So verbringen Sie einen sicheren Waldtag mit Kleinkindern


23.08.2017

Gerade während der warmen Sommermonate lockt der Wald mit seiner kühlen Luft. Ein Besuch im heimischen Forst ist auch für kleine Kinder ein großes Erlebnis. Doch gerade, wenn Sie mit Kleinkindern einen Waldtag planen, ist einiges zu beachten. Was das ist und wie Sie dieses professionell umsetzen, erfahren Sie nachfolgend.

 

 

1. Tipp: Bereiten Sie den Ausflug sorgfältig vor

Ein gelungener Waldtag steht und fällt mit dem passenden Ziel. Ein gut gewählter Platz im Wald bietet den Kleinkindern viele Anregungen, jedoch keine Gefahrenquellen.

Der perfekte Platz sollte:

  • auch für Ihre jüngsten Kinder – ggf. mithilfe eines Krippen­ oder Boller­wagens – gut erreichbar sein.
  • weit genug von der Straße entfernt sein, damit die Kleinkinder sich frei bewegen können.
  • übersichtlich sein, damit Sie stets alle Kleinkinder im Blick behalten.
  • frei von Giftpflanzen oder Wespennestern sein.
  • den Kleinkindern die Möglichkeit bieten, verschiedene Erfahrungen zu machen, z. B. kleine Krabbeltiere entdecken, auf umgestürzten Baumstämmen balancieren, weiches Moos riechen und befühlen oder Naturmaterialien sammeln.

Außerdem müssen Sie bedenken, wie und wo im Wald Sie die Kleinkinder wickeln und die Mahlzeiten einnehmen.

Für Ihre Praxis: Grenzen Sie den Bereich, in dem sich die Kleinkinder frei bewegen dürfen, durch Flatterbänder ein. Besprechen Sie mit den Kindern diese Grenzen. Achten Sie gewissenhaft darauf, dass die Kinder diese auch einhalten.

2. Tipp: Nehmen Sie genügend Begleitpersonen mit

Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen Sie genug Aufsichtspersonen mitnehmen. Die Zahl hängt von dem Entwicklungsstand und der Persönlichkeit Ihrer Kleinkinder ab. Als Faustregel gilt: 1 Person für 4–5 Kinder. Wählen Sie nur Personen aus, denen Sie vertrauen, dass sie gewissenhaft auf die Kinder achten. Aber denken Sie stets daran: Aufsichtspflicht und Verantwortung bleiben trotz­ dem immer bei Ihnen!

Wenn Sie Eltern mitnehmen, bitten Sie die Eltern unbedingt, sich auf alle Kleinkinder zu konzentrieren. Denn es kann schnell passieren, dass die Eltern sich nur um ihr Kind kümmern oder sie die Zeit für den Austausch untereinander nutzen.

3. Tipp: Informieren Sie die Eltern vorab

Informieren Sie die Eltern 1–2 Wochen vorher schriftlich über den geplanten Waldtag. Lassen Sie sich von den Eltern ihr schriftliches Einverständnis geben. Geben Sie den Eltern auch die Checkliste mit.

Diese Dinge braucht Ihr Kind für unseren Waldtag am …

  • Bequeme und feste Schuhe
  • Witterungsentsprechende Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen
  • Sonnenhut
  • Rucksack
  • Frühstück möglichst abfallarm verpackt, keine Milchprodukte und süßen Speisen, keine Brotaufstriche.
  • Wiederverschließbare Trinkflasche mit Wasser oder Tee.
  • Bei sonnigem Wetter müssen die Kinder gut mit Sonnenschutzcreme eingecremt werden.

4. Tipp: Das gehört in Ihre Ausrüstung

Nehmen Sie eine Notfallausrüstung mit. Die praktische Checkliste hilft Ihnen dabei, nichts Wichtiges zu vergessen.

Diese Ausrüstung müssen Sie als Erzieherin für den Waldtag mitnehmen

  • Aufgeladenes Handy
  • Liste mit allen Telefonnummern der Eltern und Telefonnummer der Kita
  • Erste-Hilfe-Tasche
  • Sonnenschutzcreme
  • Feuchte Waschlappen zum Händewaschen (am besten in einer Plastiktüte verpackt)
  • Wickelutensilien (Windeln, Feuchttücher, Wickelunterlagen, Toilettenpapier)
  • Wechselkleidung für die Kleinkinder
  • Ca. 5 Müllbeutel
  • Tasche für Fundstücke
  • Vorhandene Becherlupen und Lupen

5. Tipp: Beobachten Sie das Wetter

Ein bisschen Regen schadet Kleinkindern nicht. Dennoch ist es sehr wichtig, das Wetter im Auge zu behalten. Sollte sich ein Unwetter oder Gewitter ankündigen, sagen oder brechen Sie den Waldtag ab. Sonst droht im Wald schnell Gefahr durch herabfallende Äste oder Blitze.

6. Tipp: Zählen Sie regelmäßig die Kleinkinder

Gerade im Wald kann schnell ein Kleinkind verloren gehen. Prüfen Sie anhand der Anwesenheitsliste morgens, welche Kinder anwesend sind. Zählen Sie die Kinder während und nach Ihrem Besuch im Wald regelmäßig durch.


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