So bleiben Sie als Erzieherin gelassen


22.02.2017
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5 Tipps, wie Sie als Erzieherin auch in stressigen Situationen gelassen bleiben

Hektik und unvorhergesehene Situationen sorgen schnell für Stress: Da macht ein Kind sich beim Händewaschen komplett nass und muss umgezogen werden. Eine Mutter hat noch eben schnell ein paar Fragen. Gleichzeitig kommt ein Telefonanruf, der dringend beantwortet werden muss. Ganz zu schweigen von kranken Kolleginnen oder dem generellen Personalnotstand. Es ist wichtig, dass Sie selbst in solchen Situationen ruhig und gelassen bleiben.

Die nachfolgenden 5 Tipps helfen Ihnen dabei.

1. Tipp: Atmen Sie langsam aus
Wenn sich in Ihrem Inneren Hektik und Ärger ausbreiten, beschleunigen sich gleichzeitig Ihr Atem und Ihr Puls. Sie fangen an, schnell und flach zu atmen. Wenn Sie langsamer atmen, verlangsamt sich auch Ihr Puls und Ihre Anspannung lockert sich. Achten Sie deshalb auf Ihr Ausatmen. Atmen Sie langsam aus, verliert Ihr Ärger automatisch an Schärfe. Denken Sie daran: In der nächsten Stresssituation 20 Sekunden lang in einem Zug ausatmen.

2. Tipp: Gehen Sie auf Distanz
Bei Ärger und Stress neigen wir dazu, unser Blickfeld zu verengen. Wir lassen uns von der Situation vereinnahmen. Versuchen Sie deshalb, innerlich einen Schritt zurückzutreten. Stellen Sie sich vor, Sie sind Zuschauer in einem Theaterstück und beobachten sich selbst. Wenn Sie in einem Jahr von Ihrem Ärger erzählen, ist er dann noch mehr als ein unbedeutendes Ereignis?

3. Tipp: 4 Fragen für alle Fälle
Schreiben Sie sich auf einen kleinen Zettel die 4 Fragen:

  • Was genau ist im Moment so schlimm/stressig/beängstigend?
  • Was könnte mir im schlimmsten Fall passieren?
  • Wie wahrscheinlich ist das?
  • Was kann ich jetzt tun?

Den Zettel sollten Sie immer bei sich tragen. Sie können ihn z. B. in Ihrem Geldbeutel aufbewahren. Sie können ihn auch an einer Stelle im Gruppenraum aufhängen. So haben Sie in stressigen Situationen die Fragen immer im Blick. Beantworten Sie in jeder Situation, in der Sie Ihre Gelassenheit verloren haben, diese 4 Fragen. Sie schalten damit automatisch Ihren Kopf ein, und Ihre Gefühle können Sie in dieser Situation nicht mehr beherrschen.

4. Tipp: Prüfen Sie gewissenhaft, welche Situationen Sie verändern möchten und wie Sie es umsetzen können
Den besonderen Charakter einer Mutter, die Ihnen auf die Nerven geht, können Sie nicht ändern. Wenn der Bus nicht kommt, der Sie zum Zoo bringen soll, können Sie sehr wohl etwas unternehmen. Sie können das Busunternehmen anrufen. Wenn Sie lernen, Dinge hinzunehmen, die Sie nicht verändern können, und sich auf die Dinge konzentrieren, die Sie beeinflussen können, haben Sie die besten Voraussetzungen geschaffen, um gelassen zu werden.

5. Tipp: Verändern Sie stressige Alltagssituationen
In vielen Kitas gibt es immer Zeiten, die für Stress sorgen. Oftmals ist das die Eingewöhnungszeit, in der neue Kinder weinen und viel Aufmerksamkeit brauchen, die Kita-Gruppe sich neu formieren muss, neue Eltern viele Fragen und Wünsche haben.

Aber auch viele Alltagssituationen sind stressbelastet. Diese sind meistens:

  • die Mahlzeiten,
  • das An- und Ausziehen für den bzw. nach dem Gartenbesuch,
  • die Schlafenszeit,
  • die Zeiten des Wickelns,
  • der Ablauf des Toilettengangs,
  • die Organisation des Händewaschens.

Es lohnt sich für Sie, an Ihrer Gelassenheit zu arbeiten. Denn wer gelassen reagiert, lebt gesünder, schont seine Nerven, lässt sich vom Stress nicht unterkriegen. Wenn Sie diese 5 Tipps umsetzen, werden Sie den Stress beherrschen und sich nicht vom Stress beherrschen lassen.

 

 

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