Kinder sitzen im Morgenkreis und klatschen lachend in die Hände

Lustiges Klatschspiel „Sommersonne“ – Klatschspiele in der Kita

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Inhaltsverzeichnis

Warum Klatschspiele mehr als nur Zeitvertreib sind: Der pädagogische Mehrwert

Klatschspiele gehören zum Urgestein der pädagogischen Arbeit im Kindergarten. Doch hinter dem spielerischen Klatschen und den rhythmischen Reimen verbirgt sich ein hochkomplexes Training für Körper und Geist. Warum Sie Klatsch- und Bewegungsspiele fest in Ihren Kita-Alltag integrieren sollten, zeigen diese fünf zentralen Förderbereiche:

1. Ganzheitliche Sprachförderung

Klatschspiele sind die ideale Sprachförderung ohne Leistungsdruck. Durch die Kopplung von Silben mit rhythmischen Bewegungen entwickeln Kinder ein intuitives Gefühl für die phonologische Bewusstheit.

  • Der Effekt: Reime und Rhythmus helfen dabei, Wortstrukturen zu erkennen und den Wortschatz spielerisch zu erweitern. Eine wichtige Basis für den späteren Schriftspracherwerb.

2. Motorik und Koordination

Beim Klatschen werden die Feinmotorik und die Auge-Hand-Koordination intensiv geschult. Besonders wertvoll sind Spiele, bei denen die Hände die eigene Körpermitte kreuzen oder die Hände des Gegenübers berühren.

  • Der Effekt: Diese „Überkreuzbewegungen“ fördern die Vernetzung der beiden Gehirnhälften, was die allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit steigert.

3. Förderung der Konzentration und Merkfähigkeit

Sich einen Text zu merken und gleichzeitig die passenden Bewegungen im richtigen Tempo auszuführen, erfordert volle Aufmerksamkeit.

  • Der Effekt: Die Kinder trainieren ihr Arbeitsgedächtnis. Klatschspiele sind daher perfekte Muntermacher für den Morgenkreis, um die Konzentration nach längeren Ruhephasen wieder sanft hochzufahren.

4. Soziale Kompetenz und Interaktion

Klatschspiele sind ein Gemeinschaftserlebnis. Man muss sich auf das Gegenüber einstellen, das Tempo anpassen und Blickkontakt halten.

  • Der Effekt: Die Kinder lernen, aufeinander zu achten und Regeln einzuhalten. Das stärkt das Wir-Gefühl in der Gruppe und fördert die nonverbale Kommunikation.

5. Emotionale Sicherheit durch Rituale

In einer Welt voller neuer Reize bieten rhythmische Wiederholungen Sicherheit. Klatschspiele wirken oft meditativ und strukturierend.

  • Der Effekt: Als festes Ritual (z.B. vor dem Essen oder beim Aufräumen) geben sie Kindern Orientierung im Tagesablauf und helfen bei Übergängen im Kita-Geschehen.

Lustiges Klatschspiel „Sommersonne“: So geht’s!

Text „Sommersonne“Bewegungen
Wir freu-en uns, die Son-ne lacht.Jede Silbe wird mit den Händen mitgeklatscht
Der Som-mer hat sie mit-ge-bracht.Bei jeder Silbe wird mit den Händen auf die Schenkel gepatscht
Da kann man drau-ßen to-ben, la-chenJede Silbe wird mit den Händen mitgeklatscht
und vie-le tol-le Sa-chen ma-chen.Bei jeder Silbe wird mit den Händen auf die Schenkel gepatscht
Drum freu ich mich da-rüber sehr.Jede Silbe wird mit den Händen mitgeklatscht
Du, Son-ne, komm doch öf-ter her!Bei jeder Silbe wird mit den Händen auf die Schenkel gepatscht

So passen Sie das Spiel an:

Für die Kleinsten (U3): Reduzieren Sie das Tempo deutlich. Patschen Sie gemeinsam nur auf die Oberschenkel, statt zwischen Händen und Beinen zu wechseln.

Für die Großen (Vorschulkinder): Erhöhen Sie den Schwierigkeitsgrad! Die Kinder können sich gegenüberstehen und bei jeder zweiten Silbe die Hände des Partners berühren. Das fördert zusätzlich die soziale Interaktion und Konzentration.“

Praxis-Tipp für den Morgenkreis

Nutzen Sie das Klatschspiel als ritualisierten Übergang. Es eignet sich hervorragend als Muntermacher nach einer Konzentrationsphase oder als Signal, um vom Freispiel in den Stuhlkreis zu wechseln.

Tipp: Hängen Sie den Text großflächig im Gruppenraum aus, damit auch Vertretungskräfte oder Praktikanten das Spiel sofort sicher mit den Kindern durchführen können

Rena Markowsky sagt: Tolles Klatschspiel! Gerade die ganz Kleinen können hier auch aktiv mitmachen. Sprache mit allen Sinnen erleben. Mehr davon.