vater flüstert anderem vater etwas ins ohr, symbol: murmelgruppe bei elternabend

3 Methoden, mit denen Sie zur Beteiligung am Elternabend anregen

© KI generiert mit Midjourney
Inhaltsverzeichnis

Beim Elternabend muss kein peinliches Schweigen herrschen. Planen Sie geschickt solche Methoden in Ihren Elternabend ein, die alle Eltern zur Beteiligung motivieren und anregen. Diese Methoden sind sowohl für unsichere Eltern als auch für Vielredner unter den Eltern, die einen hohen Redebedarf haben, geeignet. Lesen Sie hier, wie Sie es als Leitung schaffen, bei Elternabenden mit Vielrednern umzugehen und auch tendenziell zurückhaltendere Eltern zur Beteiligung zu motivieren.

BietenSieallenEltern Raum zum Austausch

Wenn Sie wissen, dass Ihr Elternabend ein Thema mit hohem Redebedarf behandelt, können Sie mehrmals 5 Minuten als Murmelgruppen anbieten. Stellen Sie dazu eine Frage und bitten Sie die Eltern, sich über die Frage mit dem Sitznachbarn im Flüsterton auszutauschen. Nach 3–5 Minuten ist der Austausch erfahrungsgemäß beendet.

Murmelgruppensind mehrmals möglich

Diese Methode ist in der Elternarbeit sehr wirkungsvoll, denn sie beteiligt alle Eltern. Alle haben durch die Murmelgruppen das Gefühl, dass sie aktiv am Elternabend mitgewirkt haben.

Die Murmelgruppen können Sie 2- bis 3-mal bei Ihrem Elternabend mit unterschiedlichen Fragestellungen einsetzen.

Diskussionsrunden aktivieren die Eltern

Bereiten Sie sich auf eine Diskussion im Anschluss an den Elternabend besonders intensiv vor. Als moderierende Leitung greifen Sie am besten nie inhaltlich in Diskussionen der Eltern ein. Denn Sie als ModeratorIn sollten in Diskussionsrunden unabhängig bleiben und die Diskussion nicht lenken oder beeinflussen dürfen.

Praxisübersicht: Beteiligungsinstrumente für den Elternabend

Methode Praktische Umsetzung in Ihrer Kita Darauf achten Sie besonders
Fragenspeicher Erklären Sie den Eltern: Verständnisfragen werden gleich beantwortet, inhaltliche Fragen später. Beschriften Sie ein Flipchart mit „Fragenspeicher“. Schreiben Sie alle inhaltlichen Fragen, die während des Vortrags gestellt werden, in den Fragenspeicher. Beantworten Sie diese Fragen im Anschluss an Ihren Vortrag. Aktivieren Sie Eltern dazu, ihre eigenen Fragen auch selbst in den Fragenspeicher einzutragen. Treffen Sie klare Unterscheidungen, welche Fragen Verständnisfragen sind und welche zum inhaltlichen Teil gehören. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen dazu ein. Beantworten Sie Verständnisfragen mit wenigen Sätzen und fügen Sie ein Beispiel zur Verdeutlichung an.
Murmelgruppen Formulieren Sie während des Elternabends eine Frage, die zum Inhalt passt und zu der Eltern Austauschbedarf haben. Unterbrechen Sie Ihren Vortrag. Bitten Sie die Eltern, sich mit ihrem Sitznachbarn flüsternd auszutauschen. Fahren Sie mit Ihrem Vortrag fort, wenn das Murmeln fast verstummt ist. Verzichten Sie auf Zeitvorgaben für die Murmelgruppen. Orientieren Sie sich am Gesprächs- bedarf der Eltern. Achten Sie darauf, wann die Gespräche (das Murmeln) enden, und machen Sie dann sofort mit Ihrem Inhalt weiter, sonst entwickeln sich ungewünschte Nebengespräche.
Diskussion Bereiten Sie sich gründlich auf die Diskussion vor. Legen Sie sich aktivierende Fragen zurecht, falls die Diskussion nicht in Schwung kommt. Nehmen Sie inhaltlich nicht Stellung. Bremsen Sie Vielredner aus, indem Sie die anderen Eltern konkret nach ihrer Meinung fragen. Behalten Sie die Rolle des Moderators. Lassen Sie sich nicht zu inhaltlichen Stellungnahmen oder zum Mitdiskutieren verleiten.