Geschichte zum Vorlesen: „Wie Lina und ein Igel gemeinsam Weihnachten feierten“


23.12.2019

Lina freut sich schon unheimlich auf Weihnachten. Da ist es immer so ruhig bei ihnen zu Hause. Mama und Papa müssen nicht arbeiten, alle haben füreinander Zeit, und es gibt Linas Lieblingsessen. Nach dem Weihnachtsgottesdienst, bei dem immer von der Geburt des Jesuskindes im Stall zu Bethlehem erzählt wird, liegen dann unter dem Weihnachtsbaum, direkt neben der Krippe, die Geschenke. Darauf freut sich Lina natürlich auch sehr.

Bald ist es so weit. Heute hat Lina schon das 18. Türchen an ihrem Adventskalender geöffnet. Als Lina von der Kita nach Hause kommt, sagt ihre Mutter: „Komm, wir gehen in den Keller und holen die Weihnachtskrippe herauf. Dann kannst du sie aufstellen und Maria, Josef, das Jesuskind und die Hirten mit ihrer Schafherde dazustellen. Das machst du doch immer so gerne.“ „Oh ja!“, ruft Lina begeistert, dazu muss man sie nicht 2-mal bitten.

 

 

Im Keller wartet eine Überraschung auf Lina

Gemeinsam steigen sie die Kellertreppe hinab. Im Keller ist es kalt, durch das nebenan liegende Garagentor kommt immer wieder kalte Winterluft herein, wenn Mama oder Papa das Tor öffnen. Direkt neben der Garage befindet sich der kleine Raum, in dem die Dekorationssachen aufbewahrt werden. Mama sucht den Karton mit der Krippe. „Wo habe ich den letztes Jahr bloß hingestellt?“, fragt sie und schaut sich um. „Ah, da ist er ja!“ Gleich darauf ruft sie erstaunt: „Nanu! Der Karton ist umgefallen und halb offen … aber was ist denn da drin?“ Jetzt sieht Lina es auch: Im Karton, direkt in der Weihnachtskrippe, liegt zusammengerollt ein Igel. Mittendrin, zwischen dem in Seidenpapier eingewickelten Jesuskind und seinen Eltern!

„Ist er tot?“, flüstert Lina. „Nein, ich sehe, dass er atmet“, meint ihre Mutter. „Es war ihm wohl draußen zu kalt, und so ist er  eines Tages durch das offene Garagentor in unseren Keller spaziert. Natürlich, hier zwischen all dem Seidenpapier und Karton hat er es schön kuschelig.“ „Aber braucht er denn nichts zu essen und zu trinken?“, fragt Lina besorgt. „Weißt du was?“, meint ihre Mutter, „wir rufen bei Dr. Beck an, das ist doch der Tierarzt, der hier gleich um die Ecke wohnt, und fragen ihn, was er dazu meint.“

Und so kam es, dass der Igel den ganzen Winter über bei Linas Familie im Keller wohnte. Der Tierarzt Dr. Beck empfahl, dem Igel etwas zu trinken und zu essen hinzustellen, was der kleine und noch recht schwache Igel gern annahm. Und Weihnachten? Das wurde dieses Jahr ein wenig anders gefeiert: Mit einer von Lina selbst gebastelten Krippe aus einem Schuhkarton. Und mit Figuren aus Klorollen – denn schließlich wollten sie den Igel beim Jesuskind nicht stören. Am Heiligabend ging Lina, noch vor ihrer eigenen Bescherung, zum Igel in den Keller hin- ab. Sie brachte ihm frisches Futter. „Frohe Weihnachten, lieber Igel“, flüsterte sie.

 

Nachbereitungsfragen zur Geschichte

Besprechen Sie mit den Kindern die Geschichte, und nutzen Sie dazu folgende Fragen:
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  • „Was wisst ihr über Igel im Winter?“
  • œ„Was machen andere Tiere im Winter?“
  • „Dürfen Menschen Tieren aus unserer Umwelt helfen?“
  • „Wo sind die Grenzen einer solchen Hilfe?“
  • „Was muss Lina nach dem Winter tun?“
  • „Habt ihr schon einmal etwas Ähnliches erlebt?“
Zum Abschluss können die Kinder die Geschichte nachspielen.
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Weitere Geschichten für die Kita:
  • Karnevalsgeschichte: Julia wird eine Indianerprinzessin
  • Pferdegeschichte: Vom Pferd, das Eier legt

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