Nie mehr langweilige Präsentationen halten


22.10.2013
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In der Regel sprechen Sie als Leiterin vor einem Publikum, dessen Zusammensetzung Ihnen bekannt ist. Begrüßen Sie deshalb nicht formell mit „Guten Tag, meine Damen und Herren“, sondern persönlicher: „Liebe Eltern und Familienangehörige“ oder „Liebe Freunde, liebe Gäste“ oder „Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinde- bzw. Kirchengemeinderats“. Achten Sie auch darauf, ob Sie vor Ihrer Rede bestimmte Personen einzeln begrüßen müssen, weil seine bzw. ihre Anwesenheit eine besondere Ehre darstellt, wie zum Beispiel die Bürgermeisterin.

Benutzen Sie Metaphern und Bilder bei Ihrer Präsentation

Bauen Sie immer wieder Bilder und plastische Beispiele ein, um bei Ihren Zuhörern beide Gehirnhälften (die rationale und die sinnliche) anzusprechen. Benutzen Sie passende Metaphern. So bleiben die Zuhörer nicht nur länger aufmerksam, sie können sich die Inhalte der Rede auch viel besser merken.

Setzen Sie bei Ihrer Rede technische Hilfsmittel sparsam ein

Folien zur Präsentation Ihrer Rede oder auch Dias beispielsweise aus dem Kindergartenalltag oder „vorher – nachher“ – Szenarien (Skizzen oder Bilder der positiven Veränderungen, die Sie sich von Ihrem Projekt erhoffen) sind hilfreich. Zu viel Technik (Multimediaschau) kann jedoch der Präsentation Ihrer Rede schaden, zudem erhöht sich die Gefahr technischer Pannen. Eine Powerpoint-Präsentation ist sehr wirkungsvoll, dabei entfällt auch das Abdecken von Folieninhalten.

Arbeiten Sie während der Präsentation mit Stichwortkarten

Es ist sehr hilfreich, die Rede immer wieder zu üben. Lernen Sie den Text Ihrer Präsentation aber bitte nicht auswendig und lesen Sie auch nicht durchgängig von einem Manuskript ab, sondern arbeiten Sie wie Fernsehmoderatoren mit Stichwortkarten. Sie formulieren so automatisch verständlicher. Außerdem bewahren Sie sich mit dem Blick ins Publikum auch ein Gefühl dafür, wie es um die Aufmerksamkeit der Zuhörer während Ihrer Rede bestellt ist.

Reagieren Sie souverän, wenn Sie eine Frage während Ihrer Rede nicht beantworten können

Auch bei sorgfältiger Vorbereitung kann es vorkommen, dass die Frage eines Zuhörers einen Aspekt berührt, den Sie in Ihrer Rede (noch) nicht bedacht haben. Sie können dann die Frage an Ihr Publikum weitergeben. Falls auch von dort keine Lösung kommt, können Sie immer noch versprechen, den offenen Punkt aufzunehmen und zu einem späteren Zeitpunkt zu klären.

Schreiben Sie Text Ihrer Rede nicht auf Folien

Arbeiten Sie bei Präsentationen eher bildbezogen und geben Sie die Erklärungen dazu stets mündlich. So sprechen Sie beide Sinne an und entgehen der Gefahr, projizierte Texte nur abzulesen, die ohnehin jeder vor sich hat (und sogar schneller liest als Sie).

Lassen Sie die Folien während Ihrer Rede nicht liegen

Schalten Sie den Projektor ab, wenn Sie zwischen einzelnen Bildern weiteren Text sprechen. Sonst bleiben die Zuhörer am Bild „kleben“ und folgen Ihren Ausführungen überhaupt nicht weiter.

Passen Sie Ihre Sprache den Zuhörern an

Wenn Sie beispielsweise als Leiterin vor dem Kirchen- oder Gemeinderat, also vor Politikern sprechen, sollten Sie das Thema ihrer Rede anders darstellen, als wenn Sie zu Eltern oder beispielsweise bei einem regionalen Leiterinnentreffen reden. Bedenken Sie: Wenn Sie Politikern (also potentiellen Geldgebern) ein Projekt vorstellen, werden Sie mit Ihrem Anliegen nicht überzeugen, wenn Sie Ihre Zuhörer mit pädagogischen Fachbegriffen konfrontieren, sondern wenn Sie logisch nachvollziehbar die Vorteile des Projektes in Ihrer Präsentation deutlich machen.

 

 

Stellen Sie ein Glas Wasser bereit

Sorgen Sie dafür, dass ein Glas Wasser (ohne Kohlensäure) vor Ihnen steht. Nicht nur, weil das Trinken einem möglichen Husten entgegenwirkt, sondern auch als kleine Überbrückungshilfe: Sie können mit dem Griff zum Wasserglas unauffällig Minipausen während Ihrer Rede einlegen, um Zeit für neue Gedanken zu gewinnen.

Beenden Sie Ihre Rede stilsicher

Am Schluss Ihrer Rede haben Sie die Möglichkeit, Ihre Botschaft noch einmal kurz und prägnant zu wiederholen.

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