Man sieht Bücher. CDs, Handys und Tablets auf einem Tisch in einer Kita.

Bildungsbereich: So fördern Sie die Medienkompetenz von Kindern mit dem Medienführerschein

Inhaltsverzeichnis

Kinder kommen unweigerlich schon früh mit Medien in Kontakt. In einer digitalisierten Welt sind Medien nicht wegzudenken und die Medienkompetenz zu stärken, ist ein wichtiger Bildungsbereich in der Kita. Schließlich kann das Bewusstsein für Medien und auch die kritische Auseinandersetzung mit ihnen gar nicht früh genug beginnen.

Was bedeutet Medienkompetenz?

Medienkompetenz meint die Fähigkeit, Medien bedienen zu können und sie für die eigenen Bedürfnisse und Vorhaben sinnvoll einzusetzen. Auch die kritische Auseinandersetzung mit Medien und das Hinterfragen von konsumierten Inhalten ist ein wichtiger Teil der Medienkompetenz. Ebenso gehört zur Medienbildung die Fähigkeit, das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren sowie auch selbst Inhalte für Medien gestalten zu können. 

Defintion: Was ist ein Medium?

In der Kommunikations- und Medienwissenschaft gibt es keine einzelne, universell akzeptierte Definition, weil „Medium“ je nach Theorieebene Unterschiedliches meint (technisch, sozial, kulturell, symbolisch). Ein gemeinsamer Kern ist aber: Medien ermöglichen oder strukturieren Kommunikation, indem sie etwas zwischen SenderIn und EmpfängerIn „schalten“.

Eine prägnante wissenschaftliche Formulierung lautet: Medien sind „das, was zwischen die Menschen tritt und sie miteinander verbindet“ – also Voraussetzungen und Mittel, mit deren Hilfe Kommunikation hergestellt wird.

1) Sprachlich-lexikalische Grundbedeutung (Alltagssprache)

Das Wort Medium (lat. medium = „das Mittlere“) bezeichnet allgemein ein vermittelndes Element. Im heutigen Sprachgebrauch wird es außerdem häufig als Einrichtung/Technik/Organisationsform verstanden, über die Informationen und kulturelle Inhalte verbreitet werden (z. B. Presse, Rundfunk, Fernsehen).

2) Kommunikationswissenschaftliche Perspektive (funktional)

In der Kommunikationswissenschaft wird „Medium“ oft als Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Dinge verwendet, die Kommunikation ermöglichen: Gegenstände, Technologien, Verfahren, Kanäle, mit deren Hilfe sich Kommunikation herstellen lässt.

Dazu gehören z. B. Sprache, Schrift, Bilder, Radio, Internetplattformen, je nachdem, auf welcher Ebene man schaut.

3) Medientheoretische Perspektiven (Warum Medien mehr sind als „Kanäle“)

a) McLuhan: Medien prägen Wahrnehmung und Gesellschaft


Marshall McLuhan betont, dass nicht nur Inhalte wirken, sondern das Medium selbst (z. B. Fernsehen vs. Buch vs. Smartphone) soziale Praktiken und Wahrnehmung verändert („the medium is the message“).

b) Luhmann: Medium/Form – Medium als Möglichkeitsraum

Niklas Luhmann unterscheidet „Medium“ und „Form“: Ein Medium ist eine lose Kopplung von Elementen, aus der Formen als Verdichtungen/Selektionsleistungen entstehen. Das Medium eröffnet also Möglichkeiten; Formen wählen und stabilisieren konkrete Gestalten (z. B. „Sprache“ als Medium, „ein Satz“ als Form).

Wieso ist Medienkompetenz ein kritisches Thema?

Medien sind ein pädagogisches Reizthema und viele Eltern wünschen sich für ihre Kinder eine nahezu medienfreie Kindheit, so wie sie sie erlebt haben. Medien seien häufig der Grund für viele Probelme. Die Sorge, dass die Kinder Einflüsse unterliegen, die die Eltern nicht kontrollieren können, ist groß. Große europäische Untersuchungen zeigen, dass mit mehr Online-Nutzung oft auch mehr Risiken einhergehen, weshalb es auf Begleitung, Schutz und Kompetenzförderung ankommt. Und: Gerade im frühen Kindesalter kommt es stark auf Interaktion und Mit-Begleitung durch Erwachsene an. Fachgesellschaften betonen, dass erwachsene Bezugspersonen helfen sollten Medienerfahrungen einzuordnen und dass exzessive Nutzung schaden kann. 

Kinder für Medien zu sensibilisieren, ist wichtig, da sie früher oder später damit in Kontakt kommen. Nicht umsonst gibt es den Medienkompetenzrahmen, der Grundlagen für die Vermittlung von Medienkompetenz in Grundschule, Förderschulen und Schulen vorsieht. Doch schon im Kindergarten beginnt die Auseinandersetzung mit Medien. Hierbei gilt es, mit Fingerspitzengefühl zu agieren und sich selbst die eigene Vorbildfunktion als Erzieher bewusst zu machen. Um Kindern einen achtsamen Umgang mit Medien in der Kita beizubringen, muss auch das eigene Verhalten entsprechend angepasst werden. 

Warum ist der Erwerb von Medienkompetenz so wichtig?

Kinder wachsen heute in einer Lebenswelt auf, in der digitale Medien selbstverständlich dazugehören und das oft schon vor der Schule. Studien zur frühen Mediennutzung zeigen, dass bereits 2- bis 5-Jährige Kinder regelmäßig mit unterschiedlichen Medienangeboten in Kontakt kommen (z. B. Streaming, Smartphone/Tablet im Haushalt). Spätestens im Grundschulalter ist „online“ für viele Kinder Alltag; aktuelle Erhebungen beschreiben, dass sich Mediennutzung deutlich in Richtung individueller, mobiler und internetbasierter Angebote verschoben hat. (KIM-Studie 2024)

Genau deshalb ist nicht „Abschirmung“ das zentrale Ziel, sondern Kompetenzerwerb: Kinder brauchen Orientierung, Sprache und Übung, um Medien sicher, kritisch und selbstbestimmt zu nutzen. Das ist auch bildungspolitisch klar verankert: Die Kultusministerkonferenz betont in ihrer Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, dass Kinder und Jugendliche Kompetenzen benötigen, um sich kritisch, sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt bewegen zu können.

Medienkompetenz ist dabei mehr als „Bedienwissen“. UNESCO fasst Medien- und Informationskompetenz als Fähigkeit, Informationen kritisch einzuordnen, sich im digitalen Raum sicher zu bewegen und verantwortungsvoll zu handeln. Auch aus kinderrechtlicher Perspektive ist das relevant: Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes (General Comment No. 25) unterstreicht, dass Kinder im digitalen Umfeld unterstützt werden müssen. Dazu gehört ausdrücklich auch der Aufbau von Fähigkeiten/Kompetenzen, um Chancen nutzen und Risiken bewältigen zu können.

Medienkompetenz stärken: Wie lässt sich dieser Bildungsbereich in den Kita-Alltag integrieren?

Die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern sollte ganzheitlich erfolgen. Das Ziel sollte sein, dass Kinder unterschiedliche Medien kennenlernen und auch lernen diese zu benutzen. Kinder sollen lernen, dass Medien zu verschiedenen Zwecken genutzt werden können:

  • Als Kommunikationsmittel
  • Als Mittel des kreativen Ausdrucks
  • Als Informationsquelle
  • Als Mittel zur Unterhaltung

Auch wenn die Nutzung einiger Medien für Kita-Kinder nur eingeschränkt funktioniert, da sie noch nicht lesen und schreiben können, so können sie sich mit den Grundfunktionen von Geräten befassen. 

Praxistipp

Da die Kita nur einen Teil der Erziehung ausmacht und der Großteil zuhause passiert, ist es außerdem wichtig, dass Sie als Erzieher mit den Eltern zusammenarbeiten. Führen Sie Gespräche dazu, welche Medien die Kinder zuhause nutzen und in welchem Umfang.

Bildungsbereich Medienkompetenz: Wie können Sie sie stärken?

Der Grundstein für die Medienkompetenz kann schon in der Kita gelegt werden. Dafür brauchen die Kinder die Möglichkeit, sich selbst spielerisch mit Medien auseinanderzusetzen. Sie nur passiv zu konsumieren ist nicht genug. Besser ist, Kindern die Möglichkeit zu geben, verschiedene Medien kennenzulernen. Dabei sollten Sie die Kinder begleiten und mit ihnen sprechen. Lassen Sie sie die Medien nicht allein nutzen, sondern seien Sie dabei. Fragen Sie die Kinder, was sie sehen und helfen Sie ihnen, die Eindrücke einzuordnen.

Wichtig: Selbstständig auszuprobieren und der natürlichen Neugierde zu folgen, sorgt für Freude an Medien und bildet die Basis dafür, dass Kinder reflektiert und bewusst mit Medien umgehen. Stellen Sie daher in der Kita kindgerechte Medien zur Verfügung.

Stellen Sie außerdem Regeln auf, wann, wie lange und in welcher Situation Medien in der Kita genutzt werden. So machen Sie deutlich, dass es sich um etwas handelt, das nicht permanent verfügbar ist und außerdem mit Bedacht zum Einsatz kommen soll.

Praxis-Tipps: So fördern Sie Medienkompetenz in Ihrer Kita

Medienpädagogik in der Kita bedeutet nicht, dass jedes Kind ein Tablet braucht. Es geht um das Verstehen, Gestalten und Reflektieren. Hier sind konkrete Impulse für Ihren Alltag:

1. Vom Konsumenten zum Produzenten (Aktive Medienarbeit)

Statt Kinder nur Videos schauen zu lassen, nutzen Sie Technik kreativ:

  • Foto-Safari: Die Kinder ziehen mit der Digitalkamera los und fotografieren „Dinge, die im Frühling wachsen“. Später werden die Bilder gemeinsam besprochen.
  • Hörspiel-Werkstatt: Nehmen Sie mit einem Aufnahmegerät Alltagsgeräusche in der Kita auf (Händewaschen, Bauecke, Lachen) und lassen Sie die Kinder raten, was zu hören ist.

2. Mediale Inhalte kritisch hinterfragen

Auch ohne Technik lässt sich Medienkompetenz trainieren:

  • Werbung erkennen: Schauen Sie sich gemeinsam Spielzeugkataloge an. „Sieht das Auto im Heft genauso aus wie das im echten Leben?“ So lernen Kinder früh, dass Medien Bilder der Realität verzerren können.

3. Digitale Dokumentation transparent machen

Wenn Sie als ErzieherIn ein Tablet zur Portfolio-Arbeit nutzen:

  • Einbeziehen: Erklären Sie dem Kind: „Ich mache jetzt ein Foto von deinem Turm für deinen Ordner.“ So versteht das Kind, dass das Gerät ein Werkzeug für einen bestimmten Zweck ist und kein reines Unterhaltungstool.

4. Elternabende als Dialogplattform

Viele Eltern sind verunsichert. Nutzen Sie Ihre Expertise:

  • Bieten Sie Informationsabende an, die nicht „verbieten“, sondern hochwertige Apps empfehlen.
  • Thematisieren Sie die Vorbildfunktion der Eltern: Eltern sollten ihre Kinder auch zu Hause stärker beim Konsumieren von Medien begleiten und erklären („Begleitetes Surfen statt Parken“

Wie sieht ein bewusster Umgang mit Medien in der Kita aus?

Für einen bewussten Umgang mit Medien sollten sie zunächst eine Bestandsaufnahme in der Kita machen:

  • Läuft den ganzen Tag das Radio?
  • Schauen die Erzieher viel auf ihre Smartphones? 
  • Gibt es Tablets oder Lerncomputer in der Kita?
  • Welche Hörbücher in Form von CDs gibt es?
  • Gibt es Tonieboxen in der Kita, über die die Kinder Lieder und Geschichten konsumieren?
  • Haben die Eltern beim Bringen oder Abholen der Kinder das Handy am Ohr?

Sorgen Sie dafür, dass die Kinder nicht den ganzen Tag mit Medien berieselt werden. Dauerhaft das Radio laufen zu lassen, kann zum Beispiel problematisch sein, da viele Nachrichten nicht kindgerecht sind und die ständige Geräuschkulisse dafür sorgen kann, dass lauter gesprochen wird und der Lärmpegel steigt. 

Wenn Sie den Kindern etwas erklären oder zeigen wollen, nutzen Sie so weit es geht Bücher und analoge Hilfsmittel. Andere Medien sollten nur ausgewählt und zum Einsatz kommen.

Praxistipp:

Legen Sie selbst Ihr Handy zur Seite, wenn Sie mit den Kindern arbeiten. So sind Sie ein gutes Vorbild.

Der Kita-Medienführerschein: So führen Sie Kinder spielerisch an digitale Werkzeuge heran

Ein Tablet in der Gruppe zu haben ist das eine, es sinnvoll zu nutzen das andere. Ein Medienführerschein hilft Ihnen dabei, aus passiven Konsumenten aktive Gestalter zu machen. Er ist kein „Test“ im schulischen Sinne, sondern ein pädagogisches Projekt, das Verantwortungsbewusstsein und Stolz fördert.

Warum ein Medienführerschein sinnvoll ist

Für den Elternarbeit: Wenn Kinder den Führerschein mit nach Hause bringen, ist das der perfekte Gesprächsanlass für Eltern. Es zeigt: „Wir lassen die Kinder nicht einfach davor sitzen, wir bilden sie aus.“

Wertschätzung und Verantwortung: Kinder lieben Rituale. Durch die „Prüfung“ verstehen sie, dass das Tablet ein wertvolles Werkzeug (wie eine Heißklebepistole) ist, für das bestimmte Regeln gelten.

Struktur und Sicherheit: Der Führerschein definiert klare Leitplanken: Wie trage ich das Gerät? Wie lange darf ich daran arbeiten? Wen frage ich, wenn etwas komisch aussieht?

Stärkung des Selbstbewusstseins: Das Zertifikat macht stolz. Das Kind wird vom passiven Konsumenten zum „geprüften Experten“.

Die 5 Lernstationen für den Medienführerschein

Damit ein Kind seinen Medienführerschein erhält, durchläuft es gemeinsam mit Ihnen kleine Praxis-Stationen. Hier sind die wichtigsten Inhalte:

1. Die „Hardware-Prüfung“ (Achtsamkeit)

Das Lernziel: Wertschätzung für das Gerät.

  • Ich trage das Tablet immer mit zwei Händen.
  • Ich achte darauf, dass meine Hände sauber (nicht klebrig) sind.
  • Ich lege das Gerät vorsichtig auf den Tisch, statt es fallen zu lassen.

2. Die „Foto-Profi-Regel“ (Datenschutz & Recht am Bild)

Das Lernziel: Erste Sensibilisierung für Privatsphäre.

  • Bevor ich ein Foto oder Video von jemandem mache, frage ich: „Darf ich dich fotografieren?“
  • Wenn jemand „Nein“ sagt, akzeptiere ich das sofort.
  • Ich zeige meine Bilder einer Erzieherin, bevor wir sie im Portfolio nutzen.

3. Die „Stopp-Taste“ (Selbstregulation)

Das Lernziel: Zeitmanagement und Fokus.

  • Ich verstehe, dass meine Zeit am Gerät begrenzt ist (z. B. durch eine Sanduhr oder einen Wecker).
  • Wenn die Zeit um ist, schalte ich das Gerät ohne Streit aus.

4. Die „Hilfe-Ampel“ (Sicherheit im Netz)

Das Lernziel: Vertrauen zur Bezugsperson.

  • Wenn etwas auf dem Bildschirm auftaucht, das mir Angst macht oder komisch aussieht, sage ich sofort Bescheid.
  • Ich drücke keine Knöpfe, die ich nicht kenne (z. B. In-App-Käufe oder Werbung).

Die drei Stufen der Hilfe-Ampel:

  • 🟢 GRÜN: Alles klar! Ich kenne die App, ich weiß, was ich tun soll, und ich fühle mich wohl. Ich kann alleine oder mit einem Freund weiterforschen.
  • 🟡 GELB: Warte mal… Ein Fenster ploppt auf, das ich nicht kenne (z. B. Werbung oder eine Update-Meldung). Ein Knopf sieht anders aus als sonst. Regel: Ich drücke nichts an, sondern hebe die Hand oder hole eine Erzieherin. Wir schauen uns das gemeinsam an.
  • 🔴 ROT: Stopp! Ich sehe etwas, das mir Angst macht, das laut ist oder das ich nicht verstehen kann. Regel: Ich drehe das Tablet um (oder mache den Bildschirm aus) und sage sofort Bescheid.

Warum das pädagogisch so wichtig ist:

  • Prävention statt Verbot: Wir vermitteln dem Kind, dass es nicht „schuld“ ist, wenn etwas Komisches passiert. Das verhindert, dass Kinder aus Scham oder Angst heimlich weiterschauen.
  • Schutz vor versteckten Kosten: Schon im Kindergartenalter lernen Kinder durch die „Gelb-Phase“, dass In-App-Käufe oder blinkende Banner („Klick mich!“) Tabuzonen sind, die eine Freigabe durch Erwachsene erfordern.
  • Resilienz-Training: Kinder lernen, auf ihr Bauchgefühl zu hören. Wenn sich etwas „falsch“ anfühlt, ist die pädagogische Fachkraft der sichere Hafen.

Praxistipp:

Installieren Sie auf den Kita-Tablets eine „Kindersicherung“ (z. B. den geführten Zugriff beim iPad), um den Aktionsradius einzuschränken. Die Hilfe-Ampel bleibt dennoch wichtig, um das bewusste Handeln der Kinder zu schulen.

5. Die „Kreativ-Aufgabe“ (Mediennutzung)

Das Lernziel: Aktive Gestaltung statt Berieselung.

  • Das Kind nutzt das Tablet für eine konkrete Aufgabe: z. B. ein Foto von einem Käfer im Garten machen oder ein kurzes Audio-Rätsel aufnehmen.

Welche Regeln können Sie für die Mediennutzung aufstellen?

Mit diesen 3 Regeln gelingt es Ihnen, die Kinder für Medien zu sensibilisieren. 

  1. Je jünger die Kinder, desto weniger digitale Medien sollten zum Einsatz kommen und desto kürzer sollte die Nutzungszeit sein.
  2. Achten Sie auf altersgemäße Inhalte.
  3. Begleiten Sie die Kinder bei der Mediennutzung bieten Sie ihnen an, gesehenes oder gehörtes mit ihnen zu besprechen und zu verarbeiten. Manche Kinder haben nach der Mediennutzung Energie und wollen toben, andere wiederum benötigen im Anschluss Ruhe. 

Wählen Sie verwendete Medien in der Kita außerdem nach bestimmten Kriterien aus:

  • Achten Sie darauf, dass Inhalt und Gestaltung des Mediums zu den Interessen sowie dem Entwicklungsstand der Kinder passen. 
  • Bilder in Büchern oder Fotos, die Sie den Kindern zeigen, sollten klar gestaltet und übersichtlich sein.
  • Texte sollten möglichst kurz sein und dürfen Kleinkinder nicht überfordern. 
  • Töne und Musik sollten nicht zu laut abgespielt werden. 

So schützen Sie die Kinder vor unpassenden Inhalten. 

In welchen Bereichen stärkt Medienkompetenzförderung Kinder?

Bei der Medienkompetenzförderung in der Kita werden immer gleich mehrere Bereiche angesprochen und die Kinder werden in verschiedenen Bereichen gefördert:

  • Sprache und Kommunikationsstärke
  • Rhythmusgefühl
  • Motorik
  • Wissenserweiterung

Kinder erfahren dadurch Sozial- sowie Sachkompetenz und sind außerdem stolz auf sich, wenn ihnen die eigenständige Mediennutzung gelingt. Das fördert das Selbstbewusstsein

Gibt man Kindern Medien, um selbst etwas zu gestalten, fördert das außerdem ihre Fantasie und Kreativität. Auch die natürliche Neugierde der Kinder wird geweckt, solange der Umgang mit Medien spielerisch erfolgt.

Es zeigt sich also, dass Medienpädagogik immer ein ganzheitliches Thema ist, das nicht nur die ordnungsgemäße Nutzung eines CD-Players oder das Betätigen eines Smartphones meint. Vielmehr werden verschiedene Bereiche angesprochen und die Kinder in ihrer ganzheitlichen Entwicklung gefördert. 

Fazit: Der Bildungsbereich Medienkompetenz bereitet Kinder auf eine verantwortungsbewusste Mediennutzung vor

Medienkompetenz kommt im Rahmen der Medienpädagogik eine wichtige Aufgabe zu. Schließlich ist der bewusste Umgang und Einsatz von Medien etwas, das Kinder erst lernen müssen. Damit bereits im Kindergarten zu beginnen, legt einen wichtigen Grundstein und fördert Kinder in verschiedenen Bereichen. So erfahren sie nicht nur Sachkompetenz und erweitern ihr Wissen, sondern werden außerdem in ihrer Kreativität sowie in ihrem Selbstbewusstsein gefördert. Als Erzieher sollten Sie die Kinder bei der Mediennutzung begleiten und außerdem ein gutes Vorbild sein.