Kiwi, Apfel und Ananas, so lernen Kinder verschiedene Obstsorten lieben


19.03.2019

Äpfel, Kiwis, Weintrauben und Bananen lieben fast alle Kleinkinder. Sie wissen wie sie aussehen, wie sie riechen, wie sie schmecken und sich anfühlen. Es gibt aber noch viele andere Obstsorten.

Entdecken Sie mit den Kindern verschiedene Obstsorten. So werden mit der Zeit die Kinder auch unbekannte Obstsorten kennen und lieben lernen.

1. Tipp: Die Kleinkinder nehmen die Obstsorten mit allen Sinnen wahr

Damit die Kleinkinder die unterschiedlichen Obstsorten lieben lernen, müssen sie diese mit allen Sinnen erfahren. Um den Kleinkindern neue Obstsorten vertraut zu machen, sollten Sie zunächst mit milden Früchten beginnen. Entdecken Sie gemeinsam:

  • Wie sieht das Obst aus?
  • Wie riechen die einzelnen Früchte?
  • Wie fühlt sich die Oberfläche mit der Hand an?
  • Muss man das Obst schälen um es essen zu können?
  • Wie fühlt sich das Obst mit der Zunge an?
  • Wie schmeckt das Obst?

So entdecken die Kleinkinder das Obst mit all ihren Sinnen. Sprechen Sie mit den Kleinkindern über diese Erfahrungen.

2. Tipp: Kaufen Sie gemeinsam Obst ein

Besuchen Sie mit den Kleinkindern einen Wochenmarkt oder einen Obsthändler. Betrachten Sie dort das Obst. Entdecken Sie mit den Kleinkindern das Sortiment. Sprechen Sie mit den Kindern über diese neuen Sorten. Sicherlich werden die Kinder viele neue Früchte sehen, die sie bislang noch nicht kannten.

Fragen Sie den Obsthändler, ob die Kinder die Nahrungsmittel mit der Hand befühlen und an ihnen schnuppern dürfen. Oftmals bieten Obsthändler den Kindern kleine Stücke zum Probieren an. Kaufen Sie gemeinsam ein paar verlockend aussehende Sorten. In der Kita können die Kleinkinder diese gemeinsam naschen.

3. Tipp: Bereiten Sie gemeinsam Obststücke zu

Bereiten Sie gemeinsam mit den Kleinkindern kleine Obststücke zu. Schälen Sie das Obst. Mit den Kindern ab 2 Jahren können Sie das Obst in kleine Stücke schneiden. Verwenden Sie hierzu Tafelmesser, damit können die Kinder sich nicht verletzen. Sicherlich wird dabei schon das eine oder andere Stück in den Mund wandern. Akzeptieren Sie dieses unbedingt, denn das ist ja das Ziel Ihres Angebots.

Richten Sie das Obst dekorativ auf einen Teller an. Dieser Teller kann bei einer späteren Snack-Runde von Kleinkind zu Kleinkind wandern. Jedes Kind darf mal zugreifen. Selbst zubereitet und optisch schön angerichtet, schmeckt es den Kleinkindern doppelt gut.

4. Tipp: Gestalten Sie Obstmahlzeiten zu spannenden Abenteuern

Bieten Sie den Kleinkindern am Vor- oder am Nachmittag eine Obstrunde an. Gestalten Sie diese Snack-Runde zu einem gesunden und zugleich spannenden Abenteuer. Erzählen Sie den Kleinkindern eine Geschichte von einer Figur, die sie gerade spannend finden. Das kann die Prinzessin Lillifee, Captain Sharky oder Arielle sein.

Ab sofort mag diese Figur nur noch das Obst auf dem Teller. Sie hat genug von Schokolade, Keksen und Kuchen, denn davon hat sie riesengroße Bauchschmerzen bekommen. Daher ist das neue Lieblingsessen „Zauberobst“.

Suchen Sie gemeinsam mit den sprachlich fitten Kindern in Ihrer Gruppe nach spannenden Namen für das Obst. So wird aus einer Ananas ganz schnell eine wunderschöne Palmenfrucht. Aus Weintrauben, die auf einen Schaschlikspieß gesteckt werden, werden grüne Seeschlangen, die der Captain Sharky vertilgt.

Diese Vorgehensweise erfordert von Ihnen zwar viel Phantasie, sie wird sich aber lohnen. Die Kleinkinder werden so viel Spaß an dem Obst haben und mit der Zeit auch eigene kreative Ideen entwickeln.

5. Tipp: Für hartnäckige Obstverweigerer

Es gibt immer wieder Kleinkinder, die trotz Ihres gesamten Engagements nicht das kleinste Stückchen Obst essen. Sie weigern sich hartnäckig auch nur ein Fitzelchen zu probieren.

Zwingen Sie diese Kinder nicht und vermeiden Sie jegliche Diskussionen. Denn so fördern Sie eher die Abneigung gegen Obst anstatt eine positive Verbindung zu dem Lebensmittel. Bieten Sie dem Kleinkind aber immer wieder Obst an.

6.Tipp: Für empfindliche Kleinkinder

Manche Kleinkinder vertragen Obstsäuren und Vitamin C nur schlecht. Das äußert sich dann oftmals in Form eines wunden Popos. In solch einem Fall sollten Sie vorsichtig sein mit:

  • Zitrusfrüchten
  • Beerenfrüchten
  • Ananas
  • Kiwis

Verwenden Sie bei empfindlichen Kleinkindern immer nur ein Lebensmittel, um eindeutige Rückschlüsse ziehen zu können. Tauschen Sie sich auch mit den Eltern hierüber aus.

Fazit

Bieten Sie den Kindern vielfältige Möglichkeiten verschiedene Obstsorten in all ihren Facetten kennenzulernen. Regen Sie die Kleinkinder an, das Obst mit allen Sinnen zu entdecken. So legen Sie einen wichtigen Grundstein für eine gesunde Ernährung.

Tipps für Ihre Praxis:

Bitten Sie jede Woche eine Kita-Familie ein Obstkorb für alle Kleinkinder mitzubringen. Dieser Korb soll bekannte und 1–2 relativ unbekannte Obststücke enthalten. So haben Sie immer eine gute Auswahl an Obst für die Kinder vorrätig.


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