Lebensmittelspenden: So bessern Sie das Kita-Essen hochwertig auf


20.11.2017

Gesund und hochwertig soll sie sein, die Ernährung der Kita-Kinder. Doch hochwertiges Essen hat oft einen stolzen Preis, den manche Kita-Eltern nicht bezahlen können. Lesen Sie hier, wie Sie das Kita-Essen durch Lebensmittelspenden in hoher Qualität aufbessern können.

Tipp: Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern

Kleine oder unregelmäßig gewachsene Kartoffeln, Karotten, Äpfel oder Birnen lassen sich nur schwer vermarkten und verkaufen. Fragen Sie deshalb gezielt bei Hofläden in Ihrer Umgebung, die ihre eigenen landwirtschaftlichen Produkte vermarkten. Fragen Sie gezielt nach solchen mit kleinen Schönheitsfehlern.

 

 

Krumme Gurken schmecken genauso lecker wie gerade gewachsene und Wassermelonen mit braunen Kratzern auf der Schale lassen sich geschmacklich keinen Makel anmerken. Kleine Kartoffeln bekommen Sie dort oft zu einem extrem reduzierten Preis. Auch krumm gewachsene Karotten und kleine Äpfel sind schlecht zu verkaufen. Diese bekommen Sie meist sogar gratis.

Tipp: Beziehen Sie Milchprodukte direkt vom Hersteller

Ist in Ihrer Nähe eine Molkerei, die Produkte wie z. B. Joghurt, Milch, Sahne und Quark herstellt? Fragen Sie dort an, ob es Restbestände gibt oder Produkte, die sich kurz vor dem Ab- lauf des Mindesthaltbarkeitsdatums befinden.

Lassen Sie sich auf die Bezugsliste setzen. Oft erhalten Sie diese Produkte zu einem sehr reduzierten Preis oder Sie bekommen den Joghurt gespendet und sogar in die Kita geliefert. Auch wenn Sie keine eigene Küche haben, finden die Milchprodukte sicher einen guten Anklang bei den Kindern. Bieten Sie diese als leckeren Nachtisch an oder bereichern Sie das Frühstück der Kinder mit der Joghurt-Palette. Bei hauswirtschaftlichen Angeboten können Sie Quarkprodukte nutzen, indem Sie gemeinsam mit den Kindern einen Obstquark anrühren.

Tipp: Fragen Sie bei der Tafel nach

Die „Tafel-Läden“ haben sich mittlerweile zu einer wichtigen Unterstützung für bedürftige Menschen entwickelt. Immer wieder gibt es jedoch auch in den Tafel-Läden Ladenhüter, die dort wertvolle Platzkapazitäten wegnehmen. Walnüsse und Haselnüsse in der Schale stoßen auf geringes Interesse, und diese sind dort nur schwer zu verteilen.

Fragen Sie deshalb immer wieder einmal nach, ob Ihre Kita aus den Tafel-Läden etwas abnehmen kann, was die Lagerflächen ohnehin nur blockiert.

Nüsse können Sie in der Vorweihnachtszeit für Gebäck und die Nikolaussäckchen der Kinder sicherlich gut gebrauchen. !

Wichtiger Hinweis: Hasel- und Walnüsse bleiben lange Zeit haltbar, wenn sie entkernt und die Kerne in Klarsichttüten oder Boxen in der Gefriertruhe tiefgekühlt werden.

Tipp: Sammeln Sie in der Nachbarschaft

Prüfen Sie einmal Ihr regionales Umfeld: Liegen Schrebergärten oder Obstplantagen in der Nähe? Wenn dies der Fall ist, sollten Sie den Besitzern zur Erntezeit einen Besuch abstatten und nach Überkapazitäten fragen. Oft kommt es vor, dass es in einem Jahr so viele Äpfel, Birnen, Erdbeeren oder Johannisbeeren gibt, dass diese nicht ohne Weiteres verarbeitet oder verbraucht werden können.

Viele Menschen freuen sich, wenn sie Kinder in einer Kita mit solchen Gaben erfreuen dürfen. Bekommen Sie beispielsweise sehr viele Äpfel oder Erdbeeren geschenkt, können Eltern diese zu Marmelade verarbeiten. So konserviert, können die Kinder diese Produkte lange genießen.

Tipp: Stellen Sie einen leeren Obstkorb auf

Stellen Sie in Ihrer Kita einen großen leeren Obstkorb auf und richten Sie eine Bitte an die Eltern, dass diese den Obstkorb füllen sollen. Informieren Sie die Eltern, dass jedes Obst aus dem Obstkorb von den Kita-Kindern verzehrt wird. Erzieher schneiden das Obst in kleine Häppchen und bieten diese Stückchen tagsüber an. Das hat den Vorteil, dass die Kinder auch ihnen nicht bekanntes Obst in der Gemeinschaft probieren und kennen- lernen. Besonders wertvoll für den Obstkorb ist Obst, das noch für einige Zeit lagerfähig ist, wie z. B.: Birnen
, Äpfel
, Wasser- und Honigmelonen, Ananas
, Papaya
, Mango
, Kokosnuss, Litschis
, Heidelbeeren
, Orangen
, Zitronen
, Mandarinen
, Nüsse
, Nektarinen
, Aprikosen.

Fazit

Hochwertige Lebensmittel für Kita-Kinder müssen gar nicht teuer sein. Wenden Sie sich an Molkereien, landwirtschaftliche Betriebe, Tafel-Läden und fragen Sie nach, ob diese Ihre Kita unterstützen können. So können Sie die Ernährung der Kita-Kinder kostenneutral wesentlich aufbessern.

Share Button

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

3 Praxisbeispiele, wie Sie Ihren Dienstplan effektiv gestalten

29. Oktober 2013

Montagmorgen im April: Die 2. Erzieherin meldet sich bei Ihnen krank. Der Morgen in den Gruppen muss nun spontan umstrukturiert werden, damit die Arbeit mit den Kindern sinnvoll weiterläuft. In der Regel bekommen Sie für diese...

Mehr erfahren

Konzeptionsweiterentwicklung ist Teamaufgabe – So motivieren und begleiten Sie

4. Februar 2015

Die pädagogische Konzeption ist die Grundlage der Kita-Arbeit. Sie dient allen Kolleginnen zur Orientierung, beschreibt das spezifische Profil einer Einrichtung und informiert Eltern und Interessierte. Die Kita-Konzeption ist die...

Mehr erfahren

Erfolgreiches Sponsoring für die Kita: So erhöhen Sie die Finanzmittel Ihrer Einrichtung

29. Oktober 2013

Verwechseln Sie Sponsoring in der Kita nicht mit Spenden. Eine Spende nimmt Ihre Einrichtung dankend an und reagiert mit einer Spendenquittung. Erfolgreiches Sponsoring beruht auf vertraglich geregelter Leistung der...

Mehr erfahren



© 2017 PRO Verlag, Bonn