Sie die Eltern über Plakate oder direkte Ansprache ein. Sie erreichen die Eltern vor allem durch das persönliche Ansprechen.

5. Fremde Begleitung zulassen: Lassen Sie fremde Begleitpersonen zu, die kein Kind bei Ihnen in der Kita haben. Das gibt den Eltern Sicherheit. So gelingt die Umsetzung: Sprechen Sie die Eltern an, wenn sie in Begleitung anderer Personen in die Kita kommen. Laden Sie auch die Begleitungen explizit ein.

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