5 Tipps, mit denen Sie Ihrer Fürsorgepflicht im Winter gerecht werden


17.02.2017
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Natürlich wollen und sollen Ihre U3-­Kin­der auch in der kalten Jahreszeit draußen spielen. Gleichzeitig ist das Spiel bei Eis und Schnee mit einigen Gefahren verbunden, die Sie und Ihre Kollegen in den Griff bekommen müssen. Das heißt: kritische Situationen erkennen und gemeinsam überlegen, wie man sie vermeiden kann. Worauf Sie achten müssen lesen Sie hier.

 

 

1. Tipp: Vereiste Spielgeräte konsequent sperren


Wenn es friert, können Spielgeräte schnell extrem rutschig werden. Das ist gerade für U3­-Kinder, die ohnehin noch nicht so standsicher sind, eine besondere Gefahr. Daher sollten Sie, bevor die Kinder rausgehen, überprüfen, ob die Geräte „bespielbar“ sind. Sind sie zu rutschig, sollten sie gesperrt werden. Für die Kinder können Sie dies mit Flatterband deutlich machen. Am besten legen Sie im Team klar fest, wer für die Kontrolle des U3­Bereichs zuständig ist.

2. Tipp: Vereiste Wege streuen und Schlitterbahnen verbieten


Vereiste Pfützen und schneeglatte Wege sind für Kleinkinder sehr gefährlich. Sie sollten sie daher konsequent streuen. Da Ihre Schützlinge noch vieles in den Mund stecken, ist Streusalz nicht das geeignete Mittel. Besser ist es mit Sand oder feinem Lava­-Splitt für Sicherheit zu sorgen.

Außerdem sollten Sie beim von U3­ und Ü3-­Kindern gemeinsam genutzten Außengelände darauf achten, dass Schlitterbahnen, die sich bei den „Großen“ großer Beliebtheit erfreuen, konsequent verboten und gestreut werden. Sie sind schon für die Ü3­-Kinder extrem gefährlich, für Ihre Kleinen, aber ein großes Verletzungsrisiko.

Auch wenn Schlittern auf zugefrorenen Pfützen einen Riesenspaß macht, die Gefahr, dass Kinder ausrutschen und sich ernsthaft verletzten, ist groß. Hiervor schützt auch konsequente Aufsichtsführung an der Schlitterbahn nicht. Da­ her sollten Sie – auch wenn es manchmal schwerfällt – solche Unternehmungen konsequent verbieten und vereisten Pfützen mit Streumaterial zu Leibe rücken.

3. Tipp: Schneeballschlachten steuern


Schneeballschlachten sind auch schon für Kleinkinder ein Riesenspaß, jeden­ falls so lange, bis ein Schneeball eine gefährliche Fracht, wie Eisstücke, Steine oder Holzstücke enthält und diese im Auge landet. Um dies zu verhindern, soll­17ten Sie Schneeballschlachten in vernünftige Bahnen lenken, z. B. indem Sie die Kinder zu einem „Zielwerfen“ auf eine Zielscheiben herausfordern.

4. Tipp: Kinder vor Unterkühlung schützen


Vor allem Kleinkinder setzen sich ohne Hemmungen in den Schnee oder spielen auch bei nasskaltem Wetter mit Begeisterung im Sandkasten. Hiergegen ist so­ lange nichts einzuwenden, solange die Kinder der Witterung angemessen gekleidet sind. Außerdem müssen Sie dar­ auf achten, dass die Kinder nicht zu sehr auskühlen und durchnässte Kinder schnell ins Warme holen und umziehen. Dies gilt insbesondere für Kinder, die keine witterungsangemessene Kleidung und Schuhwerk haben. Diese müssen Sie genau im Auge behalten und notfalls früh­ zeitig in die Gruppe schicken. Suchen Sie außerdem das Gespräch mit den Eltern und bitten Sie, für angemessene Kleidung zu sorgen. Verweisen Sie bedürftige Eltern an die örtlichen Kleiderkammern oder Kinder-­Sekond-­Hand-­Läden.

5. Tipp: Rutschstellen im Eingangsbereich vermeiden

Wenn die Kinder von draußen mit Schnee an den Schuhen in die Kita laufen, wird Ihr Eingangsbereich schnell zur Rutsch­ bahn. Das ist gerade für Ihre U3-­Kinder gefährlich. Stimmen Sie sich daher im Team ab, dass sofort Wasserlachen mit einem Wischmopp beseitigt werden. Hilfreich ist es auch, wenn Sie im Eingangsbereich vom Garten zur Kita Schmutzfangmatten auslegen. So können Sie den größten Schmutz und auch die Feuchtigkeit auffangen.

Anhand der folgenden To-­do­-Liste vergessen Sie keinen Punkt, den Sie mit Ihren Mitarbeiterinnen besprechen müssen, und können direkt Verantwortlichkeiten festlegen.

 

To-do-Liste: Klären Sie, wer in Sachen „Sicherheit der U3-Kinder im Winter“ wofür verantwortlich ist

  • Im Winter müssen, bevor die Kinder rausgehen, die Spielgeräte auf Eis­ und Glättebildung überprüft und wenn notwendig mit Flatter­ band abgesperrt werden.
  • Zugefrorene Pfützen und Wege werden mit U3­-gerechtem Streu­ gut unschädlich gemacht.
  • Schlittern wird konsequent verboten.
  • Schneeballschlachten sind nur auf unbewegliche Ziele erlaubt.
  • Die Enden langer Schals werden vor dem Spielen im Freien von den Erzieherinnen unter die Kleidung gesteckt.
  • Kinder werden immer wieder zum Aufstehen motiviert.
  • Durchnässte Kinder werden umgehend ins Warme gebracht und umgezogen.
  • Eingangsbereich vom Außengelände wird immer wieder trocken gewischt.
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Das sagen unsere Leser

Für „Kinder unter 3 in Kita & Krippe“ habe ich mich entschieden, weil es zu diesem Thema kaum professionelle, verlässliche Literatur gab. Ganz toll finde ich neben den langfristig erprobten Tipps und Liedern für die Kleinsten die entwicklungspsychologischen Beiträge. Unterstützt wird das Ganze durch praxisnahe Hilfe wie z. B. Beobachtungsbögen. Dadurch bin ich auch auf schwierige Elterngespräche optimal vorbereitet. Und zu den relevanten Themen wie beispielsweise Trotz und Sauberkeit bekomme ich immer die neuesten Erkenntnisse geliefert: So kopiere ich dann auch manchmal etwas für unsere Eltern-Infowand. „Kinder unter 3 in Kita & Krippe“ ist für mich eine tolle Unterstützung in meinem Arbeitsalltag!

Sonja Großmann-Bott, Kindergarten unterm Regenbogen, Höfen

Unsere AWO Kita-Einrichtung ist schwerpunktmäßig auf 0- bis 3-Jährige ausgerichtet, und für uns ist „Kinder unter 3 in Kita & Krippe“ die perfekte Unterstützung: Obwohl wir seit über 30 Jahren mit Kindern unter 3 arbeiten, sind wir dankbar für all die neuen Anregungen und die praxisorientierten Angebote aus „Kinder unter 3 in Kita & Krippe“. Gerade im Bereich Entwicklungspsychologie hat sich so viel getan, dass es wunderbar passt, hier immer topaktuell informiert zu sein. „Kinder unter 3 in Kita & Krippe“ ist eine tolle Sache!

Christel Kamprath, AWO Kita Rotkäppchen, Allstedt


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