Regen Sie Eltern mit kreativen Dokumentationen zum Lesen an


20.11.2017

Sicherlich kennen Sie auch das Problem: Sie dokumentieren Bildungsinhalte, Ihren Tagesablauf, Erlebnisse, Lerngeschichten etc. für die Eltern und kaum einer nimmt sie wahr. Eine Dokumentation ist nicht nur wichtig, um Ihre Arbeit transparent zu machen, sondern auch, um sie für sich selbst zu reflektieren und auszuwerten.

Die Orientierungs- bzw. Bildungs- und Erziehungspläne der 16 Bundesländer empfehlen, Bildungsprozesse von Kindern zu beobachten und zu dokumentieren. Daher wird die Dokumentation oftmals als Belastung anstatt als gewinnbringende Aufgabe gesehen. Mit den nachfolgenden Ideen muss das nicht sein.

Lassen Sie Ihre Dokumentation aufblühen

Der Rätselbaum eignet sich wunderbar dazu, um ein Projekt zu dokumentieren. Gestalten Sie an der Wand einen Baum aus Pappe oder malen Sie diesen auf die Wand. Fertigen Sie ebenfalls aus Pappe Blüten und Blätter an. Diese sollten so groß sein, dass auch ein Foto darauf aufgeklebt werden kann.

Wenn Sie nun mit den Kindern ein Projekt bearbeiten, werden auf die Blüten Fragen oder Themen der Kinder geschrieben. Diese Blüten hängen Sie an den Baum. Immer wenn Sie im Projektverlauf diese Frage beantworten oder hierzu Angebote machen, notieren Sie sie Antworten, Erlebnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen der Kinder auf den Blättern. Auch Fotos können hier ergänzt werden. Diese werden ebenfalls an den Baum gehängt. Im Laufe des Projekts erhalten Sie einen wunderschönen grünen und blühenden Baum voller wertvoller Erinnerungen.

Diesen Baum können Sie immer wieder verwenden. Wenn Sie die Blätter und Blüten einlaminieren, lassen sich diese mit einem wasserlöslichen Stift beschriften und bekleben. Das Ganze kann später auch wieder ganz leicht entfernt und neugestaltet werden. Der Baum lässt sich ebenfalls als Mind-Map für Planungen und Projekte einsetzen.

Klemmen Sie Dokumentationen fest

Klemmbügel aus Holz eignen sich wunderbar, um eine Dokumentation schnell und optisch ansprechend zu präsentieren. Ebenfalls bietet sich diese Methode für den Tages- oder Wochenrückblick an. Alles, was Sie hierzu benötigen, sind mindestens 5 Hosenbügel aus Holz (für jeden Öffnungstag in der Woche einen). Hängen Sie diese Bügel gut sichtbar auf. Das geht, indem Sie diese an langen Seilen von der Decke baumeln lassen.

Zur Dokumentation gestalten Sie jedes Mal ein DIN-A4-Blatt. Dieses kann sich auf ein Angebot beziehen, auf Erlebnisse der Kinder oder Ähnliches. Auf dem Blatt haben Sie mehr Platz als auf den üblichen Wochenrückblicken, die in den Kitas zu finden sind. So finden auch Fotos oder selbstgemalte Bilder der Kinder noch ausreichend Platz. Klemmen Sie das Blatt einfach in den Hosenbügel und Ihre Dokumentation hat einen ansprechenden Platz gefunden.

Sie können mit dieser Methode auch mehrere Blätter für einen Tag gestaltet und untereinander hängen. Denn gerade wenn Kinder etwas gemalt haben oder Fotos mit ausgehängt werden sollen, reicht manchmal der Platz auf einem Blatt nicht immer aus.

Integrieren Sie Dokumentationen ins Portfolio

Diese Blätter eigenen sich auch sehr gut dazu, sie später in das Portfolio der Kinder zu integrieren. Hierzu müssen Sie nur die einzelnen Blätter kopieren und in das Portfolio der Kinder einheften.

Darauf müssen Sie achten

Die Dokumentation ist auch immer ein Stück Öffentlichkeitsarbeit. Wenn Sie dokumentieren, geht es nicht darum, sich selber oder die Kinder übermäßig im Sinne von „es war alles spitzenmäßig“ zu loben. Konzentrieren Sie sich auf Dinge, die etwas Besonderes sind und einer Anerkennung bedürfen. Hierzu gehören Dinge,

  • bei denen die Kinder motiviert waren,
  • ein Problem gelöst haben,
  • etwas für sie Neues herausgefunden haben,
  • bei denen die Kinder eine große Eigentätigkeit gezeigt haben,
  • Äußerungen zu einem Thema oder
  • Entwicklungsschritte eines Kindes.

Greifen Sie dabei zu treffenden und verbindlichen Formulierungen. Richten Sie Ihren Blick darauf, was die Kinder erlebt haben und nicht darauf, was Sie mit den Kindern gemacht oder was Sie Ihnen angeboten haben. Beispielsweise: „Anna hat selbstständig beim experimentieren mit Wasser herausgefunden, dass Watte langsam untergeht, Steine hingegen sofort“.

Setzen Sie Fotos ein

Ergänzen Sie die schriftlichen Äußerungen noch mit Fotos von der Situation. So wird den Eltern und Besuchern auf den ersten Blick deutlich, mit welchen Dingen sich die Kinder gerade beschäftigen. Sie erfahren etwas über die Motivation der Kinder und deren Selbstbildung.

Mein Tipp für Sie: Wenn es sich bei der Dokumentation um etwas handelt, was Sie dauerhaft für die Kinder archivieren möchten, fotografieren Sie den Baum, die Blätter und Blüten oder die einzelnen Seiten der Bügel einfach.

Eine ansprechende Dokumentation zu gestalten ist gar nicht so schwer. Mit den oben genannten Ideen können Sie ganz einfach Erlebnisse, Entwicklungsschritte, Projekte, Angebote oder Ihren Tagesrückblick eindrucksvoll präsentieren. Dies erfordert nicht mal viel Arbeit und hat trotzdem eine sehr gute Wirkung. So eine optisch gut präsentierte Dokumentation regt zum Lesen an und bleibt langfristig in Erinnerung.

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